Südsudan: Soforthilfe für Betroffene der Hochwassserkatastrophe in Tonj North, Warrap State

Ernährung

Im Jahr 2024 wurde der Bundesstaat Warrap im Südsudan von schweren Überschwemmungen heimgesucht, die erhebliche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung hatten. Bereits im Juli 2024 warnte die südsudanesische Regierung vor den schlimmsten Überschwemmungen seit 60 Jahren, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet wurden. Das Projekt zielt darauf ab, durch die Bereitstellung von Lebensmittelpaketen und wichtigen Hilfsgütern sowie durch Schulungen zu Hygiene und Schutz, die Situation der vom Hochwasser betroffenen Haushalte zu verbessern.

Land: Südsudan

Projektregion: Tonj North County, Warrap State

Begünstigte: 9.900 am stärksten vom Hochwasser Betroffene sowie Menschen im am stärksten betroffenen Überschwemmungsgebiet, Binnenflüchtlinge, Rückkehrerinnen und Rückkehrer

Dauer: 17.12.2024-17.06.2025 (6 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Südsudan

Budget: 425.362 EUR

Projektziel:
Das Projekt zielt darauf ab, den Zugang zu Grundnahrungsmitteln und anderen Gütern für die vom Hochwasser betroffenen Haushalte zu verbessern.

Wirkung:
Verbesserung des Zugangs zu Grundnahrungsmitteln und anderen Gütern für 1.650 von der Flut betroffene Haushalte

  • Bereitstellung von Lebensmittelpaketen (Sorghum, Bohnen, Speiseöl, Salz) für 1.650 Haushalte
  • Verteilung von WASH-NFIs (Kanister, Plastikeimer, Eimer mit Wasserhähnen, Waschbecken, Wasseraufbereitungstabletten) zur Unterstützung von 1.500 betroffenen Haushalte
  • Verteilung von NFIs für Unterkünfte (Planen, 6 Stangen, Seile, Decken, Schlafmatten, Kochutensilien, Moskitonetze) zur Unterstützung von 1.500 Haushalten
  • Bereitstellung von Maßnahmen zur Sensibilisierung für Hygiene und Schutz, einschließlich Schulungen für Mitarbeiter und Interessengruppen zu PSEA und Schutzmaßnahmen

Insgesamt sind 1,4 Millionen Menschen in Süd Sudan von den Überschwemmungen betroffen, 380.000 wurden vertrieben (Nov. 2024). Vor allem der Norden des Landes ist stark betroffen. Die Überschwemmungen haben Häuser verwüstet, Ernten zerstört, die Bildungs- und Gesundheitsdienste unterbrochen und den Zugang zu wichtigen Einrichtungen eingeschränkt, wodurch das Risiko des Ausbruchs von Krankheiten steigt. Berichten zufolge sind seit Beginn der Regenzeit im Juni vermehrt Fälle von Malaria, Atemwegsinfektionen, akuter wässriger Diarrhöe und Schlangenbissen aufgetreten. Die Vertriebenen suchen Zuflucht bei Verwandten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kirchen oder suchen Schutz im Freien an Straßenrändern. Die von den Überschwemmungen betroffene Bevölkerung war nicht in der Lage, ihr Land und ihr Vieh zu bewirtschaften, was ihre Gefährdung noch verschlimmert hat. Die humanitäre Lage wurde durch die Zerstörung von Ernten und die Vertreibung von Familien weiter verschlimmert, was zu Nahrungsmittelknappheit und erhöhtem Risiko von Krankheiten führte. Alle 6 Bezirke der Warrap-Region sind von den Überschwemmungen betroffen. Einige Ernten im Tiefland wurden zerstört und der Zugang zu medizinischer Versorgung, Wasser und sanitären Einrichtungen wurde beeinträchtigt, wodurch Rückkehrer und Binnenflüchtlinge noch stärker gefährdet sind. Die Bezirke Tonj Nord, Gogrial Ost, Gogrial West, Twic, Tonj Süd und Tonj Ost sind am stärksten betroffen. Die Situation wird sich aufgrund der steigenden Wasserstände der Flüsse wahrscheinlich noch verschlimmern. Es kam zu Konfliktbedingten Vertreibung aufgrund von Gewalt zwischen den Gemeinschaften.