Bangladesch: WASH-Projekt im Nordosten Bangladeschs

Wasser

Dieses Entwicklungsprojekt zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und der Hygienesituation für die gefährdete lokale Bevölkerung in den drei Gemeinden Ishakalas und RanikhaiUttar und Telikhal in Bangladesch ist auf ein Jahr angelegt.

Land: Bangladesch

Ort: Ishakalas, Ranikhai Uttar und Telikhal (Distrikt Sylhet)

Begünstigte: 2.060 Familien, 1.425 Schüler/innen und 90 Union Sanitation Taskforce-Mitglieder; insgesamt: 11.912 Personen

Projektziel: Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser für 2.060 Familien im Distrikt Sylhet und Sensibilisierung der Begünstigten zu den Themen Wasser, Hygiene und Sanitär

Implementierungspartner: Islamic Relief Bangladesch

Projektdauer: 15.11.2016-14.11.2017

1. Gewährleistung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser zugunsten von 2.060 Familien sowie 1.425 Schüler/innen durch die Installation von 150 Halbtiefbrunnen

2. Training und Auswahl von insgesamt 300 Brunnenwarten hinsichtlich der Instandhaltung und Reparatur der Brunnen sowie Bereitstellung von 150 Werkzeugkasten (1 Werkzeugkasten pro Brunnenwart-Team à zwei Personen)

3. 150 begünstigte Familien erhalten sicheren Zugang zu 150 Latrinen

4. Schulung von 2.060 Familien sowie 900 Schüler/innen zu grundlegenden Hygienepraktiken

5. Training von 3 Union Sanitation Task Forces (Gemeindevorstände) zur Sensibilisierung für ihre Verantwortung im Bereich Wasser und Hygiene gegenüber den Gemeinden

6. Schülerinnen und Schüler, Lehrer und weitere Schulvertreter begehen verschiedene Aktionen an den zwei Welttagen der Themen Wasser und Hygiene (Weltwassertag und internationaler Tag der Hygiene)

Bangladesch ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Südasiens und zugleich ärmsten Länder der Welt. Es hat eine Bevölkerung von über 170 Millionen, die auf 147.570 Quadratkilometern leben; es ist die acht größte bevölkerungsdichteste Land der Welt. Trinkwasser ist in einigen Regionen schwer zu finden. Die Wasserversorgung in Bangladesch basiert überwiegend auf Grundwasserquellen. Wegen der hohen Prävalenz von Durchfallerkrankungen in Bangladesch ist die bakteriologische Qualität als Kriterium für die Trinkwasserversorgung äußerst wichtig. Das Grundwasser ist frei von Krankheitserregern, jedoch stellt die hohe Salzkonzentration und Arsen-Kontamination im Grundwasser ein großes Problem dar.

Das einjährige Projekt umfasst die Installation von katastrophensicheren Wasser- und Sanitäranlagen sowie die Förderung von Hygienepraktiken für die begünstigte Bevölkerungsgruppe. Außerdem werden einflussreiche lokale Personen wie religiöse Gelehrte, Lehrer und lokale Führer zu den WASH-Themen sensibilisiert. Ziel ist es, dass durch das Projekt wasserinduzierte Krankheiten bei den begünstigten Familien und in den begünstigten Schulgemeinschaften reduziert werden. Das Projekt wird durch Islamic Relief Bangladesch umgesetzt.

Zwischenberichte

1. Auswahl von 244 Brunnenwarten

2. 645 Familien haben bisher sicheren Zugang zu Trinkwasser von 43 Brunnen

3. Auswahl von 150 Haushalten zur Errichtung der Latrinen

4. Installation von drei Latrinen

5. Auswahl von bisher 1.683 Familien zur Durchführung von Hygiene-Schulungen zu grundlegenden Hygienemaßnahmen und hierfür Erwerb von Hygiene-Kits 

6. Gründung eines Gemeindevorstandes bestehend aus 19 Mitgliedern ist bereit für ihre Ausbildung bezüglich ihrer Verantwortung im Bereich Wasser und Hygiene gegenüber den Gemeinden

7. 252 Grundschulkinder nahmen am Weltwassertag teil und wurden hinsichtlich der Bedeutung des Wassers sensibilisiert

Der Abschlussbericht des Entwicklungsprojekts zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und der Hygienesituation in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 15.11.2016 bis zum 14.11.2017. Die erreichte Anzahl der Begünstigten insgesamt beträgt bis Ende des Berichtszeitraumes 11.912 Personen.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum und jeweilige Ergebnisse:

1. Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser und sanitären Anlagen

Hierfür wurden 150 Halbtiefbrunnen für 2.060 Familien und für 1.425 Schüler errichtet sowie 150 Latrinen für 150 Familien installiert. 

1) Halbtiefbrunnen

  • Der Zugang zu einer sicheren Wasserversorgung wurde während der Trockenzeit zugunsten der Begünstigten verbessert.
  • Die Begünstigten benutzen das Trinkwasser zum Trinken, Kochen, Baden, Waschen von Kleidung, Waschen von Küchenartikeln usw.
  • Durch unreines Wasser übertragene Krankheiten nehmen allmählich ab. Es wird erwartet, dass die Wahrscheinlichkeit der wasserbedingten Krankheiten signifikant reduziert wird, wenn die begünstigten Familien weiterhin sicheres Trinkwasser verwenden. Dementsprechend werden die Kosten für die medizinische Behandlung für den Kauf von Medikamenten und den Arztbesuch nicht erfasst.
  • Haustiere können auch sauberes Wasser trinken
  • Durchführung von Aktivitäten zur Ausbildung von 300 Brunnenwarten hinsichtlich des ordnungsgemäßen Betriebs und der Wartung von Brunnen

2) Sanitäre Anlagen (Latrinen)

  • 150 begünstigte Familien haben Zugang zu sanitären Anlagen (Latrinen)
  • Durch den Überbau der Latrinen ist die Privatsphäre insbesondere für die Mädchen und Jugendlichen gesichert.
  • Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder haben die Latrinen benutzt. Die Eltern von Kindern, die nicht in die Latrinen gehen können, bringen einen Kinderstuhl in die Latrinen.
  • Es wird erwartet, dass durch die Verwendung der Latrinen auch die Wahrscheinlichkeit der mit unsicheren sanitären Möglichkeiten bedingten Krankheiten signifikant reduziert wird.

2. Hygiene-Schulungen zur Bewusstseinsbildung in WASH-Themen

Die Begünstigten waschen ihre Hände regelmäßig vor und nach der Nahrungsaufnahme, vor der Zubereitung der Speisen, nach den Toilettengängen und nachdem sie den Stuhl ihrer Kinder gereinigt haben.

  • Die Begünstigten halten ihre Lebensmittel und Wasserbehälter bedeckt.
  • Sie benutzen Seife zum Baden und waschen ihre Kleidung mit Waschseife oder Waschpulver.
  • Sie putzen regelmäßig ihre Zähne und bringen ihre Kinder dazu, dies auch zu tun.
  • Sie benutzen Sandalen, während sie zur Latrine und anderen Orten gehen.
  • Sie halten ihr Haus, den Hof und den Küchenraum sauber.
  • Sie entsorgen Küchenabfälle einschließlich anderer Abfälle in einer Grube und decken sie ab.
  • Die Teilnehmer halten Wasserstellen (Brunnenplattform) sauber.
  • Begünstigte Schüler tragen saubere Kleidung und achten auf ihre persönliche Hygiene
  • Begünstigte Schüler begehen Aktionen an den zwei Welttagen zu den Themen Wasser und Hygiene (Weltwassertag und internationaler Tag der Hygiene)

Am Ende der Schulungen erhielten die Teilnehmer Hygiene-Kits mit Hygiene-Artikeln wie Seife, Nagelschneider, Zahnbürste und Zahnpasta.

3. Miteinbeziehung der lokalen Regierung und der drei „Union Sanitation Taskforce Committees“         

  • Schulung für 90 Mitglieder der 3 Union Sanitation Task Forces (Gemeindevorstände)