Wasser und Hygiene

02. March 2008

Viele Jahre hatten die Dorfbewohner in den Bergen Westjavas keine andere Wahl, als verschmutztes Wasser zu trinken. Meist sind die grün oder grau schimmernden Quellen mit Algen und Schlamm verschmutzt. Infolgedessen sind Krankheiten wie Cholera weit verbreitet und ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter Hautirritationen. Für viele Gemeinden ist dies jedoch die einzige Wasserquelle.

Hajji Rahman, Vorstand des örtlichen Wassermanagement-Komitees.

Unglücklicherweise ist dies nicht das einzige Problem der Bewohner Westjavas. Der Mangel an sicheren Sanitäreinrichtungen und Hygieneaufklärung führt zum Ignorieren einfachster Hygienepraktiken und sogar öffentlicher Defäkation.  Dank einer neuen Initiative von Islamic Relief im Distrikt Sukabumi haben die Dorfbewohner nun Zugang zu sauberem Wasser und die Einstellung zu Hygienemaßnahmen beginnt sich zu ändern.

Das Projekt befindet sich in seinem ersten Jahr und kam bereits 16.000 Menschen in drei Dörfern Subukamis zugute. Es gibt 21 Wasserstellen und 15 Gemeinschaftslatrinen, 140 Häuser haben nun ihre eigenen Latrinen. Das Wasser wird aus dem von Islamic Relief gebauten Brunnen über Bambus-Pipelines in Wassertanks in der Nähe des Dorfes geleitet. Anstelle von Plastik wird Bambus verwendet, da dieser der extremen Hitze stand hält und kostengünstiger ist. Aus dem Tank führen Pipelines in die Häuser der Gemeindemitglieder und versorgen diese so mit ihrer eigenen sicheren Trinkwasserquelle.

Einbindung der Gemeinde

Die Islamic Relief Wasser- und Sanitärprojekte in der Region wollen durch die Versorgung der Dorfbewohner mit sauberem Wasser und sicheren Sanitäreinrichtungen die Gesundheit verbessern. Als die Menschen zuvor keine andere Wahl hatten außer verschmutztes Wasser zu trinken, litten 30 % der Gemeinde unter schweren Hautkrankheiten, doch seit Projektbeginn taucht das Problem nur noch selten auf.

Das Projekt hat jedoch genau so viel mit der Beteiligung der Gemeinde zu tun wie mit der Bereitstellung neuer Brunnen. „Wir sind wirklich stolz darauf, dass wir dieses Projekt mit der Hilfe von Islamic Relief durchführen konnten. Es ist unser Projekt  - obwohl von Islamic Relief initiiert, empfinden wir es als unser Projekt“, sagt der 54-jährige Hajji Rahman, Vorstand des örtlichen Wassermanagement-Komitees.

Islamic Relief hat zahlreiche Wassermanagement-Komitees eingerichtet. Diese bestehen aus Gemeindemitgliedern, die in der Instandhaltung der von Islamic Relief eingerichteten neuen Wasser- und Sanitäreinrichtungen ausgebildet wurden. „Es war schwer für die Gemeinde, eine Lösung für das Wasserproblem zu finden“, sagt Hajji Rahman, „Doch dieses Projekt hat die Gemeinde mobilisiert und wir haben Managementtraining erhalten.“

Islamic Relief war es wichtig, dass die Gemeinde das Projekt trägt. Von der Planungsphase bis hin zur Durchführung spielten die Dorfbewohner eine wichtige Rolle für den Erfolg des Projekts. „Die Gemeinde trifft sich und einigt sich auf Wasserprobleme und Lösungen – wir haben einen Fragebogen erstellt, um einen Punkt für die Wasserinstallation zu finden und die Gemeinde kommt zusammen, einigt sich und wir bilden ein Durchführungskomitee“, sagt Nathan Basyir, Islamic Relief-Programm-Manager in Westjava.

„Jetzt haben wir Zugang zu sauberen Wasser- und Sanitäreinrichtungen. Vorher mussten wir Wasser benutzen, dass von Gemeinden am Berg verunreinigt war.“ Hajji Rahman, Vorsitzender des Wassermanagement-Komitees.

Er fügt hinzu: „Wir bringen ihnen einfache Verwaltungs- und Finanzstrategien und Transparenz bei.“

Neben der Versorgung der Dorfbewohner mit sauberen Wasserquellen und Sanitäreinrichtungen klärt Islamic Relief die Dorfbewohner über Hygiene und die Gefahr öffentlicher Defäkation für ihre Gesundheit auf. Durch die von Islamic Relief geleiteten Gesundheitsworkshops lernen mehr und mehr Menschen, Hygiene wichtig zu nehmen. Neben der Bereitstellung von Gemeinschaftslatrinen werden die Dorfbewohner ermutigt, eigene Latrinen für den Gebrauch der Familien zu bauen.

„Wir haben mit der Wasserversorgung und der Errichtung von Gemeinschaftslatrinen begonnen“, berichtet Nathan. „Es war Teil unseres Projekts, die Menschen zu ermutigen, ihr Geschäft nicht mehr in der Öffentlichkeit zu erledigen – wir betonen die mangelnde Hygiene und es ist ein Erfolg. Jetzt bauen die Menschen sogar ihre eigenen Latrinen.“

 

Mediadaten Indonesien

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