13. Januar 2009
Das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) unterstützt die Hilfsmaßnahmen von Islamic Relief Deutschland im Gazastreifen mit 400.000 €.
Ziel der Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Lebensumstände von 12.000 Flüchtlingen (2.000 betroffenen palästinensischen Familien) durch die Bereitstellung von Hygieneartikeln, Kochgeschirr, Decken und Matratzen. Aufgrund des verheerenden israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen, der am 27. Dezember 2008 begann und viele Menschenleben forderte, waren die Menschen aus ihren Häusern geflohen und in 23 UNRWA-Schulen untergekommen. Laut dem Gesundheitsministerium wurden insgesamt 1300 Bürger getötet und über 5.300 verletzt. Unter den Toten sind 40% Frauen und Kinder.
Die Flüchtlinge sind sehr gefährdet, da ihnen der Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser sanitären Einrichtungen und einer angemessenen Gesundheitsversorgung meist verwehrt bleibt. Es gibt einen immensen Bedarf an Hilfsgütern und Notunterkünften. Diese Menschen sind der Bedrohung durch die Militäroperationen entflohen und suchten Zuflucht in UNRWA-Schulen. Bei ihrer plötzlichen Flucht haben sie alles zurückgelassen, um ihr Leben zu retten. Alte, Kinder, Schwangere, Stillende, Behinderte und Kranke gehören zu den schwächsten Bevölkerungsschichten. Während eines regnerischen und kalten Winters ist das Risiko für sie besonders hoch, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken oder zu verhungern.
Islamic Relief Deutschland möchte in Zusammenarbeit mit ECHO die sofortigen Bedürfnisse dieser gefährdeten Flüchtlinge angehen. Dieses großzügig von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt betrifft 23 UNRWA-Schulen in den Regierungsbezirken Rafah, Gaza und Jabalia, die 12.000 Flüchtlinge beherbergen.