Adak, Nasr oder Gelübde bezeichnet ein an Allah gegebenes Versprechen, das den Iman (Glauben) stärken soll. Man bittet Allah um Unterstützung oder die Erfüllung eines Wunsches und verpflichtet sich, eine bestimmte Handlung für Allah durchzuführen, wenn das Ereignis eintritt.
Ein Gelübde ist gleichzeitig eine Prüfung für den Gläubigen, denn er muss die Handlung unbedingt vornehmen. Wird sie unterlassen, ist es eine schwere Sünde. Hält sich der Gläubige an sein Versprechen, wird ihm eine gute Tat angerechnet.
Üblicherweise schlachtet man nach dem Eintreten des gewünschten Ereignisses ein Tier, damit das Fleisch an Arme und Bedürftige verteilt werden kann (die Beträge für die einzelnen Länder finden sie rechts).
Um das Gelübde an Allah einzuhalten, kann der Gläubige auch zusätzliche Gebete verrichten, freiwillig fasten oder andere Sunna-Handlungen (überlieferte Handlungen des Propheten Muhammad) vornehmen. Dazu gehört zum Beispiel, Teile des Qurans auswendigzulernen oder zu rezitieren, zu spenden und generell gute Taten zu verrichten.
Das Versprechen kann geheim oder öffentlich gemacht werden und darf nur mögliche und erlaubte Handlungen betreffen. Der Gläubige kann selbst entscheiden, ob er das Versprechen vor oder nach dem Eintreten des Ereignisses erfüllt.