28.04.2015 |

Islamic Relief hilft vor Ort

Das internationale Islamic Relief-Netzwerk leistet Hilfe für die Betroffenen des verheerenden Erdbebens in Nepal. Helfer des Disaster Response Teams von Islamic Relief sind bereits vor Ort.

Das internationale Islamic Relief-Netzwerk stellt 70.000 Euro Soforthilfemittel aus seinem Nothilfefonds zur Verfügung. Islamic Relief Deutschland beteiligt sich an der Hilfe mit zunächst 10.000 Euro für erste Soforthilfemaßnahmen und ruft nun zu Spenden für die Erdbebenopfer auf. Geplant sind Hilfslieferungen in den Bereichen Nahrungsmittel, Notunterkünfte (Zelte), Wasserversorgung, sanitäre Anlagen und Non-Food-Artikel wie Hygiene-Sets.

Am Samstag den 25. April hat ein schweres Erdbeben von 7,9 auf der Richterskala die Region getroffen, dem schwersten seit 80 Jahren. Nach ersten Angaben gibt es weit mehr als 4.400 Todesopfer (Stand: 28.04.2015), viele davon in der Hauptstadt Kathmandu und deren Umgebung. Mehr als 8.000 Menschen wurden verletzt, etliche wurden verschüttet und sind noch nicht geborgen worden. Die Opferzahlen steigen weiter an. Auswirkungen des Bebens waren auch in Pakistan, Indien, China und Bangladesch zu spüren. Zahlreiche Gemeinden sind ohne Wasser und Nahrungsmittel, und viele Menschen - geschätzt 1,6 Millionen - sind obdachlos geworden. Hunderttausende Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. Das gesamte Ausmaß der Schäden kann noch nicht abschließend bemessen werden. Da die Flugplätze von Kathmandu noch geschlossen sind, ist das Team von Islamic Relief auf dem Landweg in die Katastrophenregion gereist. Ihm sollen weitere Experten von Islamic Relief folgen, sobald die Zugänglichkeit der Katastrophenregion sich verbessert hat.
Als Mitglied des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ schließt sich Islamic Relief Deutschland dem vom Bündnis ausgerufenen gemeinsamen Einsatzfall an.

Der Einsatzleiter von Islamic Relief in Nepal, Akmal Shareef, sagte:
Alle Bewohner des Tals von Kathmandu stehen unter Schock. Menschen verbringen die Nächte unter offenem Himmel. Die Zerstörungen sind unermesslich. Ich selbst habe Bhaktapur besucht, das historische Zentrum des Tals. Schätzungsweise 300 Häuser wurden zerstört, die Zahl der Toten steigt immer weiter an. Bis jetzt sind es in Bhaktapur etwa 300 Tote, manche sagen sogar 500. Ich habe mit Gemeindemitgliedern gesprochen, und sie benötigen dringend Notunterkünfte. Die Wetterbedingungen sind ungünstig, in den letzten zwei Tagen hat es geregnet. Viele Gebiete sind noch immer unzugänglich. Das Team von Islamic Relief ist vor Ort und untersucht den aktuellen Bedarf der lokalen Bevölkerung. Es ist absehbar, dass die notwendigen Hilfsleistungen sehr umfangreich sein werden.

Helfen Sie jetzt den Erdbebenopfern in Nepal mit Ihrer Spende!

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Die Zahl der Toten und Verletzten des verheerenden Erdbebens in Nepal steigt immernoch an.