Verheerende Erdbeben in Afghanistan

Laut einer Einschätzung sind 98 Prozent der Gebäude zerstört oder beschädigt, und die meisten Menschen trauern um mindestens zwei getötete Angehörige.

Eine Einschätzung von Islamic Relief in einigen der am stärksten vom Erdbeben in Afghanistan betroffenen Dörfern ergab, dass 98 Prozent der Gebäude zerstört oder beschädigt sind und jede Familie schwere Verluste zu beklagen hat. Die Haushalte haben durchschnittlich zwei Tote und drei Verletzte durch das tödliche Erdbeben zu beklagen.

Die Untersuchung in der Provinz Kunar ergab, dass 65 Prozent der Gebäude vollständig zerstört und 33 Prozent beschädigt wurden, sodass nur 2 Prozent unbeschädigt geblieben sind. Islamic Relief hat zwei Notfallkliniken für Überlebende in der betroffenen Region eingerichtet.

Bislang wurden mehr als 1.400 Tote und über 3.000 Verletzte durch das Erdbeben der Stärke 6,0 bestätigt, das sich am Sonntagabend ereignete, während die Menschen schliefen. Ein zweites Erdbeben der Stärke 5,5 erschütterte die Region am Dienstag und destabilisierte die Dörfer weiter.

Rahmat Shirzad, Kommunikationskoordinator von Islamic Relief in Afghanistan, sagt:

„Alle trauern. So viele von uns haben bei diesen Erdbeben Familienangehörige verloren. Ganze Dörfer wurden zerstört, und manche Familien haben vier, fünf oder sechs Familienmitglieder verloren. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter, da immer mehr Leichen geborgen werden und abgelegene Berggemeinden kontaktiert werden.”

„Unsere jüngste Bedarfsanalyse zeigt, dass in einigen der am stärksten betroffenen Dörfern durchschnittlich zwei Menschen pro Haushalt ums Leben gekommen sind und drei Menschen verletzt wurden, wobei die Zahl der Opfer weiter steigt. An diesen Orten sind 98 % der Gebäude beschädigt oder zerstört, das Vieh wurde ausgelöscht und man kann es im Schlamm begraben sehen.“

Islamic Relief war eine der ersten Hilfsorganisationen, die nur wenige Stunden nach dem Erdbeben vor Ort eintraf, und hat zwei Notfallkliniken in der Nähe der betroffenen Gemeinden in Kunar in Diwagal (Distrikt Chawkay) und Mazar (Distrikt Nurgal) eingerichtet, die von zwei Krankenwagen begleitet werden, um die Verletzten zur Behandlung dorthin zu bringen.

Das Team von Islamic Relief vor Ort bereitet außerdem die Verteilung von Hygieneartikeln und Bargeldhilfen an Hunderte von betroffenen Familien


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