24.06.2014 | Aktuelles Startseite

Das Muslimische SeelsorgeTelefon feiert Jubiläum

Am vergangenen Freitag, dem 20. Juni 2014, feierte das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) sein fünfjähriges Jubiläum. Deshalb lud es zum Festakt in die Werkstatt der Kulturen in Berlin ein, der von etwa 110 Anwesenden begangen wurde. Sevgi Kulanoğu, Büroleiterin von Islamic Relief in Berlin, und Kati Bond, Ausbilderin bei MuTeS, führten durch das vielfältige Programm. Mit dabei waren hochrangige Gäste ebenso wie Unterstützer und Freunde des weltweit einmaligen Dienstes.

So waren die Staatssekretärin Hella Dunger-Löper und Ali Kızılkaya, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime, anwesend; weiterhin wurden Grußworte von Staatsministerin Aydan Özoğuz und Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner verlesen.

„Der Zuspruch auch von öffentlicher Seite ist enorm“, so Mohammad Imran Sagir, Geschäftsführer von MuTeS. „Dass auch der Berliner Senat hinter uns steht ist ein wichtiges Signal auf dem Weg zur Anerkennung unseres Dienstes als wertvollem Beitrag für die Gesellschaft.“

MuTeS blickt inzwischen auf insgesamt mehr als 19.600 Anrufe von Menschen mit Sorgen und Nöten zurück, die sich vertrauensvoll und anonym an die ehrenamtlichen Telefonseelsorger wandten. 73 Seelsorger leisten derzeit diese wertvolle Hilfe - sie wurden professionell durch ein Team von muslimischen und christlichen Seelsorgern ausgebildet. Kooperationspartner sind dabei das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg und der Caritasverband Berlin. Der Dienst wird seit März 2013 24 Stunden an sieben Tagen die Woche angeboten und ist durch eine große Vielfalt geprägt – sowohl bei den Gesprächsthemen als auch bei Hintergrund und Herkunft von Seelsorgern und Anrufern.

Beim Podiumsgespräch zwischen den MuTeS-Kooperationspartnern Prof. Dr. Ulrike Kostka (Direktorin Caritasverband Erzbistum Berlin), Uwe Müller (Geschäftsführer Kirchliche TelefonSeelsorge Berlin) und Tarek Abdelalem (Geschäftsführer Islamic Relief Deutschland) gingen die Diskutanten auf die Entstehung von MuTeS ein. Dabei wurde deutlich, dass dabei auch Herausforderungen gegeben waren, die jedoch durch den Blick auf die Gemeinsamkeiten erfolgreich bewältigt werden konnten.

Dies spiegelte sich auch in der Rede Tarek Abdelalems wider: „Am Anfang stand die Frage: Wie können wir positiv und aktiv auf die Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen? Dann kamen fünf Jahre harte Arbeit, fünf Jahre Herausforderung. Wir können stolz darauf sein, dass wir dieses Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“ Anschließend dankte er den Kooperationspartnern sowie den engagierten Ausbildern Uwe Müller und Edouard Marry (Kirchliche Telefonseelsorge), Stefan Schenck (Fundraiser) und insbesondere Mohammad Imran Sagir.

„Wir möchten uns bei allen Freunden und Unterstützern bedanken und hoffen auch in Zukunft, den Menschen Beistand und Hilfe leisten zu können“, so Sagir.Tarek Abdelalem dankte insbesondere den Ehrenamtlichen: „Sich jeden Tag um Probleme und Schwierigkeiten seiner Mitmenschen zu kümmern – das zeigt eine außergewöhnliche Stärke!“

Tragend sei in diesem Kontext auch der folgende Ausspruch des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihm: „Wer einem Gläubigen eine Sorge von den Sorgen dieser Welt nimmt, dem wird Allah eine Sorge von den Sorgen des Tages der Auferstehung nehmen.“

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Der Geschäftsführer von MuTeS, Imran Sagir, dankt allen Unterstützern und Ehrenamtlichen.

Der Islamic Relief-Geschäftsführer Tarek Abdelalem hält eine Rede

Podiumsgespräch zwischen den MuTeS-Kooperationspartnern Prof. Dr. Ulrike Kostka, Uwe Müller und Tarek Abdelalem