Kurban

Unsere segensreiche Pflicht

Kurban

Unsere segensreiche Pflicht

Ein Ganz Normaler Tag

Die 73-jährige Sobhia lebt mit ihrer Tochter, ihren zwei Söhnen und ihren sechs Enkelkindern zusammen. Die Familie gehört zu den mehr als einer Million syrischen Flüchtlingen, die im Libanon leben.

Das Einkommen, das ihre Söhne als Tagelöhner verdienen, reicht nicht aus, um über die Runden zu kommen. Zumal die libanesische Währung inmitten einer anhaltenden Wirtschaftskrise starken Schwankungen unterliegt.

Sobhias Bruder hilft der Familie, wann immer er kann, aber auch er stößt an seine Grenzen.

„Wir haben Mühe, uns genug zu essen zu leisten, und das meiste, was wir essen, sind einfache Dinge wie Brot, Reis und Gemüse, wenn wir sie günstig bekommen“, sagt Sobhia aus dem Zuhause der Familie – einem kleinen Zelt in der Küstenstadt Jiyeh.

„Es ist sehr schwierig [Fleisch zu kaufen], vor allem angesichts anderer lebensnotwendiger Ausgaben wie Babynahrung, Windeln und Miete – all diese Dinge sind wichtiger, als Fleisch auf dem Tisch zu haben. Alles wird immer teurer, und es fällt schwer, da mitzuhalten … Trotz dieser Herausforderungen geben wir unser Bestes, um mit den uns zur Verfügung stehenden begrenzten Mitteln zurechtzukommen.“

„Wir sind auf Linsen als günstige Proteinquelle angewiesen, um so viele Nährstoffe wie möglich zu bekommen“, sagt Sobhia und fügt hinzu: „Ich fühle mich oft schwach und müde, weil ich nicht genug Eiweiß oder Eisen bekomme. Auch meine Kinder werden öfter krank, und ich mache mir Sorgen, dass sie nicht richtig wachsen.“

Ein gedeckter Tisch zu Eid – ein weitreichender Segen


Sobhia und ihre Familie gehören zu den mehr als 38.200 Menschen im gesamten Libanon, die im vergangenen Jahr dank Eurer Spenden ein Kurban-Fleischpaket erhalten haben.

Im Jahr 2025 erreichte die jährliche Kurban-Verteilung von Islamic Relief mehr als 3,2 Millionen Menschen in 29 Ländern, wodurch bedürftige Familien entlastet, ihre Ernährung gesichert und die Freude am Eid-Fest geteilt wurde.

„Eid-ul-Adha bedeutet mir sehr viel“, sagt Sobhia. „Es ist eine Zeit des Glaubens, der Opferbereitschaft und der Familie. Es erinnert uns an die Geschichte des Propheten Ibrahim und daran, wie wichtig es ist, zu geben.

Aber in den letzten Jahren ist es schwieriger geworden, die volle Freude an diesem Fest zu spüren, weil wir es uns nicht mehr leisten können, so zu feiern wie früher. Wir können keine neuen Kleider kaufen oder besondere Mahlzeiten zubereiten.

Deshalb bedeutet es uns so viel, ein Essenspaket zu erhalten, denn so können wir zumindest an Eid eine richtige Mahlzeit genießen und uns als Teil der Feierlichkeiten fühlen. Es bringt Freude in unser Zuhause, wenn auch nur für einen Tag.

Vor allem die Kinder haben sich riesig darauf gefreut, Fleisch zu essen. Das gibt es bei uns mittlerweile nur noch selten. So konnten wir ein richtiges Essen zubereiten und hatten das Gefühl, genauso wie alle anderen, Teil der Eid-Feierlichkeiten zu sein. Ein paar Tage lang mussten wir uns keine Gedanken darüber machen, was wir kochen sollten oder wie wir es uns leisten konnten. Außerdem gab es uns das Gefühl, dass man an uns denkt und uns unterstützt – das bedeutet mehr, als Worte sagen können.

Manchmal fühlen wir uns vergessen, besonders an Feiertagen, wenn wir es uns nicht leisten können, so zu feiern wie andere. Aber wenn wir solche Unterstützung erfahren, gibt uns das Hoffnung. Es erinnert uns daran, dass es gütige Menschen gibt, denen unser Wohl am Herzen liegt.

Ihre Hilfe deckt nicht nur unseren Tisch, sondern hebt auch unsere Stimmung. Möge Allah alle segnen, die dazu beigetragen und dies ermöglicht haben.“

Ein weiteres Kurban-Fest inmitten der Krise


Im Jahr 2026 leiden viele Familien im Libanon unter einer massiven Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. Mehr als eine Million Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen. Die Gesundheitseinrichtungen stehen unter enormem Druck und haben mit Stromausfällen, Versorgungsengpässen und überlastetem Personal zu kämpfen. Die Wege der Rettungswagen werden häufig durch Trümmer, anhaltende Bombardements und beschädigte Straßen blockiert, was zu Verzögerungen bei der lebensrettenden Hilfe führt.

Schon vor der jüngsten Welle von Massenflucht galten fast 874.000 Menschen im Libanon als von Ernährungsunsicherheit betroffen. Nun wird diese Zahl voraussichtlich steigen, da Feindseligkeiten und Straßensperren die Lieferung von Lebensmitteln, medizinischen Hilfsgütern und anderen lebensnotwendigen Gütern behindern.

Spende jetzt dein Kurban und lass uns gemeinsam noch mehr Familien wie der von Sobhia im Libanon und darüber hinaus helfen.