Die Vorzüge der Zakat
Die Zahlung der Zakat ist eine der fünf Säulen des Islam und wird im Koran in 28 Versen sowie in zahlreichen Hadithen in engem Zusammenhang mit dem Gebet erwähnt, so z.B:
„Wahrlich, denjenigen, die gläubig sind und gute Werke tun und das Gebet verrichten und die Zakat entrichten, ist ihr Lohn vor ihrem Herrn (gewiss) und sie brauchen keine Angst zu haben noch werden sie traurig sein.“ (Al Baqara, 277)
„Der Islam wurde auf (Säulen) gebaut: Dem Zeugnis, dass es keinen Gott außer Gott gibt und dass Muhammed der Gesandte Gottes ist, dem Verrichten des Gebets, der Abgabe der Zakat, dem Fasten im Ramadan und der Hadsch zum Hause Gottes (zur Kaaba in Mekka), wenn man dazu in der Lage ist.“(Überliefert von Buchari und Muslim).
Bei der deutschen Übersetzung des Begriffes „Zakat“ ist die Umschreibung als „soziale Pflichtabgabe“ angebracht, da die Zakat -Empfänger einen Rechtsanspruch auf sie haben. Die Begriffe „Armensteuer“ oder „Almosen“ sollten dagegen nicht verwendet werden, weil sie den Sinn dieser Handlung verfälschen.
Die Zakat (der Begriff „Sadaqa“ wird oft als Synonym verwendet, ist aber eine freiwillige Spende) ist eine religiöse Verpflichtung für alle Muslime, die genügend Besitz haben, um Zakat geben zu können. Die Zakat-Zahlung ist ein wichtiger Bestandteil jeder islamischen Gemeinschaft, da sie auf einer Seite die ökologische und soziale Sicherheit und auf der anderen Seite das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Menschen fördert, indem sie jedem Menschen die Lebensgrundlage sichert, ohne dass sich der Empfänger jemandem verpflichtet fühlen muss.
Durch das Zahlen der Zakat reinigt man nicht nur seinen Besitz, sondern auch sein Herz von Egoismus, Habsucht und der Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid anderer Menschen. Auf diese Weise tritt ins Bewusstsein, dass der Besitz in Wirklichkeit Gott gehört, wie alle anderen Dinge auch, und dass man mit diesem anvertrauten Gut verantwortungsvoll umgehen und seinen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit leisten soll. Gleichzeitig werden die Herzen derjenigen, die Zakat empfangen, vor Neid und Hass auf die Wohlhabenden geschützt.
Letzte Aktualisierung: 20.11.2009