Hungersnot im Jemen

Hungersnot im Jemen

Mit der Ausbreitung des Coronavirus ist das Gesundheitssystem im Jemen vollständig zusammengebrochen. Die Not im Land ist verheerend. Islamic Relief reagiert vor Ort auf eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt.

24 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe

Der anhaltende Konflikt hat zehntausenden Menschen im Jemen das Leben gekostet. Über 20 Millionen Menschen wissen nicht, woher ihre nächste Mahlzeit kommt. Das Land steht vor einer ernsthaften Hungersnot. Die Situation vor Ort wird von Tag zu Tag schlimmer.

Angesichts der Gewalt, Vertreibungen, Krankheiten und der schwachen Wirtschaft benötigen schätzungsweise 24 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, um zu überleben – eine Zahl, die das entsetzliche Ausmaß der Krise widerspiegelt.

Familien und Gemeinschaften werden auseinandergerissen und kämpfen um den Erhalt ihrer schwindenden Lebensgrundlagen. Lebensmittel sind knapp und es gibt kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Aktuelle Zahlen

19,7 Millionen Menschen benötigen Grundversorgung
Fast 18 Millionen Menschen benötigen sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen
Über 3 Millionen Menschen wurden bereits durch Konflikte vertrieben

Situation vor Ort: Ein Land am Rande des Ruins

Schon bevor der Konflikt im März 2015 ausbrach, zählte der Jemen zu den ärmsten Ländern im Nahen Osten. Fünf Jahre Krieg haben das Land fast gänzlich zerstört - eine humanitäre Tragödie, die sehr schnell ein unvorhersehbares Ausmaß erreichte. Heute sind von 29.3 Millionen Jemeniten fast 24 Millionen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, viele davon auf akute und lebensrettende Nothilfe. Aktuell sind etwa 18 Millionen Menschen von starker Nahrungsmittelunsicherheit betroffen. Wie so oft sind es insbesondere Frauen und Kinder, die diese Katastrophe besonders hart trifft:

Aktuell gelten 2.9 Millionen Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter als stark unterernährt. 400.000 Kinder in dieser Statistik sind unter 5 Jahre alt und so unterernährt, dass sie täglich mit dem Tod ringen.

Hinzu kommt der mangelhafte Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Dieser Mangel gilt als Hauptursache für die Ausbrüche von Cholera-Epidemien, die im Land immer wieder auftreten und kaum zu bändigen sind. Vor allem ländliche und schwer zugängliche Gebiete sind davon besonders schwer betroffen.

Weitere 16.4 Millionen Menschen benötigen humanitäre Unterstützung für grundlegende medizinische Versorgung, denn weniger als die Hälfte der Krankenhäuser sind funktionsfähig. Zudem sind fast Krankenhäuser maßlos überfüllt.

So hilft Islamic Relief

Islamic Relief ist seit über 20 Jahren im Jemen aktiv und setzt die lebensrettende Arbeit auch während des katastrophalen Konflikts fort. Allein im vergangenen Jahr hat das internationale Netzwerk in ca. siebzehn Provinzen, inklusive schwer erreichbaren Gebieten, mehr als 2,6 Millionen gefährdete Menschen unterstützt. Mit Deiner Unterstützung kämpfen wir gegen die Mangelernährung von Säuglingen, ermöglichen Zugänge zu sauberem Trinkwasser sowie sanitären Einrichtungen und schaffen medizinische Abhilfe im Kampf gegen Cholera. Dabei haben wir auch immer die Hilfe zur Selbsthilfe im Blick: Wir möchten langfristig und nachhaltig helfen und unterstützen deshalb Familien bei der Wiedererlangung ihrer Lebensgrundlagen.


Wasser & Sanitär

Sauberes Trinkwasser wird gemeinsam mit lokalen Partnern vor Ort zur Verfügung gestellt.

Medizinische Versorgung

Seit dem Ausbruch der Cholera-Epidemie liefert Islamic Relief medizinische Nothilfe.

Lebensmittelhilfe

Warme Mahlzeiten werden von Islamic Relief an hungernde Menschen verteilt.