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 Islamic Relief > Bangladesch: Wasser

Land:

Bangladesch

Ort:

Distrikte Kurigram, Sylhet und Bagerhat

Begünstigte:

1.255 Haushalte, 6.575 Personen, darunter viele Schulkinder

Projektziel:

Langfristige Förderung von Gesundheit für die Einwohner der drei Distrikte durch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen.

Projektdauer:

1 Jahr

Gesamtkosten:

56.718 Euro

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Projekte

    • Afghanistan: Einkommenssicherung
    • Afghanistan: Gesundheit
    • Ägypten: Frühförderung für behinderte Kinder
    • Äthiopien: Kommunalentwicklung
    • Bangladesch: Wasser
    • Jemen: Zivilgesellschaft stärken
    • Libanon: Hygiene
    • Mali: Gesundheit
    • Palästina: Cash-for-Work
    • Palästina: Landwirtschaftliche Brunnen
    • Palästina: Wasser für Schulen
    • Pakistan: Einkommenssicherung
    • Sudan: Gesundheit, Wasser & Sanitär
    • Sudan: Wasser & Sanitär

    Bangladesch: WasserBangladesch: Wasser

    Seit Jahren besteht in dem dicht besiedelten Land das Problem der Wasserversorgung. Arsenverschmutztes Trinkwasser und das Fehlen sanitärer Einrichtungen gefährden nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern verstärken auch den Druck auf die Umwelt. Mit einer groß angelegten Aufklärungskampagne zum Thema Hygiene und Krankheiten versucht Islamic Relief diese Entwicklung aufzuhalten. In abgelegenen Regionen werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden tiefe Brunnen gebohrt und Latrinen errichtet.

    Hauptaktivitäten

    Hauptaktivitäten

    Sauberes Trinkwasser:

    1. Bohrung 90 tiefer Brunnen für 900 Familien bei Arsenverseuchung in flachen Grundwasserbereichen

    2. Bohrung 20 flacher Brunnen für rund 200 Familien Errichtung von 5 Sandfilterbecken für 150 Familien

    3. Errichtung von Sammelbecken für Regenwasser

    4. Ausbildung von Instandhaltungs-Teams

    Sanitäre Anlagen & Hygiene:

    1. Bau von Latrinen

    2. Schulung der Benutzer zum Thema Hygiene

    3. Informationsveranstaltungen zum Thema Hygiene in Schulen

    3. Informationsveranstaltungen in den Gemeinden

    4. Schulung der Instandhaltungs-Teams

    Hintergrund

    Hintergrund

    Bangladesch gehört zu dem am dichtesten besiedelten Ländern in Süd-Asien. 144 Millionen Einwohner teilen sich die wenigen Wasserressourcen. Flüsse und Seen werden vielseitig genutzt: Neben Verzehr, Körperpflege und der Reinigung von Kleidung dienen die Oberflächengewässer auch als Ort der Notdurft und für die industrielle Müllentsorgung. Nur rund 44 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gegenden haben Zugang zu sanitären Einrichtungen, die Hälfte aller Grundschulen auf dem Land haben gar keine Toiletten. Folglich sind Krankheiten wie Durchfall, die häufig im Zusammenhang mit verschmutztem Wasser stehen, weit verbreitet.

    Aber auch das Grundwasser bietet nicht überall eine Alternative. In Küstenregionen oft versalzen oder mit Arsen verunreinigt ist auch diese Trinkwasserquelle eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen, insbesondere der Kleinkinder. In 61 von 64 Distrikten des Landes konnte Arsen im Trinkwasser nachgewiesen werden. Je nach den Bedürfnissen der Region helfen tiefe Bohrbrunnen, Filteranlagen oder Regenwassersammelbecken die Einwohner eines oder mehrerer Dörfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

     

    Zwischenbericht

    Zeitraum April bis Oktober 2011

    Die langfristige Gesundheitsförderung für die Einwohner der drei Distrikte Kurigram, Sylhet und Bagerhat in Bangladesch soll durch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und katastrophenresistenten Abwassersystemen erreicht werden. Bisher wurden vier tiefe Brunnen gebaut und damit 120 Familien der Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Zusätzlich werden 190 Familien mit sauberem Trinkwasser durch den Bau von flachen Brunnen versorgt. Drei weitere Familien profitieren von der Installation von drei Regenwassersystemen. Die Mitglieder von 150 Familien erhalten durch fünf Sandfilterbecken Zugang zu lebenswichtigem Trinkwasser.

    Neben der Errichtung von lebensnotwendigen Trinkwasserversorgungssystemen hat Islamic Relief 65 Latrinen für 65 bedürftige Familien gebaut. So werden die sanitären, hygienischen sowie gesundheitlichen Bedingungen der Familien deutlich verbessert. Vorher mussten diese Menschen ihre unmittelbare Umgebung als Toilette benutzen. Das hat die Verbreitung von Krankheiten verstärkt und die Umwelt sowie andere Menschen belastet. Zusätzlich zu dem Bau der Latrinen wurden die Bedürftigen im Umgang mit den Latrinen geschult. So betreten sie zum Beispiel die Latrinen nur mit Sandalen und haben gelernt, wie die Latrinen gesäubert werden. Bis zum Ende des Projektes sollen noch 15 weitere Latrinen gebaut werden.

    Zusätzlich wurden Schüler in 150 Schulen über die Gefahren von Arsenkontamination aufgeklärt. Auch über Wassersicherheit, Gesundheit und Hygiene wurden die Schüler informiert. 360 Gemeindemitglieder erhielten bereits Schulungen zu den Themen Wassersicherheit, Arsenkontamination, Gesundheit und Hygiene, Katastrophenschutz und Klimawandel. Ein Aktionstag zum Thema Wasser und Hygiene wurde durchgeführt, wobei die Bevölkerung über wichtige Themen im Zusammenhang mit Wasser informiert wurde.

    Bis zum Ende des Projektes sollen noch weitere tiefe und flache Brunnen für die Bevölkerung in Bangladesch gebaut werden. Außerdem werden weitere Hygieneschulungen in Dörfern und Schulen durchgeführt.

    Fotos

    Brunnen mit Sandfiltersystem im Dorf Amragachia
    Regewasser-Sammelcontainer
    Schulung für Nutzer der Wasser- und Sanitäranlagen
    Brunnen im Dorf Chartoffajool Noya Vangni
    Letzte Aktualisierung am  26.01.2012 
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