

Lebensmittel werden an die Bewohner der Camps verteilt.

Familien bereiten sich auf den Umzug in das neue Zeltlager vor.
Mehr als 200.000 Haitianer verloren ihr Leben und weitere 1.5 Millionen sind nun obdachlos, nachdem das Erdbeben Häuser, Geschäfte, Büro- und Regierungsgebäude in Trümmern zurückließ. Viele Haitianer, deren Häuser nicht von dem Erdbeben zerstört worden waren fürchten sich immer noch zurück zu kehren aus Angst, ihre Häuser seien nicht sicher und könnten Nachbeben nicht standhalten. Ohne angemessene Unterkünfte oder Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen sind diese Menschen der Gefahr von Krankheiten ausgesetzt.
Islamic Relief war die erste Hilfsorganisation, die ein richtiges Camp für Menschen in Port-au-Prince errichtete, die ihr Zuhause verloren hatten. In dem Lager leben nun 200 Familien, die zuvor unter entsetzlichen Bedingungen in notdürftigen Unterkünften hausten. Die ersten Familien sind bereits in das zweite Zeltlager gezogen, das Islamic Relief erbaut hat. Dieses Camp, welches sich im Gebiet Delmas 33 befindet, bietet 1.100 obdachlosen Familien Schutz. Dort werden sie auch mit Wasser, sanitären Anlagen, Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern wie Hygieneartikeln und Küchenzubehör versorgt. Elias Fon, Einsatzleiter von Islamic Relief in Port-au-Prince berichtet: „Einen Monat nach dem Beben hat die Bereitstellung von Zelten und vorübergehenden Unterkünften für jene, die nach wie vor auf der Straße leben, Priorität. Islamic Relief hat bereits zwei Lager für mehr als 1.300 Familien errichtet, doch wir sorgen uns um die Menschen ohne adäquate Unterkünfte, sobald die Regenzeit beginnt. Aufgrund des Mangels an Latrinen und sauberem Wasser sind die Leute schon von Krankheiten bedroht, doch diejenigen ohne einem Dach über dem Kopf werden vom Regen noch mehr bedroht.“
Moustafa Osman, Leiter der humanitären Abteilung bei Islamic Relief sagt: „Damit die Menschen vor Problemen geschützt werden, die aufgrund eines Mangels an Unterkünften entstehen, bittet Islamic Relief alle humanitären Akteure, die Bereitstellung von Unterkünften zu priorisieren und ihre Rehabilitations- und Rekonstruktionspläne abzuschließen. Wir sind auch der Ansicht, dass es wichtig sei, die Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder aufzubauen und denken daher, dass nachhaltige Existenzprogramme jetzt wichtig sind.“
Islamic Relief stellt derzeit Unterkünfte, Wasser, sanitäre Anlagen, Lebensmittel und andere Hilfsgüter für zirka 6.000 Menschen bereit, die in den beiden Camps leben. Auf lange Sicht hoffen wir, diese Hilfe auszuweiten, wobei wir ebenso den Bau von richtigen Häusern mit dem Wiederaufbauprogramm sicherstellen.
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