30. Januar 2010
Unter den am schlimmsten betroffenen Gebieten befinden sich auch die ärmsten in Gaza, dort leben die Menschen in einfachen Behausungen. Als die Wassermassen die die dicht besiedelte Gegend überflutete, wurden viele dieser Hütten zerstört, andere Familien verloren ihr gesamtes Hab und Gut.
Sofortige Reaktion
Islamic Relief Palästina arbeitet mit der lokalen Gemeinde zusammen und reagierte umgehend auf die Not der 160 Familien, die in Al Moghraqa leben. Rami Mahani, Einsatzleiter für Nothilfe von Islamic Relief, erläutert: „Wir reagierten schnell und halfen 163 Familien, indem wir Decken, Matratzen, Benzinkanister, Hygieneartikel, Küchenzubehör und Gaslampen an die Betroffenen verteilten. Außerdem erhielten die Familien Büchsenfleisch.“
Kurz vor dem Kollaps
Die Wirtschaft im Gazastreifen steht kurz vor dem Zusammenbruch und viele Familien haben Schwierigkeiten, ihre Häuser nach dem verheerenden Konflikt im letzten Jahr wieder aufzubauen. Aufgrund der derzeitigen Blockade können Treibstoff, Medikamente und Materialien zum Häuserbau nicht nach Gaza eingeführt werden. Dies hat die Menschen daran gehindert, sich entsprechend gegen den Regen zu schützen und die entstandenen Schäden zu reparieren.
Aischa, eine Mutter von sieben Kindern erzählt: „Wir wurden von den Fluten überrascht, ich konnte nicht alle meine Habseligkeiten mitnehmen. Unser Vieh und die Bücher meiner Kinder wurden von dem schlammigen Wasser hinweg geschwemmt.“
Weitere Schäden erwartet
Da nach wie vor Regenfälle in der Region erwartet werden, besteht die Angst vor weiteren Schäden an Häusern und Ackerflächen in Gaza. Rami ergänzt: „Was die Arbeit von Islamic Relief hervorhebt ist die Vorratshaltung in unseren Depots. Wir waren vorbereitet und unter den ersten Organisationen, die auf diese Krise reagierten. Wir arbeiteten eng in Koordination mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, um doppelte Verteilungen zu vermeiden und der palästinensischen Bevölkerung zu helfen.“