Fakten zum Projekt

Land: Tschetschenien

Ort: Hauptstadt Grosny

Begünstigte: 13.500 Menschen

Projektziel: Verringerung der Umweltverschmutzung durch verbessertes Umweltbewusstsein und gewissenhaftere Entsorgungspraktiken der tschetschenischen Bevölkerung.

Projektdauer: 01.02.2019 - 31.10.2019 (9 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Russia

Gesamtkosten: 20.456,00 EUR

Überblick

 

In der Teilrepublik Tschetschenien gibt es keine funktionierenden Mülldeponien oder Wiederverwertungsanlagen. Der Müll türmt sich an den Außenbezirken oder wird vergraben. Es gibt weder Mülltrennung noch Recycling, um giftigen Müll zu verwerten oder unschädlich zu machen. Grosny ist von dieser Müllverschmutzung am stärksten betroffen. Pro Monat kommen je Haushalt schätzungsweise drei Kilogramm wiederverwertbarer Müll zusammen.

In diesem Projekt wird ein Bewusstsein für Schulkinder, deren Eltern und Schulverwaltungen über die Notwendigkeit von Mülltrennung und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen geschaffen. Hierfür werden Aktionen in mindestens 62 Sekundarschulen sowie Ausbildungsstätten in Grosny veranstaltet. Entsorgungscontainer zur Mülltrennung werden in den Einrichtungen aufgestellt und regelmäßig entleert. Der gesammelte Müll wird dann im Islamic Relief Abfallzentrum gesammelt und zum Recycling weitergeleitet. Zudem wird es einen Wettbewerb zwischen den Schulen geben, bei dem die Schulen gewinnen, die den meisten Müll getrennt gesammelt haben. Für die Sieger gibt es Preise.

 

 

 


Damit wir auch weiterhin Projekte wie dieses finanzieren können, spenden Sie für die folgenden Bereiche:


 

Durch ein verbessertes Umweltbewusstsein tschetschenischer Jugendlicher und Kinder, sowie deren Sorgeberechtigter soll eine nachhaltigere Abfallentsorgung durch die begünstigte Gemeinde etabliert werden. Durch diese fachgerechte Entsorgung kommt es zu weniger Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden, wodurch langfristig auch der gesundheitliche Zustand der betroffenen Gemeindemitglieder verbessert wird.

 

 

1. Für eine verbesserte Umweltbildung von tschetschenischen Kindern und Jugendlichen und deren Vormund werden…

• Events zur Bewusstseinsbildung in den begünstigten Schulen abgehalten, in Abstimmung mit den tschetschenischen Bildungs- und Umweltministerien

• Ein Wettbewerb zwischen den begünstigten Schulen abgehalten, bei dem die Gewinner Preise erhalten

• Medienwirksame Events abgehalten

 

2. Damit eine nachhaltigere Abfallsammlung durch die Gemeinden etabliert werden kann, werden…

• Mindestens 50 Müllcontainer angeschafft und in den Schulen aufgestellt

• Die Müllcontainer regelmäßig entleert, der Müll sortiert und zum Recycling gebracht

• Regelmäßige Kontrollen der Container durchgeführt und protokolliert

 

 

 

 

Die tschetschenische Republik ist mit vielseitigen sozialen und ökonomischen Problemen konfrontiert. Ursache dafür sind die über ein Jahrzehnt andauernden Kämpfe bis 2009 sowie die kürzlich eingetretene Rezession der autonomen Republik, obwohl die Region reich an natürlichen Ressourcen ist. Eines der großen Probleme in Tschetschenien stellt die Müllentsorgung dar. Es scheint, als ob es seitens der Regierung keine Bemühung gibt, sich mit der Thematik der Mülltrennung auseinanderzusetzen. Zwar ist dem Umweltministerium das Problem bekannt, jedoch haben sie nicht die Möglichkeit, dieses anzugehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.