Hilfsgüter im Wert von 2,3 Mio. € für Gaza

27. Januar 2009

Einen Monat nach dem Beginn des Konfliktes hat Islamic Relief medizinische Hilfsgüter und Nahrungsmittel im Wert von 2,3 Mio. € an die verzweifelten Menschen in Gaza verteilt.

IR Palästina verteilt Trinkwasser am 13.01.2009 an Binnenflüchtlinge, die in einer UNRWA-Schule untergekommen sind.

Islamic Relief begann den Katastropheneinsatz nur wenige Stunden nachdem die ersten Bomben am 27. Dezember 2008 über dem Gazastreifen abgeworfen wurden. Das Islamic Relief Rettungsteam war während des gesamten Konfliktes kontinuierlich im Einsatz.

Die internationale Organisation verteilte Lebensmittel im Wert von 760.000 € an 200.000 Menschen in Krankenhäusern oder Schulgebäuden. Mitarbeiter lieferten medizinische Hilfsgüter im Wert von 1,1 Mio. €, darunter Krankenwagen, medizinische Geräte und Medikamente an das Al-Shifa Krankenhaus und fünf weitere Krankenhäuser. 

Seit Islamic Relief Worldwide den Gaza-Spendenaufruf begonnen hat, konnten weltweit über 13 Mio. € gesammelt werden. Die wohltätige Organisation plant in den nächsten zwei Monaten weitere 2,3 Mio. €  für dringende Nothilfe und langfristige Entwicklungshilfe in Gaza auszugeben. 

Lebensmittel und sauberes Wasser sind im Gazastreifen weiterhin Mangelware. Das Gesundheitswesen steht unter enormen Druck. Islamic Relief Palästina weitet die Hilfsmaßnahmen vor Ort aus, um in den kommenden zwei Monaten Nahrungsmittel an 100.000 Palästinenser zu verteilen. Weitere 380.000 € werden in medizinische Geräte für die Krankenhäuser in Gaza investiert.   

Mohammed Alsousi, Geschäftsführer von Islamic Relief Palästina, sagte: „Es ist, als ob ein Wirbelsturm durch die Straßen von Gaza gerast wäre, soviel wurde zerstört. Viele Menschen haben alles verloren, was sie einmal besessen haben. Viele sind obdachlos, hungrig und brauchen dringend Nothilfe, vor allem Nahrung und sauberes Wasser.“ 

Der dreiwöchige Konflikt hat ernstzunehmende Auswirkungen auf das psychische Wohlergehen der Bevölkerung und im Besonderen auf das der Kinder. Islamic Relief Palästina führte bereits in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk für ausländische Entwicklung (CAFOD) ein psychosoziales Projekt für Kinder im Gazastreifen durch. Mehr als die Hälfte der 1,5 Millionen Einwohner des Gazastreifens sind Kinder.

„Viele Kinder haben ihre Familien, Freunde und ihr Zuhause verloren. Diese Kinder brauchen dringend psychosoziale Unterstützung, damit sie das Trauma des Krieges verarbeiten können. Islamic Relief Palästina plant, mehr als 5.000 Kinder und deren Familien psychologische Nothilfe zukommen zu lassen“, erklärt Mohammed Alsousi.