14.10.2015 |

Workshop der GIZ mit Beteiligung von Islamic Relief

Am 06.10. nahmen Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland, und Dr. Mohamed Ashmawey, Geschäftsführer von Islamic Relief Worldwide, in Berlin an dem Workshop „Governance and Religion: More or Less Governance through Value-Based Stakeholders?“ teil. Der Workshop war von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert worden.

Thema war das Verhältnis von religiösen Werten und Entwicklungszusammenarbeit: ob und wenn ja in welchem Maße religiöse Werte einen Platz in der Entwicklungshilfe haben sollten.

Dass Religion sehr wohl eine große Rolle spiele, war die Position, die Dr. Ashmawey von Islamic Relief Worldwide vertrat. Bestimmte Werte seien sehr hilfreich, um die Entwicklungshilfe voran zu bringen.

Denn in den Entwicklungsländern spiele die Religion eine große Rolle, und werde dies in der Entwicklungszusammenarbeit angemessen berücksichtigt, könne vieles dadurch verbessert und erleichtert werden, etwa hinsichtlich Motivation, Anerkennung und Vertrauen. In Jordanien gab es beispielsweise eine Diskussion zum Thema „Wasserverschwendung“, bei der muslimische Bürger mit islamischen Gelehrten sprachen und bei der verdeutlicht wurde, dass mit Wasser sparsam umgegangen werden muss. Was aus den islamischen Quellen wie Quran und Hadithen klar zu belegen ist.  Dadurch wird die Motivation der Menschen, Wasser zu sparen, durch die religiöse Begründung zusätzlich gestärkt und es ist für sie besonders überzeugend.

Alle Teilnehmer des Workshops, so berichtet Tarek Abdelalem, seien am Ende zu dem Entschluss gekommen, dass die Religion im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit vor allem in jenen Ländern besonders wichtig sei, wo Religion für die Gesellschaft eine große Rolle spielt und es daher nicht sinnvoll sei, diese gänzlich auszuschließen.

Dr. Mohamed Ashmawey, Geschäftsführer von Islamic Relief Worldwide, beim GIZ-Workshop