Nepal: Verbesserung der gemeinde- und schulbasierten Katastrophenvorsorge (Phase II)

Katastrophenvorsorge

Dieses Projekt ist eine Erweiterung des bereits durchgeführten Projekts zur Katastrophenvorsorge in Nepal und baut auf den in der ersten Phase durchgeführten Aktivitäten auf. Ziel der zweiten Phase des Projektes ist es, die Katastrophenvorsorge der lokalen Behörden und das Mainstreaming der Katastrophenvorsorge in verschiedenen Sektoren (Gesundheit, WASH, Landwirtschaft) in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen zu verbessern. 100 lokale zivilgesellschaftliche Organisationen werden in Katastrophenvorsorge mit dem Ziel geschult, Vorsorge und Reaktion auf Katastrophen gemeindebasiert zu ermöglichen. Die in der ersten Phase auf lokaler Ebene eingerichtete kommunale Notfallzentrale RMEOC (durch sein Akronym auf Englisch) wird mit den Notfallzentralen auf Distrikt- und nationalen Ebene verbunden, um eine bessere Koordination und Vernetzung bei der Durchführung von Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge zu gewährleisten. Die RMEOC wird auf nationaler Ebene weiter mit der Abteilung für Hydrologie und Meteorologie verbunden, um die Mechanismen zur Informationsverbreitung zu stärken. Die Mitarbeiter der RMEOC, die zu den lokalen Gemeinden gehören, werden in den Bereichen Digital Information Management System (DIMS) und Global Positioning System (GPS) weiter geschult.

Land: Nepal

Ort: Ramechhap Distrikt, Nepal

Begünstigte: 2.900 Personen sowie 15.970 indirekt Begünstigte

Projektziel: Kinder, Gemeinden und das lokale Bildungs- und Katastrophenmanagementsystem sind widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen von Katastrophen

Gesamtkosten: 155.293,91 Euro

Projektdauer: 01.04.2019 – 30.06.2020 (15 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Nepal

Besserer Schutz von Gemeinden und Schulkindern in nepalesischen Ramechhap Distrikt durch:

  • Verbesserung der Katastrophenvorsorge und Mainstreaming von Katastrophenmanagement in strategischen Bereichen (v.a. Gesundheit, WASH, Landwirtschaft und Medien) sowie Verbesserung des Wissens und der Fähigkeiten der ländlichen Bevölkerung und der gemeindebasierten Organisationen.
  • Verbesserung der Kapazitäten der Regierung und der Gemeinden im Bereich Katastrophenmanagement.
  • Ausbau der Kapazitäten zur Umsetzung der Sicherheitspläne sowie Kinderschutzstrategien in Schulen.

 

  • Bewertung der bestehenden Institutionen und gemeindebasierte Organisationen und ihrer Kapazität
  • Unterstützung in der Koordinierung der etablierten Institutionen, Verlinkung mit CBOs, regionalen und nationalen Institutionen sowie Sicherstellung einer klaren Rollenverteilung
  • Advocacy zur effektiven und effizienten Umsetzung des Katastrophenrisikomanagementplans sowie Ausarbeitung spezifischer Maßnahmen für die Bereiche Gesundheit, WASH, Landwirtschaft, Medien
  • Stärkung von gemeindebasierte Organisationen (z.B. Frauengruppen, Jugendgruppen) im Bereich Katastrophenvorsorge und -management
  • Stärkung der Kapazitäten von Institutionen auf Schulebene sowie Begleitung in der Umsetzung der Sicherheitspläne und Kinderschutzstrategien

 

Während des verheerenden Erdbebens 2015 in Nepal verloren fast 9.000 Menschen ihr Leben. Die Hilfe an die Überlebenden sowie der Wiederaufbau liefen nur schleppend voran, da es an Institutionen fehlte, die auf nationaler und lokaler Ebene diese Aufgaben effektiv und effizient durchführen konnten. Nepals Staatsapparat erlebte dann eine Restrukturierung in Richtung Dezentralisierung. Phase I des Projektes legte den Fokus darauf, Institutionen auf Gemeinde- und Schulebenen aufzubauen, die eine verbesserte Katastrophenvorsorge und effektives Katastrophenmanagement sichern. Das Projekt wurde Dezember 2018 erfolgreich abgeschlossen: Nach dieser einjährigen Projektphase sind Institutionen etabliert wie z.B. diverse „Komitees für Resilienz gegen Katastrophen“ auf Schul-, Gemeinde- und Bezirksebene und das erste „Emergency Operation Center (RMEOC)“ einer ländlichen Gemeinde Nepals. Diese etablierten Institutionen bedürfen weiterer Unterstützung, um die aufgebauten Strukturen und festgelegten Prozesse zu internalisieren und langfristig zu institutionalisieren.