Äthiopien: Lebensmittelunterstützung für von der Dürre betroffene Haushalte in den Bezirken Hargele und Dubuluk

Projektkategorie (Gesundheit, Bildung etc.)

Das Projekt wird in den Bezirken Hargele in der Afder-Zone und Dubuluk in der Borena-Zone durchgeführt, in denen die Hirtengemeinden am stärksten betroffen sind. Mehr als 90% der Bevölkerung in den beiden Bezirken sind Viehzüchter, die sowohl für ihre Ernährung als auch für ihr Einkommen auf Viehzucht angewiesen sind. Ein großer Teil ihres Viehbestands wurde durch die wiederkehrende Dürre vernichtet, da die Tiere verendet sind. Daher liegt der Schwerpunkt des Hilfsprojekts vor allem auf WASH (Transport und Bereitstellung von Wasser für Binnenflüchtlinge) und Verteilung von Bargeld für mehrere Zwecke entsprechend dem nationalen Standard, sodass jeder Haushalt seinen Grundbedarf für mindestens 3 Monate bzw. 90 Tage decken kann. So kann die Wasserversorgung von insgesamt 24.000 Personen über einen Zeitraum von 30 Tagen sichergestellt werden; insgesamt 800 Haushalte (4.800 Personen) erhalten über einen Zeitraum von drei Monaten Bargeld.

Land: Äthiopien

Ort: Afder-Zone in der Somali-Region, Bezirk Hargele, und Borena-Zone in Oromia, Bezirk Dubuluk

Begünstigte: 28.800 Personen

Projektziel: Eindämmung von durch die Dürre verursachte Hungersnot

Gesamtkosten: 400.000 Euro

Projektdauer: 10.01.2023-28.06.2023 (6 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Somalia

Die durch die Dürre notleidenden Menschen können sich mit Wasser versorgen. Sie können sich durch das verteilte Bargeld lebenswichtige Nahrungsmittel auf dem Markt kaufen. Ihre Not wird dadurch gelindert.

Ziele:

Die Ernährungsunsicherheit von 800 Haushalten (4.800 Personen) in den von Dürre betroffenen Bezirken Dubuluk und Hargele wird über drei Monate durch die Verteilung von Bargeld verringert. Außerdem werden 24.000 Personen dort mit Trinkwasser durch Wassertransporter versorgt.

Wirkung:

Durch die Krise hervorgerufene negative Bewältigungsstrategien werden vermieden und die Familien können ihre Mahlzeiten diversifizieren und häufiger zu sich nehmen. Ihre überlebenswichtige Trinkwasserversorgung ist außerdem gewährleistet.

  • Auswahl der Begünstigten
  • Verteilung von Bargeld an die Begünstigten
  • Transport von Wasser zu den Begünstigten
  • Überwachung nach der Verteilung

Landesweit sind 9,88 Millionen Menschen von Dürre betroffen, davon 3,5 Millionen in der Somali-Region. Die Hauptauswirkung dieser schweren Dürre ist die verheerende Nahrungsmittelunsicherheit mit Hungersnöten. Es wurde berichtet, dass insgesamt 3,5 Millionen Menschen aufgrund der Dürre gestorben sind und mehr als 22 Millionen Menschen in Somali, Oromia und den südlichen Landesteilen unter den schweren Bedingungen leiden. Die Viehzüchter, Landwirte und Milchbauern in der Somali-Region im Allgemeinen und in der Fafan-Zone im Speziellen, die für ihre Ernährung und ihr Einkommen (durch den Verkauf von Vieh) auf ihren Viehbestand angewiesen sind, sind von schwerer Nahrungsmittelunsicherheit betroffen. Die Zahl der verendeten Tiere ist erschütternd und beeinträchtigt die Lebensgrundlage der Menschen erheblich. Schätzungen zufolge sind seit Ende 2021 mehr als 4,5 Millionen Tiere verendet, und mindestens 30 Millionen geschwächte und abgemagerte Tiere sind in den nächsten Monaten durch die anhaltende Dürre in Gefahr ebenfalls zu verenden. Dies wird weitere verheerende Folgen für die Gemeinden haben, die für ihre Ernährung, insbesondere für die der Kinder, und für ihr Einkommen stark von der Viehzucht abhängig sind.

Frauen, Kinder, ältere Menschen und andere gefährdete Gemeindemitglieder sind am stärksten betroffen. Viele dieser Menschen haben auf negative Bewältigungsstrategien zurückgegriffen, wie z. B. den Verkauf der wenigen verbliebenen wichtigen Güter, die Verringerung der Qualität und Quantität der Nahrung, die sie zu sich nehmen, die ausschließliche Ernährung von Kindern und älteren Menschen, und einige haben sogar die Weidewirtschaft aufgegeben und sind in die Städte und vorstädtischen Gebiete abgewandert, um Unterstützung von der Regierung und anderen humanitären Akteuren zu erhalten. Die Handelsbedingungen sind für die Viehzüchter ebenfalls ungünstig, da die Menge an Getreide und Nahrungsmitteln, die die Familien durch den Verkauf von Vieh erwerben können, angesichts der schweren Dürre von Tag zu Tag abnimmt. Der körperliche Zustand des Viehs ist schlecht und der Preis sinkt immer weiter, während der Preis für Nahrungsmittel exponentiell gestiegen ist. Diese negativen Handelsbedingungen haben die Kaufkraft der Viehzüchter, Landwirte und Milchbauern weiter geschwächt. In den Gebieten, in denen Landwirtschaft betrieben wird, gab es nun in die vierte Missernte in Folge, weil der Regen ausblieb. Das Zusammenwirken all dieser Faktoren beeinträchtigt nicht nur die derzeitige Lebens- und Ernährungssicherheit der betroffenen bedürftigen Bevölkerung, sondern untergräbt diese auch langfristig.

Die Menschen vor Ort benötigen aufgrund ihrer sehr schwierigen und lebensbedrohenden Lage sofortige lebensrettende Unterstützung. Vorrangig geht es um Nahrungsmittel, da sie aufgrund fehlenden Einkommens, Hyperinflation und fehlender Milch aus ihrer Viehhaltung nicht in der Lage sind, auf dem Markt einzukaufen.