22.02.2017 |

Ein Überblick über die aktuelle Hilfe des Netzwerks

Islamic Relief Worldwide und verschiedene andere Partner des Islamic Relief-Netzwerks leisten in verschiedenen Krisenregionen weltweit Hilfe. Dramatische Entwicklungen sind derzeit insbesondere in Sudan, Südsudan und Somalia zu beobachten. Drohende Wasser- und Nahrungsmittelknappheit in Verb mit steigenden Zahlen von Binnenflüchtlingen bedürfen der Umsetzung sowohl akuter als auch präventiver Hilfsmaßnahmen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die aktuelle Hilfe des Islamic Relief-Netzwerks in verschiedenen Ländern und Regionen.

Afghanistan und Pakistan

Für die geplante Winternothilfe in Afghanistan wurden von Islamic Relief Kanada und Islamic Relief USA Geldbeträge von jeweils 200.000 Kanadischen Dollar sowie 343.234 US-Dollar zur Verfügung gestellt. Seit Anfang des Jahres kämpfen Menschen in Afghanistan und Pakistan mit schweren Sturm- und Schneefällen. Derzeit gibt es mehr als zweihundert Lawinenopfer und tausende Familien auf sind auf Hilfe angewiesen. Nun erfolgt die Umsetzung des Nothilfeplanes durch Islamic Relief Afghanistan. Diese umfasst in erster Linie die unmittelbare Nahrungsmittelversorgung der betroffenen Familien sowie die Bereitstellung von Non-Food-Artikeln.

Nigeria

Diese Woche organisierte die Abteilung für humanitäre Angelegenheiten Meetings mit Islamic Relief Partnern, um die aktuelle Situation vor Ort zu besprechen, mögliche Fragen zu beantworten und das Finanzierungspotenzial auf unterschiedlichen Ebenen zu bewerten. Für die geplanten Hilfsmaßnahmen in Nigeria stellt Islamic Relief Kanada ca. 300.000 Kanadische Dollar zur Verfügung.

Sudan

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sind im Jahr 2016 über 131.000 Menschen aus Südsudan nach Sudan geflüchtet. Im Jahresvergleich ist dies mit Abstand die höchste verzeichnete Zahl an Flüchtlingen. Konflikt und Gewalt, Nahrungsunsicherheit, Unterernährung und fehlender Zugang zu Grundversorgungsmitteln sind Ursache dieser großen Fluchtbewegungen.

Im Januar hat Islamic Relief Sudan in Zentral-Darfur Wasser- und Sanitärversorgungprojekte umgesetzt. Zusammen mit der Verteilung von 1.350 Hygienepaketen wurden auch 2.000 Kanister gereinigt, sodass in sie sauberes Wasser abgefüllt werden kann.  Das neue Outreach-Office von Islamic Relief Sudan in El-Mairam hat Untersuchungen zur Wasserversorgung im westlichen Kordofan durchgeführt und hierbei zwei Waserreservoirs entdeckt, die saniert werden können.

Südsudan

Seit Juli 2016 spitzt sich der Konflikt in Südsudan immer weiter zu. Davon betroffen sind nun auch Gebiete in Äquatoria, die bisher verschont geblieben waren. Nahrungsunsicherheit und Unterernährung sind so verbreitet wie nie zuvor. Mehr als 3,2 Millionen Menschen mussten ihre Häuser verlassen, einschließlich der 1,85 Millionen Binnenvertriebenen und weiteren 1,4 Millionen, die in benachbarte Länder wie Äthiopien, Uganda und Sudan flüchteten. Es wird prognostiziert, dass dem Land in 2017 Nahrungsmittelknappheit in einem bislang unbekannten Ausmaß bevorsteht.

Islamic Relief führt derzeit die Umsetzung von Projekten in Südsudan fort und hat bisher mehr als 12.000 Betroffene und Kinder erreichen können. Für Ende Februar 2017 wurde das Ziel festgelegt, den täglichen Wasserbedarf für 3.000 Haushalte zu sichern; Islamic Relief hat bisher 7.500 innerhalb des Landes vertriebenen Menschen den Zugang zu Wasser ermöglicht. In zwei Camps wurden 1.840 Haushalte mit Nahrungsmitteln versorgt und weitere 1.440 Haushalte erhielten Moskitonetze.

Somalia

Die aktuelle Lage in Somalia erinnert an die humanitäre Krise im Jahr 2011, in der tausende von Menschen zu Zeiten der Dürre von Hungersnot betroffen waren. Trotz der von Islamic Relief Somalia ergriffenen bisherigen Maßnahmen wurden im Dezember 2016 erste Anzeichen einer fortlaufenden Dürre festgestellt. Im Februar 2017 hat sich die humanitäre Lage in Somalia nochmals verschlimmert. Islamic Relief Somalia arbeitet im Rahmen der zur Verfügung gestellten Mittel derzeit an drei Kurzprojekten.

Projekt 1: SPEED (Somaliland and Puntland El-Nino Emergency Drought Response). Zwei Monate lang werden 1.800 Haushalte durch manuelle Wasserzufuhr unterstützt, um Gemeinschaften zu helfen und den Erhalt ihrer Nutztiere zu gewährleisten. Dieses Projekt wird von Islamic Relief USA unterstützt.

Projekt 2: IDRIS (Drought Recovery in Somaliland). Dieses Projekt wird von Islamic Relief UK unterstützt und konnte die Lebensmittelversorgung von 300 Haushalten sichern. Insgesamt erhielten über 1.800 Menschen Nahrungsmittelpakete.

Projekt 3: EFWG (Emergency Food and Water Aid for Gedo-Somalia). 1.100 bedürftige Menschen (insbesondere Frauen, Kinder, Witwen, Senioren), die sehr stark von der Dürre betroffen sind, werden von Islamic Relief Somalia mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt. Dieses Projekt wird von Islamic Relief Malaysia finanziert und befindet sich noch in der Vorbereitungsphase.  

 

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Verteilung von Nahrungsmittelpaketen in Südsudan

Zelt einer betroffenen Familie in Kabul, Afghanistan

Sauberes Wasser für Flüchtlinge in Sudan: Kanister von Islamic Relief Kanada