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Laut der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank hatte 2023 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung keinen ausreichenden Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten und rund 2,1 Milliarden Menschen waren durch finanzielle Hürden beim Zugang zu Gesundheitsversorgung eingeschränkt. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Umsetzung des Sustainable Development Goal 3 (SDG 3), das einen universellen Zugang zu Gesundheitsversorgung bis 2030 anstrebt.[1]
Seit nun 30 Jahren engagiert sich Islamic Relief Deutschland im Bereich Gesundheit in humanitären Krisen- und Entwicklungskontexten. In Syrien sicherten wir zwischen 2013 und 2020 die medizinische Versorgung in Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Ergänzend unterstützten wir in Jordanien die Rehabilitation und Prothesenversorgung von Schwerverletzten, darunter viele syrische Geflüchtete. In Afghanistan, wo der Gesundheitssektor nach dem Rückgang internationaler Hilfe kurz vor dem Kollaps steht, verbessern wir den Zugang zu Gesundheits- und Ernährungsdiensten.
Aufklärung, Prävention und Schutzmaßnahmen sind ebenfalls zentrale Bestandteile unserer Gesundheitsarbeit. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) 2019 bis 2020 ein gemeinsam mit World Vision umgesetztes Projekt gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und geschlechtsspezifische Gewalt. Sensibilisierungsmaßnahmen konnten Frühehen verhindert und Mädchen und Frauen langfristig geschützt werden.
Auch psychische Gesundheit spielt eine wichtige Rolle. In Bosnien und Herzegowina unterstützten durch verschiedene Therapien und psychosoziale Workshops Menschen, die noch heute unter den Folgen des Krieges leiden. Nachhaltige Gesundheitsarbeit geht weit über medizinische Versorgung hinaus: Mit unserem ganzheitlichen Ansatz tragen wir dazu bei, die Lebensbedingungen vulnerabler Menschen langfristig zu verbessern und die Ziele nachhaltiger Entwicklung umzusetzen.
Mit 125 Euro kann eine Katarakt-Operation ermöglicht werden.
Mit 145 Euro kann eine schwangere Frau in Gaza medizinisch versorgt werden.
Mit 470 Euro kann eine Gesundheitsstation einen Monat lang versorgt werden.