Tamusa Umaeva, Tschetschenien: “Jeden Abend gehe ich mit der Angst ins Bett, dass es morgen nicht genug zu essen gibt”

Die siebenfache Mutter Tamusa Umaeva und ihre Familien lebten in einer Garage bis sie es sich leisten konnten, sich eine Wohnung in Grozny, Tschetschenien, zu mieten.

„Wir sind vor neun Jahren hierhin gezogen, sieben Jahre haben wir in der Garage gelebt“, sagt Tamusa, 35 Jahre alt. „Dann fand ich Arbeit als Straßenkehrerin, so dass wir eine Wohnung mieten konnten.“ Um den Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeiten ihre jugendlichen Söhne zusammen mit ihrem Vater als Schrottsammler. „Vor dem Krieg waren hier Chemie-Fabriken, aber sie wurden während des Krieges zerstört. Die meisten Männer zerlegten daraufhin das Metall der Fabriken in Einzelstücke und verkauften es. Ramzan und unsere zwei Söhne Adam und Shamil tun genau dies. „Vor zwei Jahren wurde Shamil durch das verstrahlte Metall krank und verlor seine Haare. Ich brachte ihn ins Krankenhaus, und er genas.“


Auch wenn vier Familienmitglieder nun arbeiten, muss die Familie nach wie vor kämpfen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Fünf der Kinder gehen zur Schule, und Tamusa sorgt sich darum, wie sie die Kosten für Schuluniformen und Bücher aufbringen sollen.

„Wenn ich bete, bitte ich Allah um genug Glauben, um in Würde all diese Schwierigkeiten zu bewältigen. Wir haben kein fließendes Wasser zu Hause. Jedes Mal, wenn ich ein lautes Geräusch höre, erschrecke ich mich, weil ich Angst habe, dass jemand die Wohnung zwangsräumt- dann müssten wir wieder von einem Ort zum anderen wandern. Jeden Abend gehe ich ins Bett mit der Angst, dass es morgen nicht genug zu essen geben und meine Kinder hungern könnten. Wir haben oft nicht genug zu essen, aber Allah hilft uns. Er hat uns auch diesmal geholfen“, sagt sie und meint damit das Lebensmittelpaket von Islamic Relief.

„Das Essen im Ramadan ist ein sehr willkommenes und zeitgemäßes Geschenk. Ihr gabt uns Mehl, Reis, Buchweizen, Zucker, Öl und Süßigkeiten. Alhamdulillah! Dies ist eine große Hilfe für unsere Familie und andere. Es gibt viele behinderte und kranke Menschen wegen der Verstrahlung. Wir alle brauchen Hilfe, und für uns ist die Ramadanhilfe wie Wasser in der Wüste.“

Im Ramadan 2014 profitierten mehr als 3.700 gefährdete Familien in Tschetschenien von den Lebensmittelpaketen von Islamic Relief.