Von der seit mehreren Monaten anhaltenden Dürre am Horn von Afrika sind bereits über zehn Millionen Menschen betroffen, vor allem in Somalia, Kenia und Äthiopien. Die aktuelle Dürre ist die schlimmste in der Region seit 60 Jahren. Viele Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. Rund 11,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Auch jetzt, im Oktober, hat sich die Lage noch nicht zum Besseren gewendet.
Zwei besonders schwerwiegende Faktoren kommen bei der gegenwärtigen Dürre zusammen: Die über längere Zeit viel zu geringen Regenfälle und die stark gestiegenen Lebensmittelpreise in der Region. Insbesondere aus Somalia fliehen Menschen vor der Dürre in das Nachbarland Kenia. An der kenianisch-somalischen Grenze befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt, Dadaab, mit fast 450.000 Bewohnern (Stand Ende September). Auch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu und anderen Regionen lebt eine große Zahl von Flüchtlingen.
Insbesondere bei Kindern ist ein dramatischer Anstieg von Unterernährung und Durchfall zu beobachten, was unter den gegebenen Bedingungen lebensbedrohlich ist. Die UN hat für Teile Somalias offiziell eine Hungersnot ausgerufen.
Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF sind in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti mehr als 2,3 Millionen Kinder akut mangelernährt und über 560.000 lebensbedrohlich ausgezehrt.

Geleistete Hilfe während der aktuellen Hungersnot im Zeitraum vom 20. Juli bis 31. Oktober 2011:
Islamic Relief ist seit 2006 mit vier Projektbüros in allen drei Hauptregionen Somalias vertreten. Mit Beginn der diesjährigen Hungersnot eröffnete Islamic Relief ein fünftes Büro in Baidoa, das speziell die Nothilfe unterstützen soll. Islamic Relief konzentriert die Nothilfe auf die Regionen Bay, Bokol, Lower Shabelle und Banadir.
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Bereits etwa 25.000 Menschen wurden bisher im Rahmen der von Islamic Relief angebotenen Gesundheitsberatung erreicht. In den Regionen Somali und Afar wurde eine große Menge von Nahrungsmitteln verteilt. An 21 Verteilungsstellen wird Wasser bereit gestellt. Die Impfung von Vieh wird in Kürze beginnen.

Insgesamt soll in den nächsten sechs Monaten im Bereich Gesundheit und Ernährung 152.000 Menschen geholfen werden, durch Maßnahmen im Bereich Wasser und Sanitär 100.000 Menschen, und durch Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensunterhalts sowie Lebensmittelverteilungen 80.500 Bedürftige. 45.000 Kinder sollen von Schutz- und Bildungsmaßnahmen profitieren.
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Allah der Erhabene sagt im Quran:
"Und was lässt dich wissen, was der steile Passweg ist? Es ist die Freilassung eines Sklaven oder zu speisen am Tag der Hungersnot eine Waise, die einem nahe ist, oder einen Armen, der dem Boden nahe ist."
Al-Balad: 12-16

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Tel. 0221 200 499-0

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hier ein Radio-Interview mit Nuri Köseli, Pressesprecher von Islamic Relief Deutschland, in Metropol FM (Türkisch).
Einen Überblick über die Hilfsmaßnahmen der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft am Horn von Afrika, darunter Islamic Relief, können Sie
hier lesen.
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