25.04.2016 |

Zwischen August 2015 und April 2016 erfolgten bereits zahlreiche Aktionen weltweit

Am Freitag, dem 22. April 2016, nahm Islamic Relief Worldwide an der feierlichen Unterzeichnung des Paris-Abkommens zum Klimaschutz des UN-Sekretariats in New York teil. Eine kleine Delegation von religiösen Vertretern konnte zu diesem Anlass dem Präsidenten der Generalversammlung der Vereinten Nationen die islamische Deklaration zum Klimawandel übergeben. Die Treuhänder des Kuratoriums von Islamic Relief Worldwide, Lamia Al Amiri und Mohamed Amr Attawia, waren anwesend. Mehr dazu finden Sie hier.

Hintergrund dieses Anlasses ist, dass im August 2015 beim internationalen Klima-Symposium in Istanbul die islamische Deklaration zum Klimawandel von 60 religiösen Vertretern aus über 20 Ländern unterzeichnet wurde. Seitdem hat es zahlreiche Bemühungen gegeben, die Ziele der Deklaration umzusetzen. Unter anderem ging es darum, Muslime wie auch die Zivilgesellschaft und religiöse Autoritäten für den Klimawandel zu sensibilisieren. Es wurden bisher folgende Maßnahmen dazu umgesetzt (Auswahl):

• Unterzeichnung der Deklaration durch die zwölf größten muslimischen Autoritäten in Subsahara-Afrika, dem Nahen Osten und Nordafrika, Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika

• Das Toolkit zum Klimawandel aus islamischer Perspektive wurde von Islamic Relief Worldwide produziert und herausgegeben, um Gemeinden zu mobilisieren, damit sie wiederum in lokalen Moscheen, Gemeinden und religiösen Autoritäten Bewusstsein dafür schaffen, dass der Klimawandel auch eine islamische Angelegenheit ist und etwas dafür getan werden muss. Das Toolkit ist hier zu finden.

Freitagspredigten (Khutba) zur Sensibilisierung der Gemeinde 

• Einige britische Organisationen schlossen am 8. September 2015 als Mitglieder des „Muslim Climate Action“ (MCA) und Teilhaber des Symposiums in Istanbul im Unterhaus ein Bündnis zur weiteren Zusammenarbeit.

• Die Islamische Gemeinschaft Nordamerikas (ISNA) erwähnte während ihres 52. Jahrestreffens vom 4. bis 7. September in mehreren Reden die Deklaration.

• Als Reaktion auf die Deklaration haben sich Vertreter der sechs großen Religionen in Indonesien – Gelehrtenrat (Islam), Verbund der Kirchen, die buddhistische Gemeinde, der Hindu-Rat - zusammengetan, um dem Klimawandel gemeinsam mit ihren Gemeinden entgegenzutreten. Das Bündnis nennt sich „Indonesiens Bewegung zur Rettung der Erde“ (IBMB).

In Malaysia fand ein Dialog zwischen Muslimen und Andersgläubigen zur Deklaration statt, und ein interreligiöser Aktionsplan für die Mobilisierung zum Klimawandel wurde gegründet.

• Am 28. Oktober 2015 führte der französische Rat der Muslime auf einer großen Veranstaltung in Paris zum Klimawandel eine Pressekonferenz mit Vertretern aus der Zivilgesellschaft durch.

• Die „Asian Resource Foundation“ organisierte am 2. und 3. November eine Folge-Konsultation in Bangkok, um zivilgesellschaftlichen Organisationen, die nicht bei der Konferenz in Istanbul waren, die Deklaration vorzustellen und mögliche Wege zur Stärkung der Lobbyarbeit zu diskutieren

• Am 7. November 2015 fand ein Workshop in Abuja, Nigeria statt, um das Bewusstsein für die Deklaration zu stärken; unter anderem waren der Oberste Rat für muslimische Angelegenheiten, Regierungsstellen, der leitende Imam der nationalen Moschee, Medien und Grassroots-Aktivisten anwesend.

• Islamic Relief Südafrika und das internationale Friedens-College in Südafrika (IPSA) führten in Zusammenarbeit mit den Muslimen für Öko-Gerechtigkeit im November 2015 das zweite Jahres-Seminar zur Umweltgerechtigkeit im Islam durch. Hundert interreligiöse Vertreter diskutierten dort über die Deklaration und Maßnahmen.

• Der ehemalige südafrikanische Botschafter in den USA Ebrahim Rasool sprach am 25. September 2015 in der Kathedrale in Washington bei einer Zusammenkunft zum Thema Klimawandel aus religiöser Sicht über die Deklaration.

• Das Berkeley-Zentrum für Religion, Frieden und globale Angelegenheiten sowie die Stelle für Religion und globale Angelegenheiten des U.S.-Außenministeriums führten ein Symposium zu Religion und Klimawandel am 9. und 10. November 2015 durch. Dort wurde mit zahlreichen religiösen und staatlichen Vertreten die Verbindung von Glaube, Wissenschaft und Politik in Bezug auf den Klimawandel diskutiert.

• Am 28. November 2015, dem Tag des UN-Klimagipfels in Paris, schloss sich Islamic Relief etwa 400 religiösen Vertretern, Delegierten und Aktivisten aus aller Welt an, um die Petitionen aus der ganzen Welt zu überbringen. Islamic Relief ist ein leitendes Mitglied von „Muslim Climate Action“ (MCA) in Großbritannien, die sich für Aktionen gegen den Klimawandel anhand der islamischen Deklaration zum Klimawandel einsetzt.

Es wurden bereits viele Maßnahmen zur Umsetzung der Deklaration ergriffen.