Indonesien: Nothilfe nach Tsunami in Banten

Nothilfe

1.500 Haushalte erhalten durch das Projekt in der Provinz Banten, die vom Vulkanausbruch und dem Tsunami betroffen sind, humanitäre Hilfe. Begünstigt sind Familien, die nicht in ihre Dörfer zurückkehren können und deshalb in kollektiven Übergangsunterkünften untergebracht sind. Die Unterstützung besteht vorwiegend aus der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Wasser, Non-Food-Items und anderen Grundgütern.

Gleichzeitig werden Vorbereitungen für mögliche weitere Gefahren in naher Zukunft getroffen. Hierzu gehören beispielsweise die Auffüllung von Lebensmittelvorräten, die Bereitstellung von Werkzeugen und Ausstattung für Mitarbeiter, sowie Mitarbeiterschulungen und -übungen für schwere Notsituationen durch einen weiteren Vulkanausbruch.

Von der direkten humanitären Hilfe durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen profitieren 1.000 Haushalte (4.000 Personen).  Von der Verteilung von Shelter-Kits profitieren 500 Haushalte (2.000 Personen). Das Projekt wird vom 01.02.2019-31.05.2019 durchgeführt.

Land: Indonesien

Ort:  Banten

Begünstigte: Insgesamt 6.000 Personen: Komponente 1: 1.000 Haushalte (4.000 Personen) von Lebensmitteverteilung; Komponente 2: 500 Haushalte (2.000 Personen) von Shelter-Kits

Projektziel: Durch das Projekt  können betroffene Menschen nach der Verteilung der Hilfsgüter würdevoll leben. Gefährdete Menschen erhalten im Falle eines erneuten Vulkanausbruchs innerhalb von 48 Stunden Schutz. 

Projektdauer: 01.02.2019-31.05.2019

Implementierungspartner: Islamic Relief Indonesien und PKPU

Gesamtkosten: 81.500 €, 22.593 € (Eigenanteil von Islamic Relief Deutschland)

 

Durch das Projekt  können betroffene Menschen nach der Verteilung der Hilfsgüter würdevoll leben. Gefährdete Menschen erhalten im Falle eines erneuten Vulkanausbruchs innerhalb von 48 Stunden Schutz.  So werden in der Region eine größere Zufriedenheit unter den Binnenflüchtlingen und vor allem ein besseres Sicherheitsgefühl hergestellt.

Für die Bereitstellung der Grundbedürfnisse werden 1.000 Pakete mit folgenden Inhalten an 1.000 Haushalte verteilt:

Gekochtes Essen, Babynahrung, 1 Decke, 1 Plastikmatte, 10kg Reis, 1,5kg Eier, 1kg Zucker, 1 Flasche Sojasauce, 1 Paket Salz, 1 Medikamenten-Set mit Paracetamol und Eukalyptusöl

 

500 Haushalte erhalten für den Notfall: 

Atemmasken, 1 Plane, 10 Evakuierungs-Sets

Zudem nehmen die Haushalte an einer Evakuierungsübung teil

 

Weniger als drei Monate nach dem tragischen Tsunami in Sulawesi erlebte Indonesien zum Ende des Jahres 2018 eine weitere Katastrophe. Die Gemeinden in Banten und Lampung wurden von einer riesigen Welle getroffen, die aufgrund verschiedener Naturereignisse in der Nacht des 22. Dezembers an Land spülte. Ca. 426 Menschen verloren ihr Leben 7.202 wurden verletzt und 23 Personen werden seither vermisst. Um die 1.296 Häuser wurden zerstört. 

Man geht von ungefähr 40.386 Menschen aus, die ihr Zuhause verlassen und in die Evakuierungszentren fliehen mussten. Diese Zahl ist jedoch nicht konstant, da die Leute je nach Situation kommen und gehen. Binnenflüchtlinge haben Angst, in ihre Häuser zurückzukehren, da sie einen weiteren Tsunami, eine Flutwelle oder einen Vulkanausbruch fürchten. Fast täglich gibt es starke Regenfälle, die das Land zum Teil überfluten und die Situation nur noch verschlimmern. Wenn sich die Wetterlage bessert, kehren viele wieder in ihre Häuser zurück. Der Anak Krakatau wurde von der Regierung mit der zweithöchsten Warnstufe versehen. Es ist möglich, dass es in nächster Zeit zu einem gravierenderen Vulkanausbruch kommt. 

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