Kaffara und Fidya

Sie möchten Kaffara (Sühne) für absichtliches Fastenbrechen entrichten?

Kaffara

Absichtliches Fastenbrechen | 600 Euro
(bedeutet 60 zu speisende Arme mit je 10 Euro)

Nichteinhaltung eines Versprechens | 100 Euro
(entspricht demnach 10 Personen mal 10 Euro)

Berechnung pro Tag

Müssen Sie eine Kompensation (Fidya) für versäumte Fastentage leisten?

Fidya

begründet nicht gefastete Tage | 10 Euro
(10 Euro pro zu speisende Person)

grundlos verzögertem Nachholen von Fastentagen | 10 Euro
(beträgt dies derzeit 10 Euro entsprechend der Zakat-ul-Fitr)

Berechnung pro Tag

Was ist Kaffara?

Kaffara ist eine Leistung, die als Sühne für einen Fehler oder eine Sünde getätigt wird. Mit der Tauba gleicht sie die Sünde entsprechend der vorgegebenen Kaffara aus. Die Tauba ist die Reue beziehungsweise Umkehr von dieser Sünde. Dies kann je nach Sachverhalt auf verschiedene Arten und Weisen verfolgen. Sehen Sie dazu bitte folgende Frage: Wann muss Kaffara geleistet werden?

Es gibt viele Situationen, in denen die Kaffara für Muslime vorgeschrieben ist. Die Kaffara kann beispielweise durch Fasten oder die Speisung und Bekleidung von Menschen in Not erfolgen. Für unsere Spenderinnen und Spender sind insbesondere das absichtliche Nichtfasten/das absichtliche Fastenbrechen sowie ein nicht eingehaltener Schwur relevant. Darauf wird im Folgenden genauer eingegangen:

 

Diese Sühnehandlung (Kaffara) gilt jedoch nur für einen absichtlich abgebrochenen oder ausgelassenen Fastentag.

Was ist die Kaffara, wenn das Fasten im Ramadan absichtlich gebrochen wurde oder gar nicht erst begonnen wurde?

Bricht man das Fasten ohne triftigen Grund oder fastet erst gar nicht, obwohl man gesundheitlich dazu in der Lage wäre, ist der erste und wichtigste Schritt, Allah gegenüber aufrichtige Reue zu zeigen und sich vorzunehmen dies nie wieder zu wiederholen. Denn Er ist derjenige, der die Fehler der Menschen vergibt.

Ob und inwiefern hierfür eine Kaffara geleistet werden kann oder muss, darin unterscheiden sich diverse Gelehrtenmeinungen, auch innerhalb der verschiedenen Rechtsschulen. Manche sagen, dass eine Kaffara für jeden absichtlich gebrochenen oder nicht gefasteten Tag im Ramadan entrichtet werden muss. Dazu muss nach dieser Meinung ein zweimonatiges Fasten hintereinander erfolgen. Wer dazu nicht im Stande ist, der speise 60 Arme für jeden nicht gefasteten Tag.

Andere Gelehrte wiederum sagen, dass mit der Tauba alle nicht gefasteten oder abgebrochenen Tage nachgefastet werden müssen.
Andere wiederum sind der Meinung, dass es hierfür in dem Sinne gar keine Verpflichtung zur Zahlung der Kaffara gibt, sondern hierfür die Tauba genügt. Dieser Meinung nach sei nicht klar, ob eine Kaffara diese Sünde sicher ausgleicht.

In jedem Fall empfehlen aber alle, das freiwillige Fasten unterjährig zu vermehren, um die Chance auf Allahs Vergebung zu erhöhen.
Bitte suchen Sie bei Unsicherheiten einen Imam Ihrer Gemeinde und Ihres Vertrauens auf, um mit ihm entsprechend Ihrer Rechtsschule Ihre persönliche Situation zu klären.

Und Allah weiß es am besten.

 

Was ist die Kaffara bei einem nicht eingehaltenen Schwur?

Ein nicht eingehaltenes Versprechen vor Allah wird durch die Speisung von zehn bedürftigen Menschen gesühnt. Kann jemand sich dies nicht leisten, so sollte er, verbunden mit der Absicht, nie wieder ein Versprechen zu brechen, drei Tage fasten.
 

Wie wird die Kaffara bei einem nicht eingehaltenen Schwur verwendet?

Die Kaffara kann sowohl für Lebensmittel als auch für anderes, wie zum Beispiel Kleidung, verwendet werden. Islamic Relief Deutschland verwendet die Kaffara das ganze Jahr über für Lebensmittelpakete.
 

Was ist Fidya?

Fidya (auch Fidja) ist eine Kompensation und bedeutet Ersatzleistung

Die Fidya muss nach Mehrheit der Gelehrten jener leisten, der aus Altersgründen oder wegen chronischer Krankheit im Ramadan nicht fasten kann. Bei kurzfristiger Krankheit wird der jeweilige Tag einfach nachgefastet. Bei der Fidya muss für jeden nicht gefasteten Tag eine arme Person gespeist werden.

Sollte ein Muslim ohne Grund die nachzuholenden Fastentage des Ramadans bis zum darauffolgenden Fastenmonat nicht nachgeholt haben, so ist er verpflichtet, zusätzlich zum Nachholen der Fastentage als Fidya für jeden Tag einen Armen zu speisen.

Zu beachten ist, dass die vier verschiedenen Rechtsschulen hierzu unterschiedliche Ansichten vertreten.

Bitte fragen Sie den Imam ihres Vertrauens.