Fakten zum Projekt

Land: Palästina

Ort: Gaza-Streifen

Begünstigte: 16.000 (Kinder und Mütter/bzw. Vormünder)

Projektziel: Verbesserung der geistigen Gesundheit der palästinensischen jungen Bevölkerung und Erleichterung ihres alltäglichen Lebens

Gesamtkosten: 300.000 Euro

Projektdauer: 2 Jahre (01.03.2015 – 28.02.2017)

Überblick

Gaza ist seit Jahren mit einem Konflikt konfrontiert, dessen Auswirkungen weltweit als humanitäre Katastrophe angesehen werden. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Bevölkerung leidet an den Folgen wie unter anderem das Fehlen von intakter Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, lebensnotwendigen Lebensmitteln und vieles mehr. Die psychologische Belastung, die solch ein Konflikt und die Belagerung mit sich bringen sind kaum abzuschätzen. Wie so oft sind die am meisten leidenden die Kinder. Kinder sind der Zerstörung ihrer Wohnungen, ihres kompletten sozialen Umfeldes, des Verlustes von Angehörigen und Existenzängsten gegenübergestellt.Die Auswirkungen solch einer Traumatisierung verfolgen die Kinder bis in das Erwachsenenalter.

 

Ost-Gaza ist am meisten betroffen, da die Bombardierungen hier häufiger sind. Dennoch sind psychosoziale Betreuungen für Kinder dort nicht ausreichend vorhanden. Es besteht ein starker Bedarf an psychosozialer Betreuung für Kinder und ihre Eltern im Gazastreifen.

Auch besteht der Bedarf ,die vorhandenen Nichtregierungsorganisationen der Region dahingehend zu schulen, dass auch diese Psychosoziale Betreuung anbieten können.


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Palästina ist ein Land, das von Zerstörung und Leiden geprägt ist. Vor allem Kinder waren von den Ereignissen betroffen – sie mussten die Vertreibung aus ihrer Heimat, Trennung von Familie und Freunden, den Tod von Familienangehörigen, den Anblick von Toten und Verwundeten und Verzweiflung erleben. Außerdem leiden sie indirekt durch die Traumata ihrer Eltern und den Verlust ihres Alltags. Als Konsequenz gibt es auch heute noch traumatisierte Generationen mit zahlreichen psychosozialen und anderen Störungen.

Es wird geschätzt, dass 48% der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten unter 18 Jahren ist, und dementsprechend ist die palästinensische Bevölkerung sehr jung. 

Die Besatzung und die damit verbundene Gewalt hat Auswirkungen auf die psychosoziale Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern, was zu Gefühlen von Angst und Frustration bei der Gemeinschaft als Ganzes, aber auch ein höheres Maß an Gewalt in der Familie, in der Schule und in der Gemeinschaft, zu Folge hat. Laut UN OCHA hat der jüngste Konflikt im August 2014 zufolge, dass mindestens 373.000 Kinder unter psychischen Problemen und Erkrankungen leiden.

 

 

 

Projektziele:

1) Schulung lokaler Nichtregierungsorganisationen (NRO) über psychosoziale Betreuung betroffener traumatisierter Kinder
2) Verbesserung der psychosozialen Beratung von Kindern in den Schulen
3) Bereitstellung von psychosozialer Betreuung an geförderte Waisen und ihre Familien

Geplante Aktivitäten

Zu Ziel 1) Schulung lokaler NROs über psychosoziale Betreuung betroffener traumatisierter Kinder
• 7 lokale NROs erhalten Schulungen im Bereich psychosoziale Betreuung von traumatisierten Kindern und ihren Familien
• Einrichtung von jeweils einem sicheren Spielbereiches in den 7 lokalen NROs
• 2.800 Kinder nehmen an Gruppenspielaktivitäten teil (7 NROs x 20 Gruppen x 20 Kinder pro Gruppe)
• 700 Kinder (Einzelfälle) werden in Einzelgesprächen psychologisch betreut
• 70 Aufklärungsveranstaltungen zum Thema Kindheit werden an 1400 Mütter durchgeführt
• Handbuch und Informationsmaterial zur psychosozialen Betreuung werden entworfen 
• 7 NROs erhalten Schulungen zur Kapazitätssteigerung ihrer Organisation (einschließlich Strategische Planung, Bedarfsanalyse, Fundraising, Projekt Management, etc.)

Zu Ziel 2) Verbesserung der psychosozialen Beratung von Kindern in den Schulen

• Erarbeitung und Verteilung von Handlungsempfehlungen an Schulberater/innender und deren Schulung
• Ausstattung von 7 Spielräumen an 7 Schulen
• 280 Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung an insgesamt 8000 Mütter der Schüler der ausgewählten Schulen 

Zu Ziel 3) Bereitstellung von psychosozialer Betreuung für geförderte Waisen und ihre Familien

• Das Team des Waisenbetreuungsprogrammes erhält Schulungen zum Thema Kinderpsychologie, Grundkonzepte der psychosozialen Betreuung und der Familienberatung
• 40 Sitzungen zur Bewusstseinsbildung für insgesamt 2000 Mütter oder Vormünder der betreuten Waisen zu kindheitsbezogenen Themen

 

Der Zwischenbericht des Projekts zur psychosozialen Hilfe für Kinder in Palästina bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.03.2015 bis zum 31.07.2015.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Schulung lokaler NROs über psychosoziale Betreuung betroffener traumatisierter Kinder

- 7 lokale NROs erhalten Schulungen im Bereich psychosoziale Betreuung von traumatisierten Kindern und ihren Familien

2. Bereitstellung von psychosozialer Betreuung für geförderte Waisen und ihre Familien

- Das Team des Waisenbetreuungsprogrammes erhielt zur Einführung 12 Schulungsstunden an 2 Tagen zum Thema Kinderpsychologie, Grundkonzepte der psychosozialen Betreuung und der Familienberatung

- 70 Hausbesuche für Waisenkinder (erreichte Zahl bis Mai 2015) wurde u.a. von Sozialarbeitern bisher durchgeführt

3. Verbesserung der psychosozialen Beratung von Kindern in den Schulen

- 28 Schulen wurden ausgesucht, an denen Schulungen für Lehrer zum Thema psychosoziale Hilfe bereitgestellt wird

- Erarbeitung und Verteilung von Handlungsempfehlungen an Schulberater/innender und deren Schulung

- Spielräume werden mit Mobiliar, Computer, Schreibwaren und Spielzeugen ausgestattet

 

Der zweite Zwischenbericht des Projekts zur psychosozialen Hilfe für Kinder in Palästina bezieht sich auf den Zeitraum vom 31.07.2015 bis zum 31.01.2016.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

  • Unterzeichnung von Partnerschaftsabkommen mit sieben lokalen Partnern
  • 22 Personen erhalten Schulungen im Bereich psychosoziale Betreuung von traumatisierten Kindern und ihren Familien
  • Networking mit 39 lokalen NROs
  • Beginn der Umsetzung von psychosozialen Betreuungssitzungen für 994 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren
  • Schulung zur Bewusstseinsbildung an 3.695 Mütter
  • Lieferung der benötigten Ausrüstung und Materialien für die Beratungsräume an den begünstigten Schulen
  • Schulung für 28 Schulberater über das Handbuch zum Thema psychosoziale Notfallversorgung
  • Abschluss aller Hausbesuche an Waisenkinder
  • Islamic Relief Palästina-Team des Waisenbetreuungsprogrammes hat mit der Supervision durch Hausbesuche begonnen
  • Sitzungen zur Bewusstseinsbildung für insgesamt 928 Mütter (Witwen)

 

 

 

 

Der dritte Zwischenbericht des Projekts zur psychosozialen Hilfe für Kinder in Palästina bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.03.2015 bis zum 31.07.2016.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

• Umsetzung von 90 psychosozialen Betreuungssitzungen für 1.428 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren
• Schulung zur Bewusstseinsbildung für 5.039 Vormünder
• Schulung für Weiterbildung von Lehrern durch 28 Schulberater zum Thema psychosoziale Notfallversorgung
• Zwei weitere Capacity-Building-Trainings wurden für das Team des Waisenbetreuungsprogrammes abgehalten
• Islamic Relief Palästina-Team des Waisenbetreuungsprogrammes hat mit der Supervision durch Hausbesuche begonnen. 
• Durchführung von 51 Sitzungen zur Bewusstseinsbildung für insgesamt 1.800 Mütter (Witwen)
• 113 Begünstigte erhielten psychologische Einzelgespräche
• Dreitägige 14 Sommercamps für insgesamt 1.400 Kinder zum Thema positive Werte/Einstellung/Ethik
• Durchführung von 5 Supervisionen vom Islamic Relief Palästina-Team des Waisenbetreuungsprogrammes durch Hausbesuche
• 289 Begünstigte erhielten Beratung
• 12 Kennenlernbesuche für Waisenkinder (Hausbesuche)
• 6 Tage der offenen Tür für insgesamt 1.089 Waisenkinder mit folgenden Aktivitäten: Schwimmen, Sport, Musik, Kunst
• Durchführung von 120 Hausbesuchen für Waisenkinder u.a. von Sozialarbeitern 

Der Abschlussbericht des Entwicklungsprojekts "Psychosoziale Unterstützung für Kinder in Palästina" bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. März 2015 bis zum 28. Februar 2017.

Was wir bisher erreicht haben:

1) Schulung lokaler NROs über psychosoziale Betreuung betroffener traumatisierter Kinder 

  • Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung mit 5 lokalen Partnern
  • 22 Personen (18 Frauen, 4 Männer) aus den lokalen Partnern erhielten ein technisches TOT-Training
  • Networking mit 39 lokalen NROs
  • Umsetzung von psychosozialen Betreuungssitzungen für 2.243 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren (958 Jungen, 1.258 Mädchen)
  • Schulung von 7.578 Vormünden zur Sensibilisierung zum Thema

2) Verbesserung der psychosozialen Beratungsdienste für Kinder an Schulen

  • Auswahl von 20 Schulen zur Umsetzung der PSS-Interventionen
  • Schulungen für 20 Schulberatern zum Thema psychosoziale Notfallversorgung
  • Ausbildung von 400 Schullehrern zur psychologische Notfallversorgung
  • Teilnahme von 1.400 Kindern (700 Jungen, 700 Mädchen) an Sommercamps zum Thema positive Werte/Einstellung/Ethik
  • Psychologische Betreuung von 4.506 Kindern
  • Sensibilisierungstraining für 1.982 Betreuer

3) Bereitstellung von psychosozialer Betreuung für geförderte Waisen und ihre Familien

  • Ausbildung von 13 Waisen-Teams in Bezug auf Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Durchführung von 12 Hausbesuchen mit dem Islamic Relief Palästina-Team des Waisenbetreuungsprogrammes
  • Durchführung von 12 Supervisionen vom Islamic Relief Palästina-Team des Waisenbetreuungsprogrammes durch Hausbesuche
  • Sitzungen zur Bewusstseinsbildung für insgesamt 2.044 Mütter (Witwen)
  • 187 Waisenkinder wurden für eine psychosoziale Unterstützung durch die lokalen NGOs ausgewählt