Halbtiefe Brunnen sind zwischen 45 und 90 Meter tief.


Sie werden in der Region Sylhet in Bangladesch gebaut und in den Unterdistrikten Ishakalas, Ranikhai Uttar und Telikhal Union errichtet.


Ein halbtiefer Brunnen pumpt in einer Minute ca. 30 bis 40 Liter Wasser.


Mit einem Brunnen durchschnittlich 15 Haushalte versorgt (etwa 80 Personen).


Von dem gesamten Brunnenprojekt werden 6.000 Haushalte bzw. Familien profitieren.


Bei den Halbtiefbrunnen wird mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 15 Jahren bei regelmäßiger Wartung gerechnet.



In einigen Regionen von Bangladesch gibt es Probleme mit übermäßiger Salz-, Arsen- und Eisenbelastung im Grundwasser, hinzu kommt ein weiter sinkender Wasserspiegel. Von diesem Zustand sind besonders Menschen betroffen, die in ohnehin in Armut leben.

Islamic Relief hat eine Bedarfsanalyse über den Ausgangszustand erstellt, die einen Überblick über die sozioökonomischen und ökologischen Bedingungen im Projektgebiet beinhaltet. Die Studie dauerte von März 2015 bis April 2015. Insgesamt wurden 340 begünstigte Haushalte aus dem Projektgebiet befragt.

Im Oktober 2015 erfolgte eine weitere Studie.

Hauptergebnisse der Studien:

Nur rund 20 Prozent der Haushalte verfügen über eine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Im Projektgebiet haben rund 60 Prozent der Haushalte keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Viele müssen ihr Trinkwasser von weit her holen. Die bestehenden Wasserversorgungsanlagen sind oft nicht überschwemmungssicher, und in der Trockenzeit sinkt die Wasserverfügbarkeit. Die Haushaltsmitglieder litten unter verschiedenen Arten durch Wasser übertragener Krankheiten: Durchfall, Gelbsucht, Ruhr, Hautkrankheit, Würmern, Typhus und Cholera sind die häufigsten Arten von Krankheiten in dieser Reihenfolge.

Mehr Infos...

Für die Planung dieses Projektes wurde neben den Ergebnissen der oben genannten Studien eine tiefer gehende Bedarfsanalyse durchgeführt, bei der das Gesundheitsministerium, lokale Institutionen von 15 Distrikten sowie verschiedene Nichtregierungsorganisationen konsultiert wurden. Aus diesem Prozess wurden 40 Gemeinden ausgewählt, die den höchsten Bedarf an Wasserzugang und Sanitäranlagen haben.

Brunnenbau und Gesundheitsversorgung in Bangladesch

Besonders in der Region Sylhet ist die Bevölkerung von verseuchtem Wasser betroffen und auf neue Brunnen und Latrinen angewiesen. Islamic Relief möchte in den betroffenen Gebieten nachhaltige Projekte etablieren und fördern. Im Rahmen der dortigen Projekte ist eine der Komponenten auch der Bau von Brunnen sowie von Latrinen (Sanitäranlagen) zur Verbesserung der Hygiene. In den Unterdistrikten Ishakalas, Ranikhai Uttar und Telikhal Union der Region Sylhet ist der Bau von insgesamt 400 halbtiefen Brunnen und insgesamt 400 Latrinen vorgesehen.

Islamic Relief gibt Ihnen die Möglichkeit, alleine oder gemeinsam mit anderen einen Brunnen zu spenden und dabei auch eine Widmung anzugeben, die später am Brunnen hinterlassen wird. Außerdem spenden Sie mit jedem Brunnen auch automatisch eine Latrine. Sanitäre Anlagen sind für die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und damit die Vorbeugung von Krankheiten enorm wichtig.


Wasser- und Sanitärprojekte


Brunnenbilder

Brunnen-Videos



In diesem Jahr werden die Brunnen in der Region Sylhet in Bangladesch gebaut, in den Unterdistrikten Ishakalas, Ranikhai Uttar und Telikhal Union. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Projektbeschreibung auf dieser Seite.

Islamic Relief Deutschland bietet dieses Jahr gegen eine Spende von 1.540 Euro einen Halb-Tiefbrunnen inklusive einer Latrine an. Sanitäreinrichtungen wie Latrinen sind ebenso wichtig, um grundlegende Hygienestandards einhalten zu können. Die Latrinen werden in einer angemessenen Entfernung zum Brunnen gebaut, um Kontaminationen des Wassers zu verhindern.    

Ein Halb-Tiefbrunnen pumpt in einer Minute ca. 30 bis 40 Liter Wasser. Die Plattform, auf der der Brunnen gebaut ist, besteht aus Stein und ragt ca. 60 cm über den Boden. Dies hat den Zweck, den Brunnen vor Überflutungen durch starken Regen zu schützen, der in dieser Region häufiger vorkommt.   

Es werden insgesamt 400 Brunnen und 400 Latrinen gebaut. Wenn Sie gerne einen Brunnen spenden möchten, dann kontaktieren Sie uns bitte baldmöglichst, da die Anzahl begrenzt ist.

Mit einem Brunnen werden durchschnittlich 15 Haushalte bzw. Familien versorgt. Bei einer durchschnittlichen Familiengröße von 5 Personen, haben im Durchschnitt 80 Personen Zugang zu sauberen Trinkwasser durch einen Brunnen. Je nach Lage des Brunnenbaus kann diese Zahl variieren und deutlich höher (z.B. bei einem Brunnen für eine Schule wurde der Zugang für mehr als 400 Personen ermöglicht) bzw. geringer sein. Letzteres hängt von der Bevölkerungsdichte und dem konkreten örtlichen Bedarf in der Gemeinde ab, denn jeder Brunnen wird von Islamic Relief so angelegt, dass dieser in einer Laufweite von unter 1 km liegt, da das Wasser oft zu Fuß nach Hause transportiert wird. Von dem gesamten Brunnenprojekt 2017-2019 werden 6.000 Familien profitieren.

Bei den Halbtiefbrunnen wird mit einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren bei regelmäßiger Wartung gerechnet.

Zusätzlich zum Bau der Brunnen werden noch weitere notwendige Komponenten mitfinanziert, die für die nachhaltige Nutzung der Brunnen unabdingbar sind:  

-          Zurverfügungstellung von Arsentestboxen vor dem Brunnenbau

-          Zurverfügungstellung von Werkzeugboxen zur Wartung der Brunnen

-          Schulung von 800 Personen, die die Brunnen regelmäßig warten

-          Hygieneschulungen für die Begünstigten, da sie beispielsweise den richtigen Umgang mit Seife nicht kennen

-          1 Latrine

-          Maßnahmen zur Sensibilisierung lokaler Gemeindemitglieder und Regierungsvertreter über die Wichtigkeit von zugänglichen Quellen zu sauberem Trinkwasser und Hygiene

-          Aufbau von Arbeitsgruppen, die für die langfristige Sensibilisierung der örtlichen Bevölkerung sowie für die Nutzung und Wartung der Brunnen und Sanitäranlagen verantwortlich sind

Das Grundwasser in Bangladesch ist in manchen Regionen mit Arsen und Eisen verseucht. Vor dem Bau des Brunnens wird das Grundwasser daher auf Arsen getestet, um die Qualität des Wassers zu gewährleisten. Der Test wird nach der Bohrung durchgeführt. Wird Arsen oder Eisen über dem erlaubten Grenzwert festgestellt, so ist eine neue Bohrung an anderer Stelle notwendig.

Die Funktionalität des Brunnens bleibt durch das Einsetzen eines Teams, das für die Wartung zuständig ist, auf einem guten Niveau. Allerdings können unterschiedliche externe Faktoren dazu führen, dass die errichteten Brunnen nicht unbegrenzt funktionstüchtig bleiben, wie beispielsweise: Witterungsveränderungen, Materialbeständigkeit, Abnutzung oder Veränderungen in der Wasserqualität.

Von den Bedürftigen werden jeweils zwei Brunnenwarte pro Brunnen ausgewählt und für die Instandhaltung des Brunnens geschult. Die Brunnenwarte sind über 45 Jahre alt und körperlich fit. Nach jeder Schulung erhalten sie eine Werkzeugbox, in der zehn Werkzeuge zur Instandhaltung enthalten sind.

Das gesamte Brunnenprojekt wird voraussichtlich im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

Ja, jeder Brunnen wird mit einem Schild versehen, auf dem der Name des Brunnenspenders, sowie dessen Widmung aufgeführt werden kann. Wünscht ein Spender dies nicht, so können eine oder beide Angaben weggelassen werden. Beispielfotos eines Brunnens und der Namensplaketten entnehmen Sie bitte der Projektbeschreibung.

Für den Namen des Brunnenspenders dürfen maximal 25 Zeichen (Buchstaben inkl. Leerzeichen) verwendet werden. Für die Widmung sind maximal 35 Zeichen zulässig.

Die Widmung kann in den Sprachen Englisch, Deutsch und Türkisch (ohne Sonderzeichen) verfasst werden. Außerdem können wir Widmungswünsche auch in Bengali übersetzen lassen, sollten Sie dies wünschen. Weitere Sprachen sind leider nicht möglich.

Die Latrinen werden auf einer erhöhten Ebene mit einer Stufe nahe der Häuser der Begünstigten gebaut. Daher sind die Latrinen auch während des Monsuns nutzbar.

Die meisten Latrinen sind auf einer erhöhten Ebene gebaut und sind dadurch vor Erosion geschützt. Manche Latrinen sind aber aus Platzgründen auch etwas weiter vom Haus entfernt errichtet. Als vorbeugende Maßnahme vor dem Monsun füllen die Begünstigten die erhöhte Plattform der Latrinen mit Erde oder Schlamm auf, um sie zu stabilisieren, und sie füllen zusätzlich Plastiksäcke mit Erde oder Schlamm und verwenden mit Bambus, Holz und Pflanzenwuchs umzäunte Plastikplanen zur Stabilisierung des Sockels der Latrine wie auch ihres Grundstücks insgesamt. Es gehört ohnehin zur Praxis der Menschen in der Region, die aufgeschütteten, höher gelegten Sockel ihrer Häuser, Latrinen, Kuhställe oder Gärten regelmäßig zu reparieren oder zu erweitern. Trotz all dieser vorbeugenden Maßnahmen gibt es jedoch nach wie vor ein Restrisiko der Erosion.