Afghanistan: Nothilfe zur Bewältigung der Krise der Ernährungsunsicherheit

Nothilfe: Ernährung

Das Projekt zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit der von Dürre, Konflikten und COVID-19 betroffenen Haushalte zu verbessern. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Flüchtlinge und Repatriierung, dem Wirtschaftsministerium und dem Ministerium für Arbeit und Soziales durchgeführt. Im Rahmen des Projekts werden Lebensmittelpakete (Nach Standard des Food and Agriculture Clusters - FSAC) verteilt, die Weizenmehl (60 kg), Öl (6 Liter), Hülsenfrüchte (14 kg), Reis (29 kg), Zucker (6 kg) und Salz (1 kg) enthalten.

Land: Afghanistan

Orte: Provinz Kabul

Begünstigte: 777 gefährdete Haushalte (5.439 Personen)

Projektziel: Verbesserung der Ernährungssicherheit von 777 Haushalten durch die Bereitstellung von Lebensmittelpaketen

Projektdauer: 01.09.2021 – 31.10.2021 (2 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Afghanistan

Gesamtkosten: 100.000 Euro (Eigenmittel)
 

Verbesserung der Ernährungssicherheit von 777 Haushalten durch die Bereitstellung von Lebensmittelpaketen

Das Projekt wird zur Verbesserung der Ernährungssicherheit betroffener Menschen in Afghanistan beitragen. Das Nahrungsmittelpaket wird dazu beitragen, den Mangel an Nahrungsmitteln für einen Monat zu decken, was die Haushalte dabei unterstützen wird, sich von der Krise zu erholen und ihre Fähigkeit zu verbessern, weitere Krisenzeiten zu bewältigen.

 

777 Haushalte erhalten und nutzen die Lebensmittelpakete

Vierzig Jahre Konflikt ohne Anzeichen auf ein Ende, wiederholte Naturkatastrophen, Vertreibung, wachsende Armut, steigende Lebensmittelpreise und die COVID-19-Pandemie haben der afghanischen Bevölkerung schwer zugesetzt. Der Konflikt verursacht nach wie vor schwere körperliche und psychische Traumata und zwingt jedes Jahr Hunderttausende von Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat.

Bis Mitte 2021 hat der drastische Rückgang der Niederschläge in 25 Provinzen Afghanistans zu einer Nahrungsmittel- und Wasserknappheit geführt, wie es sie seit der Dürre von 2018 nicht mehr gegeben hat. Die Dürre kommt zu einer Zeit, in der Afghanistan von einer Welle von COVID-19 und eskalierenden Konflikten heimgesucht wird. Die Ernährungsunsicherheit hat ein extremes Ausmaß erreicht, so dass Afghanistan weltweit die zweithöchste Rate an Nahrungsmittelnotfällen aufweist. Die hohen Lebensmittelpreise erschweren den Zugang der Haushalte zu Nahrungsmitteln und ihre Kaufkraft weiter, insbesondere derjenigen, die bereits unter der Armutsgrenze leben. Laut dem Humanitarian Response Plan für Afghanistan 2021 benötigen 18,4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe - das ist fast die Hälfte der Bevölkerung. Die Ernährungssicherheit der afghanischen Bevölkerung wird in den kommenden Monaten eine Herausforderung sein. 9,4 Millionen Menschen befinden sich von Juni bis November 2021 in einer Krise oder einer Notsituation der Ernährungsunsicherheit. In jüngster Zeit sind die Lebensmittelpreise aufgrund der politischen Instabilität, des Einfrierens des IWF, der fehlenden Importe aufgrund der Schließung der Grenzen und der Übernahme der Flughäfen durch die USA sowie der Schließung der Banken über einen langen Zeitraum hinweg gestiegen.

 

 


 

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