16 Days

of Activism

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#IslamicReliefAgainstGBV

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Globale Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt


16 Days of Activism gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist eine jährliche internationale Kampagne, die sich für die Prävention und Eliminierung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen einsetzt.

Sie beginnt am 25. November (International Day for the Elimination of Violence Against Women) und endet am 10. Dezember (Human Rights Day). Diese Menschenrechtsverletzungen zeigen sich auf unterschiedliche Weise und treten in allen Lebensbereichen auf: zu Hause, bei der Arbeit, in der Schule, auf der Straße, im Sport oder online.

Jedes Jahr beleuchtet Islamic Relief zehn Tage lang, gemeinsam mit tausenden Organisationen weltweit, das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt gegen Frauen. In unseren Projekten setzen wir uns für den Schutz von Frauen und Mädchen ein und fordern gemeinsam mit ihnen ihre Rechte ein.

Keine Entschuldigung bei Gewalt: Es betrifft uns alle


Wusstest du, dass die meisten Gewalttaten gegen Frauen von ihren aktuellen oder ehemaligen Ehemännern oder Intimpartnern begangen werden. Mehr als 640 Millionen Frauen im Alter von 15 Jahren und älter (26 Prozent) sind Opfer von Gewalt durch Intimpartner geworden.

Jede dritte Frau weltweit hat nach Angaben von UN Women mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Partner erlebt. Kriege, Konflikte und klimabedingte Katastrophen verschärfen diese Risiken noch.

Wusstest du, dass fast jeden Tag ein Femizid in Deutschland stattfindet? Insgesamt 859 Mädchen und Frauen wurden 2024 Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten in Deutschland. 328 Mädchen und Frauen davon wurden getötet.

Schätzungsweise 736 Millionen Frauen - fast jede dritte - waren mindestens einmal in ihrem Leben körperlicher und/oder sexueller Gewalt in der Partnerschaft, sexueller Gewalt durch Nicht-Partner oder beidem ausgesetzt (30 Prozent der Frauen ab 15 Jahren). (sexuelle Belästigung nicht enthalten)

Krisen und Konflikte verschärfen die Risiken von Gewalt, Frauen und Mädchen um ein Vielfaches und bedrohen ihre Sicherheit. So erleben über 70 % der Frauen und Mädchen während humanitärer Krisen eine der vielen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen, verglichen mit 35 % weltweit.

UN-Motto 2025: „UNiTE – End the Digital Violence against All Women and Girls“


Das diesjährige Thema der Vereinten Nationen lautet „UNiTE to End Digital Violence against All Women and Girls“ (Gemeinsam gegen digitale Gewalt gegen alle Frauen und Mädchen).

Digitale Gewalt ist echte Gewalt. Sie verletzt Frauen online wie offline – und sie darf nicht normalisiert werden. Hass, Drohungen, KI-Angriffe: Sie sollen Frauen mundtot machen – besonders Aktivistinnen, Journalistinnen, Helferinnen und Politikerinnen. 

Wir von Islamic Relief unterstützen diesen Aufruf als Teil unseres glaubensbasierten Engagements für Geschlechtergerechtigkeit: Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat im Islam keinen Platz und widerspricht den Grundsätzen von Gerechtigkeit, Würde und Gleichheit, die den Kern unseres Glaubens bilden.


Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen“ bietet Frauen, Personen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräften unter der Nummer 116 016 rund um die Uhr kostenlose, barrierefreie und anonyme Beratung auf Deutsch und 18 Fremdsprachen an. Weitere Informationen unter www.hilfetelefon.de.

 

Die App des Vereins "Gewaltfrei in die Zukunft e.V.“ bietet von häuslicher Gewalt betroffenen Personen einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten und soll als Brücke in das bestehende Hilfenetzwerk dienen. Weitere Informationen unter www.gewaltfrei-in-die-zukunft.de.

 

Weitere Informationen unter www.gewaltfrei-in-die-zukunft.de

 

Das Muslimische Seelsorgetelefon bietet Menschen in vielen Lebenslagen und in Notsituationen ein offenes Ohr und versucht den Anrufenden Erleichterung zu verschaffen. Ein Gespräch kann Welten öffnen. 030 443 509 821

 

Definition Geschlechtsspezifische Gewalt (Deutsches Institut für Menschenrechte):

"Geschlechtsspezifische Gewalt ist Gewalt, die sich gegen eine Person aufgrund ihres biologischen oder sozialen Geschlechts richtet. Sie umfasst alle Formen von Gewalt, also körperliche, sexualisierte, psychische und wirtschaftliche Gewalt. Frauen sind zum Beispiel von sexualisierter und häuslicher Gewalt überproportional häufig, aber nicht ausschließlich betroffen. Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen wird als Mittel der Kriegsführung eingesetzt, findet tagtäglich im privaten Haushalt statt und in Situationen, die von struktureller Machtungleichheit und finanzieller Abhängigkeit geprägt sind. Der Begriff Frau schließt dabei explizit Mädchen unter 18 Jahren ein (Artikel 3 f.)."

Life-Story: Frauen-Empowerment mit Islamic Relief

Iman, 15 Jahre aus Grosny


„Es ist großartig, arbeiten und selbst etwas verdienen zu können!“, sagt Imam stolz, als sie ihr erstes Einkommen verdiente.

Dr. Masih aus Afghanistan


„Jeden Tag, wenn wir das Haus verlassen, fürchten wir, verhaftet zu werden...“, erzählt Dr. Masih.

Islamic Relief gegen geschlechtsspezifische Gewalt


Wir arbeiten eng mit Imamen, Gemeindevorstehern und Frauengruppen zusammen, um gemeinsam schädliche Normen infrage zu stellen und Würde und Gleichberechtigung zu fördern.

Von sicheren Safe Spaces im Südsudan bis hin zu Sensibilisierungs-Sessions zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt in Bangladesch unterstützen unsere Teams die Gemeinden dabei, das Schweigen zu brechen und Schutzmechanismen aufzubauen.

Gemeinsam mit Frauen in über 40 Ländern, setzen wir uns mit Programmen für Geschlechtergerechtigkeit und gegen geschlechtsspezifische Gewalt, ein - darunter: 

  • Sudan: Ausbau der Notfallhilfe für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt angesichts eines Anstiegs der Hilfesuchenden um 288 %
  • Gaza: Empowerment-Programme für Frauen und Witwen in der weltweit am längsten andauernden Krise
  • Libanon: Unterstützung syrischer Flüchtlingsopfer durch Hotlines, Lebenskompetenzkurse und Aufklärungsveranstaltungen
  • Jemen, Tschad, Niger, Jordanien, Pakistan, Bangladesch, Somalia, Bosnien, Philippinen: Mainstreaming der Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt und Unterstützung der Opfer
     

Fakten zum globalen Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Eine von drei Frauen

erlebt körperliche oder sexuelle Gewalt, meist durch einen Intimpartner (WHO).

Jedes Jahr werden 12 Millionen Mädchen

vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet (UNICEF).

Gewalt gegen Mütter

während der Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko der Kindersterblichkeit verbunden (UNO).

Weltweit erleben 16 bis 58 % der Frauen digitale Gewalt.

Es ist ein aufkommendes globales Problem mit schweren Folgen.

Über 200 Millionen der heute lebenden Mädchen und Frauen

sind Opfer von Genitalverstümmelung.

71 % aller Opfer des Menschenhandels weltweit

sind Frauen und Mädchen. Drei von vier werden sexuell ausgebeutet.