Mali: Projekt zur inklusiven Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften (Achamaratin Tamité Recovery) in den Gemeinden Gossi, Ouinerden und Hombori

Einkommenssicherung

Das Achamaratin Tamité RECOVERY-Projekt baut auf dem zuvor von einem Islamic Relief-Partner finanzierten Projekt Inclusive Community Resilience Project – Achamaratin Tamité auf und führt dessen Maßnahmen weiter. Ziel ist es, die unmittelbaren humanitären Bedürfnisse krisenbetroffener Haushalte zu decken und gleichzeitig die Grundlagen für nachhaltige Lebensgrundlagen und eine stärkere Widerstandsfähigkeit der Gemeinden zu schaffen. Das Projekt reagiert insbesondere auf die Folgen langanhaltender Krisen und des Klimawandels.

Land: Mali

Projektregionen: Bezirk Gourma Rharous (Gemeinden Gossi und Ouinerdene) und Bezirk Douentza (Gemeinde Hombori)

Begünstigte:

  • 3.520 Direktbegünstigte (intern vertriebene agro-pastorale Haushalte, gefährdete Bevölkerungsgruppen in den Zielgemeinden, Frauen- und Jugendgruppen)
  • 2.028 indirekt Begünstigte

Dauer: 01.06.2026 – 31.03.2027 (10 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Mali

Budget: 342.665 EUR

Projektziel 1:

Verbesserung der humanitären Situation von durch Krisen und Katastrophen betroffenen, agro-pastoralen Binnenvertriebenenhaushalten in den Zielgebieten.

Projektziel 2:

Stärkung der Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit vulnerabler Gemeinden gegenüber Krisen und klimabedingten Belastungen.

  • Von Krisen und Katastrophen betroffene Haushalte haben Zugang zu sicherer und menschenwürdiger Unterkunft sowie zu anderen Hilfsgütern.
  • Von Krisen und der Katastrophe betroffene Haushalte erhalten Bargeldgutscheine, um ihren unmittelbaren Nahrungsmittelbedarf zu decken.
  • Verbesserte Infrastruktur (Bau einer kontrollierten Hochwasserbewässerungsanlage, einer hochwirksamen landwirtschaftlichen Infrastruktur sowie die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Geräten) sowie Zugang zu klimafreundlichem Saatgut, inklusive der erforderlichen Werkzeuge und Geräte für agro-pastorale Haushalte, Aufnahmegemeinden und Binnenvertriebene.
  • Verbesserter Zugang zu Dienstleistungen im Bereich der sozialen und finanziellen Inklusion für Frauen und Jugendgruppen.
  • Haushalte in den Zielgemeinden erhalten eine kulturell angepasste Hygieneaufklärung.

Bewaffnete Konflikte, Armut, sozioökonomische Herausforderungen und die Auswirkungen des Klimawandels prägen das Land seit über einem Jahrzehnt und haben zu einer anhaltenden Krise geführt. Besonders betroffen sind die Regionen Gourma-Rharous und Douentza.

Desertifikation und Degradation der Ökosysteme nehmen zu; steigende Temperaturen, unregelmäßige Niederschläge sowie Überschwemmungen führen zu Ernte- und Produktionsverlusten. Der fehlende Zugang zu Märkten, Kapital und klimaangepasstem Saatgut begrenzt die landwirtschaftliche Produktion zusätzlich. In der Folge verlieren agro-pastorale Haushalte zunehmend ihre Einkommens- und Lebensgrundlagen.

Die politische Situation ist von Unsicherheit und Anspannung geprägt. Nach dem Abzug von MINUSMA intensivierten die malischen Streitkräfte ihre Operationen gegen bewaffnete terroristische Gruppen. Als Reaktion kam es zu Vergeltungsmaßnahmen und Blockaden durch bewaffnete Gruppen. Auch nach der Aufhebung der Blockaden bleiben wirtschaftliche und soziale Aktivitäten stark beeinträchtigt. Bewegungsfreiheit, Handel sowie der Zugang zu Ressourcen unterliegen Einschränkungen und Vertreibung sowie humanitäre Bedarfe nehmen zu.