Nur auf den ersten Blick erscheinen die Wasservorräte unseres Planeten unerschöpflich. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, daß nur 2,53% davon Süßwasser sind. Davon wiederum sind 69,7% in Gletschern und Polarkappen gebunden. Weitere 30% sind Grundwasser, welches dem Menschen auch nur begrenzt zugänglich ist. So betrachtet, merkt man wie begrenzt die uns zur Verfügung stehenden Wasserressourcen sind. Und Wasser lässt sich durch nichts ersetzen.
Trotzdem ist der Wasserverbrauch in den letzten sieben Jahren doppelt so schnell gestiegen wie die Weltbevölkerung. Dies bedeutet, dass sich der Wasserverbrauch in diesem Zeitraum versechsfacht hat. Ursachen dafür sind die gestiegenen Ansprüche an den Lebensstandard, ein moderner Lebensstil und besonders die Entwicklung von Industrie und Landwirtschaft.
Wasser als Grundlage einer andauernden Entwicklung
Die Menschen früherer Jahrhunderte waren sich der Bedeutung des Wassers sehr wohl bewusst. Für sie war Wasser oft knapp, mühsam zu gewinnen und doch lebensnotwendig. So wurde es meist umsichtig eingesetzt. Viele Kulturen entwickelten ausgeklügelte Wasserbewirtschaftungssysteme. Die alten arabischen Bewässerungsanlagen in den spanischen Alpujarras oder die Reisterrassen in Asien sind eindrucksvolle Beispiele dafür. Der technologische Fortschritt mit seinen immer größeren Staudämmen und Motorpumpen hat vieles verändert. Auf einmal scheint es Wasser im Überfluss zu geben. Man muss nur den Wasserhahn aufdrehen oder die Pumpe anstellen und schon sprudelt das erfrischende Nass. Aber nicht nur der Verschwendung wird damit Vorschub geleistet. Durch die Zerstörung von Wasserkreisläufen wird die Umwelt gefährdet. So trocknen große Flüsse, wie der Gelbe Fluss in China, und erstmals scheinbar unendliche Fruchtgebiete und Seen wie der Aralsee oder der Tschadsee aus. Die Folgen sind Wassermangel, Hunger, Krankheit und Armut – und neue Konflikte.
Ein Ausweg aus der Krise lässt sich nur finden, wenn gleichzeitig die Wasserversorgung verbessert und die Belastung der Abwässer vermindert werden. Allerdings reicht dafür nicht die Installation von Millionen neuer Wasserhähne und Toiletten. Genauso wichtig ist der umsichtige Umgang mit dem Lebenselixier Wasser.
Wasser ist eine natürliche, aber oft knappe Ressource, welche die wichtigste Grundlage für alles Leben bildet. Niemand kann ohne Wasser überleben - dennoch leiden viele Menschen auf dieser Welt unter Wassermangel oder haben lediglich Zugang zu schmutzigem oder verseuchtem Wasser.
Hilfsprojekte
Islamic Relief engagiert sich bei der Versorgung der Menschen mit sauberem Wasser in Aserbaidschan, Bangladesch, Indien, Kaschmir, Mali, dem Sudan und weiteren Ländern. Um das Überleben der Menschen zu sichern, kann die Wasserversorgung durch einfache Maßnahmen wie dem Brunnenbau gewährleistet werden.
Ihre Spende wird vielen Menschen helfen: Kindern, Familien, ganzen Gemeinden...
Letzte Aktualisierung: 17.11.2009