
Land: | Sudan |
Ort: | Provinz Nord-Kurdufan, 40 Dörfer in Gubrat Al-Sheikh |
Zielgruppe: | Binnenflüchtlinge und Nomaden |
Begünstigte: | Direkt: 19.500 Menschen Indirekt: 600 Menschen |
Projektziel: | Verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung |
Gesamtkosten: | 100.000 Euro |
Projektdauer: | 10 Monate |

Als Beitrag zu dem 7. Millenniumsentwicklungsziel richtet sich dieses Projekt direkt an die Ursachen von Unterentwicklung in Nord-Kurdufan. Von der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen profitieren über 19.000 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder.
Bei der Durchführung des Projektes werden die Gemeindemitglieder auf allen Ebenen mit einbezogen und erlernen nützliche Fähigkeiten für die Instandhaltung der Brunnen und Latrinen. Die Ausbildung von Mechanikern und Wasser-Komitees unterstützt die nachhaltige und eigenständige Umsetzung des Projektes. Informationsveranstaltungen über Gesundheit und Hygiene in den Gemeinden helfen, die Verbreitung von Krankheiten in der Region einzudämmen.
Hauptaktivitäten im Bereich Wasser:
1. Bohrung und Installation von 10 neuen Handpumpen/Wasseranschlüssen
2. Installation von 2 absenkbaren Pumpen Reparatur von 30 defekten Handpumpen
3. Verteilung von 10 Reparatur-Sets für Handpumpen
4. Schulung von 60 lokalen Mechanikern (Frauen und Männer)
5. Schulung von 20 Komitees im Wassermanagement (insgesamt 40 Personen)
Hauptaktivitäten im Bereich Sanitär:
1. Bildung von ‚Hygiene-Klubs’ in 8 Schulen
2. Durchführung von 35 Informationsveranstaltungen zu den Themen Sanitär, Gesundheit, Körperhygiene in 35 ausgewählten Gemeinden
3. Bau von 2 Latrinen in Grundschulen
Groß-Kurdufan ist eines der trockensten Gebiete des Sudans. Rund 80 Prozent der Bevölkerung lebt auf dem Land und die Viehzucht ist meist die einzige Einkommensquelle. Der Zugang zu Wasser ist sehr begrenzt; viele Gemeinden sind vom Regenwasser abhängig und schöpfen es aus Wasserbecken. Doch die Oberflächengewässer sind oft kontaminiert und verschmutzt. Frauen und Kinder sind täglich mehrere Kilometer zu Fuß unterwegs, um Wasser für den Haushalt zu schöpfen. Der Wassermangel begrenzt zudem den Anbau von Nahrungsmitteln und viele Einwohner der Region sind gezwungen in andere Gebiete umzusiedeln.
Den Gemeinden stehen kaum sanitäre Einrichtungen zur Verfügung, wodurch Krankheiten wie akuter Durchfall in Verbindung mit hohem Wasserverlust weit verbreitet sind. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen sind schlecht mit Sanitäranlagen ausgestattet, sodass Büsche und Flüsse als öffentliche Toiletten benutzt werden.
Die Auswirkungen auf Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung sind gravierend: Die Nutzung von verschmutztem Wasser in Entwicklungsländern ist eine der Hauptursachen für die hohe Sterblichkeit von Kindern unter 5 Jahren (UNICEF 2006).
Seit Beginn des Projektes im Mai konnte bis Ende Oktober 2011 der Zugang zu sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung in 40 Dörfern in Gubrat Al-Sheikh in der Provinz Nord-Kurdufan verbessert werden. Die Hälfte der Projektimplementierungszeit ist mittlerweile verstrichen. Wie geplant konnten bereits 30 defekte Handpumpen in 27 Dörfern repariert werden; davon profitieren 7.797 Personen. Außerdem konnte eine neue Handpumpe und eine neue absenkbare Pumpe installiert werden. Von beiden Pumpen profitieren 2.250 Menschen in fünf Dörfern. Somit erhielten insgesamt 10.047 Personen in 32 Dörfern Zugang zu sauberem und frischem Trinkwasser. Auch Menschen außerhalb der Zieldörfer nutzen die von Islamic Relief Deutschland gebauten Brunnen, um frisches Trinkwasser für ihren täglichen Bedarf zu holen.
Das Gesamtziel von 11.000 Begünstigten in 40 Dörfern wurde jedoch noch nicht vollständig erreicht. Drei defekte Handpumpen wurden noch nicht wieder instandgesetzt, daher haben 935 Zielbegünstigte noch keinen Zugang zu frischem und sicherem Trinkwasser. Die Instandsetzung wird aber in den nächsten Monaten realisiert. Auch die zwei geplanten Latrinenanlagen in Schulen werden im zweiten Teil des Projektzeitraumes gebaut werden. Hier wird besonders auf die Trennung von Jungen- und Mädchenlatrinen geachtet.
35 Informationsveranstaltungen zu den Themen Sanitär, Gesundheit und Körperhygiene in 35 ausgewählten Gemeinden wurden bereits durchgeführt und 4.740 Menschen wurden mit diesen Schulungen erreicht. Zusätzlich haben 5.060 Begünstigte ihre hygienischen Gewohnheiten vor allem in Bezug auf Händewaschen verbessert.
Aufklärung zu Hygiene wurde auch in acht Grundschulen durchgeführt und 3.200 Schüler wurden mit dieser Maßnahme erreicht. Dabei wurde jeweils ein Hygiene-Klub pro Schule gegründet. Dieser besteht aus jeweils 10 Mitgliedern: sechs Schülern, zwei Lehrern und zwei Arbeitern.
Während des Berichtszeitraums sind die Aktivitäten wie geplant durchgeführt worden. Es gab keine schwerwiegenden Hindernisse. Deshalb wird erwartet, dass das Projektziel im vorgegebenen Zeitrahmen erfolgreich erreicht werden wird.




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