Südsudan: Humanitäre Soforthilfe für Binnenvertriebene, die infolge bewaffneter Konflikte vertrieben wurden und aufnehmende Gemeinden in Bazia Payam, Wau County. (ERCAP)

Wasser & Sanitär, Gesundheit, Ernährung

Im Mittelpunkt stehen die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Notunterkünften und WASH-Hilfe (Wasser, Hygiene & Sanitär) sowie Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung, zum Schutz besonders vulnerabler Gruppen und zur Wiederherstellung der grundlegenden Wasserversorgung. Begünstigte sind Binnenvertriebene, die infolge bewaffneter Konflikte vertrieben wurden und aufnehmende Gemeinden in Bazia Payam, Wau County. Die Lebensbedingungen dieser besonders vulnerablen Haushalte soll verbessert und die humanitären Auswirkungen der Vertreibung verringert werden.

Land: Südsudan

Projektregion: Bazia Payam, Wau County

Begünstigte: 1.600 besonders vulnerable Haushalte (80 % Binnenvertriebene, 20 % aufnehmende Gemeinden)

Dauer: 01.07.2026–31.12.2026 (6 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Südsudan

Budget: 425.000 Euro

Projektziel 1: Verbesserung des Zugangs zu ausreichender Nahrungsmittelversorgung sowie grundlegenden Haushalts- und Shelter-Hilfsgütern für besonders betroffene Haushalte.

Projektziel 2: Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen durch die Wiederherstellung von Wasserinfrastruktur sowie die Bereitstellung von WASH-Hilfsgütern und Hygieneaufklärung.

Projektziel 3: Verbesserung des Zugangs zu grundlegenden Gesundheits- und Ernährungsdiensten sowie Verringerung gesundheitlicher Risiken durch die Bereitstellung essenzieller Medikamente und Gesundheitsmaßnahmen.

  • Verteilung von Lebensmittelpaketen an 1.600 Haushalte.
  • Bereitstellung von Shelter- und Non-Food-Items für 1.600 Haushalte.
  • Verteilung von WASH-Hygienekits an 1.200 Haushalte sowie Durchführung von Hygieneschulungen.
  • Rehabilitation von fünf Bohrlöchern und Schulung von fünf Wasserkomitees.
  • Bereitstellung essenzieller Medikamente zur Unterstützung mobiler Gesundheits- und Ernährungsdienste.
  • Verteilung von 1.000 Würde-Kits an Frauen und Mädchen.
  • Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen zu psychosozialer Unterstützung, PSEA (Schutz vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch) und Safeguarding.

Der Südsudan zählt weiterhin zu den schwersten humanitären Krisen weltweit. Anhaltende bewaffnete Konflikte, klimabedingte Schocks, wirtschaftliche Instabilität und eine chronische Ernährungsunsicherheit führen dazu, dass Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Gleichzeitig beeinträchtigen Finanzierungslücken die Fähigkeit humanitärer Organisationen, den wachsenden Bedarf zu decken.

Im Oktober 2025 wurden infolge bewaffneter Auseinandersetzungen im Nagero County (Western Equatoria) rund 16.000 Menschen nach Bazia Payam im Wau County vertrieben. Die neu angekommenen Binnenvertriebenen leben überwiegend in provisorischen Unterkünften und sind auf die Unterstützung der ohnehin ressourcenarmen Aufnahmegemeinden angewiesen. Der plötzliche Bevölkerungszuwachs überlastet die vorhandenen Wasserstellen, Gesundheits- und Ernährungsdienste sowie sanitären Einrichtungen erheblich. Viele Familien haben ihre Häuser, Ernten, Vieh und andere Existenzgrundlagen verloren und verfügen nur über eingeschränkten Zugang zu Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser. Besonders gefährdet sind Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, die einem erhöhten Risiko von Krankheiten, Unterernährung sowie geschlechtsspezifischer Gewalt und anderen Schutzrisiken ausgesetzt sind.