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Ziel des Projekts ist es, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden zu stärken, um die Armut in den Distrikten Peshawar, Khyber und Haveli zu verringern.
Das Projekt kombiniert Armutsbekämpfung, wirtschaftliche Entwicklung, Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung, um die Lebensbedingungen gefährdeter Gemeinden nachhaltig zu verbessern.
Land: Pakistan
Ort: Bezirke Peshawar und Khyber in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) im Nordwesten Pakistans (nahe der Grenze zu Afghanistan), Bezirk Haveli im Staat Azad Jammu & Kashmir (AJK) im Nordosten Pakistans (nahe der Grenze zu Indien)
Begünstigte: 50.600 direkt Begünstigte, ca. 325.000 indirekt Begünstigte
Gesamtkosten/Budget: 3 Millionen GBP (706.423 Euro Förderung durch Islamic Relief Deutschland, Rest: Islamic Relief UK)
Projektdauer: 01.08.2024 – 31.07.2027 (3 Jahre)
Implementierungspartner: Islamic Relief Pakistan
Projektziel 1: Ausgewählte, besonders arme Familien erhalten verbesserten Zugang zu profitablen und nachhaltigen einkommensschaffenden Aktivitäten (IGAs) ihrer Wahl. Außerdem werden gemeinschaftsbasierte Wertschöpfungsketten, Geschäftsmodelle und Bauernkooperativen etabliert. Durch diese Maßnahmen sollen die wirtschaftlichen Bedingungen der Haushalte verbessert und somit ihre soziale Resilienz erhöht werden.
Projektziel 2: Daneben soll auch die Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen und die Auswirkungen des Klimawandels auf Gemeindeebene erhöht werden. Dazu werden die Fähigkeiten der Gemeinschaften, Katastrophen- und klimawandelbedingte Risiken auf der Ebene der Gemeinden und anderer wichtiger Akteure zu bewerten, verbessert. Auch die Planung zur Minderung der identifizierten katastrophen- und klimawandelbedingten Risiken in den Zielgebieten wird verbessert.
Projektziel 3: Durch eine gestärkte Medienpartnerschaft für die Interessenvertretung im Bereich der Katastrophenvorsorge (DRR) und der Resilienz gegenüber Klimawandel sowie erweiterte Konsultationen für politische Reformen zur Katastrophenvorsorge und zur Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel soll die Politikgestaltung auf nationaler Ebene für die Resilienz gegenüber Katastrophen und Klimawandel verbessert werden.
Projektziel 4: Zur Stärkung der Wissensbasis zur Ausweitung von Innovationen und Lernerfahrungen in den Bereichen Armutsbekämpfung, Katastrophenvorsorge und Klimaresilienz im öffentlichen Sektor sowie im Entwicklungssektor auf nationaler und internationaler Ebene wird ein „Learning Hub“ beim Bundesministerium für Klimawandel zur Bereitstellung von Informationen über Armutsminderung, Katastrophenschutz und Klimaresistenz eingerichtet.
Armut und Ernährungsunsicherheit stellen große Herausforderungen in Pakistan dar, insbesondere in ländlichen Regionen und unter besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen diese Situation zusätzlich. Wiederkehrende Überschwemmungen, Wetterextreme und sinkende landwirtschaftliche Erträge beeinträchtigen die Lebensgrundlagen vieler Haushalte.
Die verheerenden Monsunregen und Überschwemmungen im Jahr 2022 trafen rund 33 Millionen Menschen, zerstörten Häuser, Infrastruktur und Einkommensquellen und führten zu einer deutlichen Zunahme der Armut. Schätzungen zufolge wurden durch die Flutkatastrophe zusätzlich 8 bis 9 Millionen Menschen in die Armut gedrängt, während gleichzeitig die Lebensmittelpreise und die allgemeine Inflation stark anstiegen. Besonders betroffen sind die Provinzen Khyber Pakhtunkhwa (KP) und Azad Jammu & Kashmir (AJK), die regelmäßig von klimabedingten Naturkatastrophen betroffen sind.
Vor diesem Hintergrund ist der Aufbau von Resilienz gegenüber wirtschaftlichen und klimabedingten Schocks entscheidend, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung langfristig zu verbessern. Das Projekt unterstützt deshalb gefährdete Gemeinden bei der Stärkung ihrer Lebensgrundlagen, der Anpassung an den Klimawandel und der Bewältigung zukünftiger Krisen.
Ein besonderer Fokus liegt auf Frauen und anderen benachteiligten Bevölkerungsgruppen, deren stärkere Einbindung in Wiederaufbau- und Entwicklungsprozesse zu einer nachhaltigeren und inklusiveren Entwicklung beitragen soll.

