Fakten zum Projekt

Land: Haiti

Orte: Gemeinde Arnaud, Anse-a-Veau, l'Asile

Begünstigte: 340 Familien; insbesondere schutzbedürftige Frauen, Kinder und Männer, einschließlich Menschen mit Behinderungen, stillende und schwangere Frauen sowie Haushalte, die von älteren Menschen, Frauen und Kindern geführt werden

Projektziel: Verringerung der Anfälligkeit für Katastrophen durch Schaffung des Zugangs zu sicheren und angemessenen Lebensräumen und Wissensvermittlung zu sicheren Gebäudekenntnissen

Projektdauer: 01.06.2017-31.07.2018 (14 Monate)

Implementierungspartner: Habitat for Humanity, lokale Hilfsorganisationen (Mercy Corps)

Überblick

 

Das einjährige Nothilfeprojekt richtet sich an besonders gefährdete Familien und Einzelpersonen, die wegen des Hurrikan Matthews ihre Häuser ganz oder teilweise verloren haben. Dieses Projekt priorisiert die am stärksten gefährdeten Begünstigten, insbesondere alleinstehende Frauen und Begünstigte mit Behinderungen, Familien mit Kindern sowie schwangere und stillende Frauen. Geplant ist 340 Familien in den Gemeinden Arnaud, Anse-a-Veau, l'Asile mit Kits zur Wiedererrichtung ihrer Häuser zur Verfügung zu versorgen und lokale Maurer in Bezug auf die Errichtung sicherer Gebäude zu schulen. Islamic Relief unterstützt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Implementierungspartner Habitat für Humanity und lokalen Hilfsorganisationen.

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1. Bauausbildung und Katastrophenrisikominderung durch Trainings für lokale Bauhandwerker

2. Sensibilisierungskampagne in Bezug auf Naturkatastrophen und grundlegende Baukompetenzen, Auswahl sicherer Standorte für die Errichtung von Häusern, Notwendigkeit von Entwässerungstechniken

3. Verteilung von Gutscheinen/Baumaterialien (u.a. Bauzement, Blech für Dächer und eventuell anderen Materialien) an begünstigte Familien zur Reparatur und Wiederaufbau der zerstörten Häuser

4. Praktische Trainingsmaßnahme: Sanierung von 40 Häusern von stark gefährdeten Familien in Zusammenarbeit zwischen Bauingenieuren von Habitat, lokalen Bauhandwerkern und Hauseigentümern 

 

 

 

 

Eine sichere Unterkunft ist eines der Hauptbedürfnisse der von dem Hurrikan Matthew betroffenen Bevölkerung.

Haiti bleibt das ärmste Land in Amerika und einer der ärmsten in der Welt, wobei 59 % der Haitianer unter der nationalen Armutsgrenze von US $ 2,42 pro Tag leben. Haiti befindet sich im Hurrikan-Korridor und ist jährlich einer langen Hurikkan-Periode (Juni bis November) und anschließend hohen Risiken von wiederkehrenden Naturkatastrophen ausgesetzt. Im Oktober 2016 traf der Hurrikan Matthew der Kategorie 5 den Südwesten von Haiti und hinterließ 546 Tote und einen weiten Schaden, der auf 1,89 Mrd. USD geschätzt wurde. OCHA berichtete, dass 1.579.900 Personen von Hurrikan Matthew betroffen waren und etwa 200.000 Häuser fast oder vollständig zerstört wurden.

Mindestens 75 Prozent (FAO) der betroffenen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei. Durch den Hurrikan Matthew sind ihre Lebensgrundlagen in der betroffenen Region bedroht. Den Menschen fehlen die Kapazitäten und Ressourcen, um ihre Häuser zu reparieren oder zu rekonstruieren. Daher plant Habitat For Humanity Haiti, Hurrikan-betroffene Familien, die in drei Gemeinden Arnaud, Anse-a-Veau, l'Asile leben zu unterstützen. Die Bevölkerung dieser Gemeinden ist mit 36,1 % unter 15-jährigen relativ jung, wobei 52% der Bevölkerung in dieser begünstigten Region weiblich ist.