Fakten zum Projekt

Land: Afghanistan

Orte: Provinz Kabul, Nangarhar, Bamyan und Balkh 

Begünstigte: 7.000 Familien (49.000 Personen)

Projektziel: Von Armut betroffene Familien gegen den harten afghanischen Winter schützen, um die Anzahl der Todesopfer durch Erfrieren zu vermindern. Von der Dürre betroffenen Familien, Binnenflüchtlinge und Vertriebene, vor allem Kinder und Frauen, werden mit Nahrungsmitteln versorgt.

Projektdauer: 15.11.2018-31.03.2019

Implementierungspartner: Islamic Relief Afghanistan

Gesamtkosten: 49.998,52 Euro

Überblick

 

Die Winterhilfe setzt bei den dringendsten Nöten der begünstigten Menschen an: Es muss sichergestellt werden, dass die Menschen genug Wärme erhalten, um sie vor Unterkühlung und kältebedingten Krankheiten zu schützen. Hierfür werden Decken an die bedürftigen Menschen verteilt. Außerdem werden Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt. Die Hilfe richtet sich an Familien, die aufgrund hoher Lagen, Temperatur und Wetterbedingungen besonders anfällig für schlechte klimatische Bedingungen sind. Darunter fallen folgende Familien:

 

- die von Dürre betroffen sind,

- die kein Dach über dem Kopf haben,

- die in kaputten, provisorischen und schlechten Unterkünften untergebracht sind,

- die von Zwangsräumung bedroht sind,

- die in selbst verwalteten Siedlungen leben,

- die zwangsumgesiedelt werden und dringend Hilfe dabei benötigen einen Unterschlupf zu finden

- mit geringem Einkommen und ohne Vater.

 

Wie die Hilfe konkret aussehen wird, hängt von den spezifischen Bedürfnissen und dem örtlichen Kontext ab. Im Projekt wird auf bestimmte Umstände und Bedürfnisse geachtet, wie gefährdete Familien, Eigentumsrechte, Verantwortlichkeit gegenüber den Betroffenen, Rechte von Frauen, Menschen mit Behinderung und vieles mehr.

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Die Familien sind vor den extremen Wetterbedingungen im Winter geschützt und vor allem für Kinder, schwangere und stillende Frauen, sowie für ältere Menschen haben zwei Monate lang genug zu essen. So wird das Überleben der Menschen, die von Dürre betroffen sind, von Binnenflüchtlingen, Rückkehrern und anderen besonders gefährdeten Menschen in Afghanistan gesichert, bei gleichzeitiger Wahrung der Würde.

 

• 1.500 Familien erhalten Nahrungsmittelpakete und Decken in der Provinz Bamyan

• 2.000 Familien erhalten Nahrungsmittelpakete und Decken in der Provinz Kabul

• 2.000 Familien erhalten Nahrungsmittelpakete und Decken in Nangarhar

• 1.500 Familien erhalten Nahrungsmittelpakete und Decken in Balkh

 

 

 

 

Die äußerst komplexe humanitäre Notlage in Afghanistan ist gekennzeichnet durch den eskalierenden Konflikt, der zur Vertreibung von über einer Million Menschen geführt hat. 2018 benötigen 3,3 Mio. Menschen lebensrettende Unterstützung. Während der Konflikt zwischenzeitig als gering eingestuft wurde, hat die UN das Land aufgrund des eskalierenden Krieges wieder als Land mit aktiven Konflikten eingestuft. Vertreibung großer Teile der lokalen Bevölkerung ist die Folge – 2017 wurden 360.000 Menschen vertrieben - gleichzeitig sind 546.000 Menschen nach Afghanistan zurückgekehrt, was das Land vor weitere Herausforderungen stellt. Zudem kam es im Winter 2017/18 fast im ganzen Land zu Niederschlagsdefiziten von 70 Prozent. Zum fünften Mal in Folge wurde dadurch die Aussaat von Weizen (Oktober-Februar) beeinträchtigt. Das Land ist von Dürre betroffen. Diese Dürre wirkt sich vor allem massiv auf Bauern aus, die sowieso schon keinen sicheren Zugang zu Nahrungsmitteln haben (ungefähr 2,2 Millionen Menschen). Darunter werden 1,4 Millionen Menschen sein, die gar keinen Zugang zu Nahrungsmitteln haben werden und über die nächsten Monate bis in die nächste Dürreperiode hinein auf Nothilfe angewiesen sein werden.