Libanon: Islamic Relief Kollegin in Beirut beschreibt „die tödlichste Stunde aller Zeiten“

Mitarbeitende von Islamic Relief in Beirut berichten, dass Familien nach dem tödlichsten Tag mit Bombenangriffen, den der Libanon seit vielen Jahren erlebt hat, in Angst und Schrecken versetzt sind. Es gibt Berichte über Hunderte von Toten und mehr als 1.000 Verletzte, nachdem in weniger als einer Stunde über 100 israelische Luftangriffe stattgefunden hatten.

Sana Basim, Islamic Relief Programmleiterin in Beirut, sagt über die Lage vor Ort:

„Das war die schlimmste und tödlichste Stunde, die wir je erlebt haben. Es kam uns so vor, als gäbe es jede Minute einen neuen Luftangriff. Die Stadt ist in Angst versetzt.“

 „Ein Islamic Relief Team war gerade dabei, in einer Notunterkunft für Vertriebene Hilfsgüter zu verteilen, als etwa drei Kilometer entfernt die Bomben einschlugen. Der Einschlag war in der Notunterkunft zu hören, und die Kinder weinten vor Angst.“

„Bomben schlugen in der Nähe belebter Märkte ein, und die Krankenhäuser in der ganzen Stadt sind mit Verletzten überfüllt. Den Blutbanken geht das Blut aus. Belebte Stadtteile, die zuvor als relativ sicher galten, wurden ohne Vorwarnung getroffen, und die Straßen sind verstopft, da die Menschen in Panik fliehen.“

Zu diesem Zeitpunkt wurden keine Islamic Relief Mitarbeitenden verletzt. Die Zahl der Todesopfer wird derzeit noch ermittelt und steigt weiter an.

Islamic Relief arbeitet eng mit der libanesischen Regierung zusammen, um Lebensmittel, Wasser, Decken und Hygieneartikel an vertriebene Zivilisten in Beirut, im Libanongebirge, im Bekaa-Tal und im Südlibanon zu verteilen.

Sana Basim, Islamic Relief Libanon Programmleiterin in Beirut, steht für Interviews und Medienanfragen zur Verfügung.


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