Nothilfe Afghanistan

Erdbeben in der Provinz Kunar

Nothilfe Afghanistan

Erdbeben in der Provinz Kunar

Spende für die Erdbebenhilfe in Afghanistan


In der Nacht zum Sonntag, dem 31. August 2025, hat ein Erdbeben der Stärke 6,0 mehrere Bezirke in Afghanistan erschüttert. Dabei kamen über 800 Menschen ums Leben und Tausende weitere wurden verletzt. Spenden Sie noch heute für die Erdbebenopfer in Afghanistan, um den Betroffenen zu helfen.

Ganze Dörfer wurden ausgelöscht, und die Zahl der Todesopfer steigt weiter, während die Rettungskräfte immer mehr Gebiete erreichen.

Was passiert gerade in Afghanistan?


Das Erdbeben der Stärke 6,0 traf die Provinz Kunar in Afghanistan gegen Mitternacht Ortszeit, als die meisten Familien schliefen. Kinder berichten, dass sie voller Angst aufwachten, als ihre Häuser um sie herum einstürzten, und dass ihre Familien in Panik flohen, um sich in Sicherheit zu bringen.

In den Bezirken Nur Gal, Sawki, Watpur, Manogi und Chapa Dara dieser bergigen Provinz waren Erschütterungen zu spüren. Weitere Beben der Stärke 4,5 ereigneten sich in Basawul in der benachbarten Provinz Nangarhar. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer und Verletzten noch viel höher ist, da die betroffenen Gebiete abgelegen und bergig sind. Die Straßen sind durch Erdrutsche blockiert, sodass die Rettungskräfte einige der am stärksten betroffenen Dörfer nur zu Fuß erreichen oder die Opfer mit Hubschraubern evakuieren können. Ibrahim Ahmed Alhomadi, Programmleiter bei Islamic Relief Afghanistan berichtet:


Ganze Dörfer in Kunar wurden in Schlamm und Trümmer verwandelt, und die Zahl der Todesopfer steigt stündlich... Die Menschen haben alles verloren und benötigen dringend medizinische Versorgung, Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte...“

Werde ein Teil unserer lebensrettenden Arbeit in Afghanistan und spende jetzt!

Islamic Relief ist vor Ort


Islamic Relief hat ein Notfallteam entsandt, um den Überlebenden lebenswichtige Hilfe zu leisten. Derzeit konzentrieren sich die Hilfsmaßnahmen auf Gebiete in der Provinz Kunar, wo grundlegende Gesundheitsdienste wie Mutter-Kind-Versorgung, Wundversorgung, Ernährungshilfe und Traumabehandlung angeboten werden.

Unsere Reaktion in den kommenden Tagen und Wochen wird Folgendes umfassen:

  • Lieferung von Lebensmitteln in Gebieten, in denen die Märkte nicht mehr funktionieren
  • Verteilung von Zelten, Decken, Hygieneartikeln und anderen wichtigen Gütern
  • Aufstellung von mobilen Toiletten
  • Lieferung von Medikamenten und medizinische Versorgung

Deine Spende kann Leben retten. Spende noch heute für die Erdbebenopfer in Afghanistan.


Anfang April 2024 fiel in Afghanistan immer wieder starker Regen. Die heftigen Regenfälle vom 10. Mai 2024 führten zu weitreichenden Sturzfluten in mehreren Gebieten des Landes - besonders betroffenen war die Provinz Baghlan. Die Überschwemmungen haben mehr als 300 Menschenleben gefordert und tausende Häuser zerstört. Riesige Flüsse aus Wasser und Schlamm schwammen plötzlich durch Dörfer, zerstörten lebenswichtiges Ackerland und spülten Häuser weg.

Tausende von Menschen im Norden Afghanistans verloren ihr Obdach. Auch Straßen und landwirtschaftliche Flächen wurden durch die Überschwemmungen zerstört. Die verheerenden Überschwemmungen trafen das Land inmitten einer der größten Nahrungsmittelkrisen der Welt und werden die Gemeinden im Norden Afghanistans zweifelsohne noch tiefer in Armut und Hunger treiben.

Am 7. Oktober 2023 ereigneten sich im Nordwesten Afghanistans, in der Nähe der Stadt Herat, mehrere schwere Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 6,3. Innerhalb weniger Tage kam es zu zwei weiteren Erdstößen.

Behördenangaben berichten darüber, dass dabei mehr als 2.000 Menschen ums Leben kamen und unzählige verletzt wurden. Bei der überwiegenden Mehrheit der Todesopfer handelte es sich um Frauen und Kinder.

Im Distrikt Zindajan, etwa 40 km östlich von Herat, kamen 1.023 Menschen ums Leben und nahezu alle Wohnhäuser wurden vollständig zerstört. Von den schweren Folgen des Erdbebens sind mehr als 19.250 Menschen (3.197 Familien) direkt betroffen.

Mitte September 2023 forderte die pakistanische Regierung an, dass Ausländer ohne gültige Papiere das Land zu verlassen. Eine Entscheidung, die sich auf etwa 1,7 Millionen der 4,4 Millionen afghanischen Flüchtlinge im Land auswirken könnte. Seitdem überquerten über 500.000 Afghanen die Grenze von Pakistan nach Afghanistan und stehen einer ungewissen Zukunft entgegen.

Islamic Relief-Teams in Afghanistan versorgten Neuankömmlinge mit den nötigsten Hilfsgütern wie sauberem Trinkwasser, Bargeld, Notlatrinen und grundlegender Gesundheitsversorgung. Viele der Rückkehrer wurden in Pakistan geboren und waren noch nie in Afghanistan. 40 Prozent von ihnen sind Kinder. Andere Geflüchtete haben keine nahen Verwandten mehr in Afghanistan oder leben seit Jahren nicht mehr dort. Sie haben keinen Wohnraum, keine Nahrung, keinen Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen.

Ein Zustrom von bis zu 1,7 Millionen Menschen stellt eine enorme Belastung für Afghanistan dar, da das Land ohnehin schon unter einer schweren humanitären Krise leidet. Mehr als 29 Millionen Menschen in Afghanistan benötigen humanitäre Hilfe.