12.06.2017 |

"Gemeinsam gegen die Hungersnot" - Bundespräsident ruft zu Hilfe auf

Die Dürre und die mit ihr verbundene Hungersnot gefährdet das Leben von Millionen Menschen im Jemen, am Horn von Afrika und der Tschadsee-Region. Alte und schwache Menschen sowie mangelernährte Kinder ergreifen die Flucht und fliehen teils hunderte Kilometer vor dem Tod durch Hunger.

Die humanitäre Situation am Horn von Afrika in Ländern wie Äthiopien und Somalia oder auch im Südsudan hat sich rasant verschlechtert. „Etwa die Hälfte der somalischen Bevölkerung, 6,2 Millionen Menschen, haben keine Nahrung und benötigen humanitäre Hilfe“, erklärt Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland. „Millionen unterernährte Kinder benötigen eine akute Behandlung, darunter 200.000 stark unterernährte Kinder in Somalia, die anfälliger sind als jede andere Gruppe. Es ist unerträglich, dass Eltern um das Leben ihrer Kinder durch Hunger fürchten müssen.“

„Die lange Dürreperiode hat schon viel zu viele Opfer gefordert. Ohne unsere Hilfe werden noch mehr Frauen, Männer und Kinder verhungern“, weist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf die dramatische Situation der betroffenen Menschen in seinem Spendenaufruf für die Aktion „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ von Bündnissen wie Aktion Deutschland Hilft und Gemeinsam für Afrika hin. Islamic Relief Deutschland engagiert sich sehr stark für die Betroffenen und auch innerhalb der beiden genannten Bündnisse.

„In Anbetracht der großen Gefahr, der die Menschen ausgesetzt sind, ist dieser Aufruf unseres Bundespräsidenten sehr bedeutsam. Wir hoffen auf weitere Unterstützung und bitten die Bevölkerung, Unternehmen, Gemeinden und Schulinitiativen, diesem Appell zu folgen“, sagt Tarek Abdelalem.

Islamic Relief Deutschland leistet Hilfe in den von Dürre und Hungersnot geplagten Ländern. So wurde vor kurzem in Jemen in den Gebieten Taiz und Aden ein Projekt zur Verbesserung der Ernährungssituation und gesundheitlichen Lage von gefährdeten Menschen durchgeführt. Über 8.800 Menschen wurde somit geholfen. In der Afar-Region von Äthiopien sorgt Islamic Relief Deutschland dafür, dass mehr als 15.600 Frauen und Männer Trinkwasser bekommen. Um die Verbreitung von Epidemien zu verhindern, werden auch Sanitäreinrichtungen errichtet.

Islamic Relief Deutschland ruft dringend zu Spenden für die Betroffenen auf und möchte mit dem Aufruf ihre Unterstützer, verschiedene Vereine und Moscheegemeinden und auch junge Menschen mobilisieren, sich noch mehr für die Hungerleidenden zu engagieren.

Sehen Sie hier den Video-Aufruf des Bundespräsidenten Steinmeier

Spenden Sie hier für die Afrika-Nothilfe von Islamic Relief Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief zu Hilfe für die Hungernden in mehreren afrikanischen Ländern auf. © DFC/Oellers