Nothilfe Hungersnot


Dürre am Horn von Afrika

Über 18 Millionen Menschen von Hunger bedroht

Aktuelle Lage


HUNGER UND DÜRRE


  18.4 Millionen Menschen in Äthiopien, Somalia und Kenia hungern.
 7.1 Millionen Kinder2 Millionen davon schwer.
Etwa 7 Millionen Nutztiere sind verendet, die für Ernährung und Lebenserhalt notwendig sind.

 

Tödliche Dürre am Horn von Afrika

In Äthiopien, Somalia und Kenia leiden in diesem Moment 18,4 Millionen Menschen an schwerem Hunger, weil kein Regen fällt und die Ernten ausbleiben. Auch ihre Tiere sterben, denn es gibt keine Nahrung. Die Folge: Tag für Tag sterben Kinder und Erwachsene.

Spende jetzt, um Leben zu retten!

Das Ausbleiben von vier aufeinanderfolgenden Regenzeiten sorgt für die schlimmste Hungerkrise in der Region. Seit Herbst 2021 sind vier Regenfälle in Reihe ausgeblieben und weder Mensch noch Tier finden Nahrung oder Wasser. Deswegen fliehen Millionen Menschen aus ihren Heimatorten, denn sie haben keine Lebensgrundlage mehr. Auch ihre Nutztiere sterben.

Die vorherrschende Trockenheit, aber auch Konflikte sorgen für die Vertreibung und Flucht von Millionen Menschen.

Hilf jetzt, Leben zu retten!

Hungersnot in Somalia 2011 und 2022: Was ist dieses Mal anders?

Bereits 2011 verloren mehr als eine Viertel Millionen (260.000) Menschen in Somalia ihr Leben, da zwei Regenperioden ausfielen. Viele Kleinbauern und Viehzüchter verloren ihre Einkommensquellen. Denn sie sind besonders abhängig von Wasserquellen und regelmäßigen Regenfällen, um ihren Lebensunterhalt nachhaltig bestreiten zu können.

Dieses Mal ist die Situation noch schlimmer: Neben Somalia sind auch Äthiopien und Kenia besonders betroffen. Über 18 Millionen Menschen leiden bereits jetzt an den Folgen der Dürre und von Konflikten und hungern.

Es fehlen finanzielle Mittel

Die finanziellen Mittel für lebensrettende Maßnahmen am Horn von Afrika reichen bei Weitem nicht aus. Täglich sterben Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien, weil ihnen Wasser und Nahrung fehlen. Doch die internationale Staatengemeinschaft hat die finanzielle Hilfe nur zu einem Drittel gedeckt. Es fehlen Millionen Euro, um weitere Tote zu verhindern.

Darum ist deine Hilfe so wichtig. Spende jetzt und rette Menschenleben!

Unser Einsatz vor Ort


Islamic Relief Teams in Äthiopien, Kenia und Somalia berichten von verheerenden Zuständen. Die Camps haben kaum Mittel für fließendes, sauberes Wasser und Sicherheit.

Täglich erreichen immer mehr Binnenflüchtlinge die ohnehin schon stark ausgelasteten Lager.

Wassertransporte mit sauberem Trinkwasser von Hilfsorganisationen wie Islamic Relief sind für die Betroffenen unverzichtbar, um den Wasserbedarf zu decken und zu überleben. Denn viele natürliche Wasserquellen sind bereits ausgetrocknet.

Somalia

In Baidoa unterstützen wir 30.000 Menschen mit Nahrung, Wasser und Notunterkünften.

Auch in Bardhere sichern wir die Grundversorgung für mehr als 20.000 Menschen.

In Balcad nordöstlich der Hauptstadt Mogadischu in Somalia unterstützt Islamic Relief Deutschland aktuell 5880 Menschen aus 980 Haushalten mit lebensrettenden Maßnahmen. Dazu zählen u. a. Wasserversorgung, Unterstützung beim Bau von Unterkünften und die Verteilung von NFIs (Hygieneartikel, Decken, Kochutensilien).

Äthiopien

In Äthiopien sichern wir vor Ort das Überleben von 32.000 Vertriebenen in den Distrikten Ewa und Yallo. Die Menschen haben keine Tiere mehr. Diese sind durch Konflikt und Dürre gestorben. Auch die Wasserschächte sind zerstört oder versiegt.

Die Maßnahmen zielen vor allem auf die Sicherung der Wasserversorgung durch Wassertrucks und die Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln ab.

Weitere Informationen folgen.


Ursachen für die Hungersnot am Horn von Afrika


Klimatische Bedingungen, Konflikte und Wirtschaftskrisen

Anhaltende Dürreperioden in Ostafrika sorgen für die wahrscheinlich schlimmste Dürre der letzten 40 Jahre.

Die Dürre zerstört Ernten, tötet Vieh und lässt Wasservorräte versiegen.

Die Covid-19-Pandemie verschlimmert die wirtschaftliche Unsicherheit und drängt immer mehr Familien in die Armut.

Neben der bestehenden Instabilität in den gefährdeten Ländern, treibt die aktuelle Krise in der Ukraine die Ernährungsunsicherheit auf ein katastrophales Niveau. Russland und die Ukraine liefern sonst 80 % des ostafrikanischen Weizenmehls und 12 % der weltweiten Lebensmittelexporte.

Die Welt hungert. Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich, 827 Millionen Menschen an Unterernährung leiden.

Hungersnöte, bewaffnete Konflikte, Vertreibung, politische Instabilität, Krankheiten und wirtschaftlicher Niedergang haben dazu geführt, dass 274 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Anhaltende Konflikte und Unsicherheit bleiben die größten Ursachen für Hunger weltweit.


Was bedeutet Hungersnot?


Eine Hungersnot ist die schlimmste Form der Ernährungsunsicherheit, die durch Krieg, wirtschaftliche Katastrophen, Missernten, Bevölkerungsungleichgewicht oder staatliche Maßnahmen verursacht werden kann. Eine Hungersnot wird ausgerufen, wenn mindestens eine der folgenden Situationen eingetreten ist:

  20 Prozent der Haushalte verfügen nicht über ausreichend Nahrungsmittel und andere Grundbedarfsgüter.

  Akute Unterernährung der Bevölkerung übersteigt 30 Prozent.

  Den Menschen droht der Hungertod - wenn eine Hungersnot ausgerufen wird, sterben bereits Menschen an Hunger.


Katastrophen und Konflikte geschehen meist ohne Vorwarnung und haben oft verheerende Auswirkungen auf die Betroffenen. Deshalb ist eine schnelle humanitäre Hilfe ausschlaggebend. Islamic Relief leistet seit 30 Jahren Nothilfe in Krisengebieten.

Dabei sind wir auf Deine Mithilfe angewiesen. Erfahre mehr über unsere aktuellen Nothilfeeinsätze