27.04.2017 |

Islamic Relief fordert auf der UN-Geberkonferenz eine Aufstockung der Hilfe

19 Millionen Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, um zu überleben – so viele wie in keinem anderen Land auf der Welt. Etwa 14 Millionen Menschen vor Ort sind von Nahrungsmittelknappheit betroffen, 500.000 Kindern droht der Hungertod, alle zehn Minuten stirbt daran gar ein Kind – eine katastrophale humanitäre Lage, die sich aufgrund des Jemen-Krieges weiter verschlimmert.

Auf der UN-Geberkonferenz am 25. April 2017 versammelte sich die internationale Gemeinschaft zu dem dringlichen Apell, die unzureichende Jemen-Hilfe aufzustocken. „Können Sie es mit Ihren Herzen und Budgets vereinbaren, mehr dafür zu tun, diese Menschen zu schützen und ihnen Hilfe zu leisten? “, so Islamic Relief Worldwide-Geschäftsführer Naser Haghamed auf der Konferenz . „Die UN, Islamic Relief und weitere vor Ort Agierende sind dazu bereit, die Hilfsmaßnahmen zu verstärken. Um die Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Um sie medizinisch besser versorgen zu können. Letztendlich aber, um weitere unschuldige Leben zu wahren und zu retten.“

Seit 2004 ist Islamic Relief in 18 von 22 Regierungsbezirken im Jemen aktiv und leistet Hilfe in schwer erreichbaren Gebieten. Durch das das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) konnte Islamic Relief seit Anfang 2015 die Nahrungsmittelversorgung von 2,5 Millionen Menschen gewährleisten. In diesem Jahr erhöhte Islamic Relief seine Hilfeleistungen um weitere 5 Prozent. „Wir sind dazu bereit, unseren Einsatz zu verstärken, sofern uns diese Woche in Genf die zusätzlich nötigen Finanzierungsmittel zugesprochen werden “, so Naser Haghamed.

Die 50 Geberländer haben in Genf bereits weitere Hilfsgelder zugesagt. Jedoch hängen die Möglichkeiten zu helfen auch von diplomatischen Bemühungen ab. Ohne Feuerpausen etwa ist es sehr schwierig, Menschen in schwer erreichbaren Gebieten mit Hilfsgütern zu versorgen. So fordert Naser Haghamed: „Die Prinzipien des humanitären Völkerrechts müssen respektiert werden. So sollte Helfern und Personal in Gesundheitseinrichtungen ermöglicht werden, ihrer Aufgabe der Lebensrettung nachzugehen, ohne selbst um ihr Leben bangen zu müssen.“  

Spenden Sie jetzt in unseren Notfallfonds, um den Menschen im Jemen zu helfen! 

#HilfefürJemen

500.000 Kindern droht der Hungertod im Jemen