Fakten zum Projekt

Land: Bangladesch

Ort: Distrikt Bhola, Unterbezirk Tazumuddin

Begünstigte: Lokale Bevölkerung, direkt begünstigt insgesamt 3.000 der ärmsten Haushalte

Projektziel: Gewährleistung von Ernährungssicherheit, Lebensunterhalt, Wasser und Sanitär, Katastrophenvorsorge, Ernährung, Bildung, Gesundheit, Mikrofinanzen, Kinderfürsorge

Gesamtkosten: 2.509.260 Euro

Projektdauer: 01.10.2014 bis 30.09.2018. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt.

Überblick

Das integrierte Entwicklungsprojekt möchte klimasensiblen Haushalten und Gemeinden ein erhöhtes Einkommen, Lebensmittel und einen sicheren Lebensunterhalt, grundlegende Dienstleistungen, Stabilität und eine Verringerung ihrer Armut ermöglichen.

Das Projekt wird die Vielfalt in der Ernährung fördern, präventive und situative Gesundheit und außerdem den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen gewährleisten, Schulbildung für Kinder ermöglichen und für ökologische Nachhaltigkeit sorgen.


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Durch das Projekt sollen extreme Armut und Nahrungsmittelunsicherheit von 3.000 klimasensiblen, sehr armen Haushalten durch die Verbesserung der Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, beseitigt werden. Die geplanten Maßnahmen dazu betreffen sicheres Wasser, sanitäre Anlagen, Schulbildung für Kinder, Stabilität und Nahrungsmittelsicherheit.

Das Projekt soll durch die Einbeziehung der entsprechenden Haushalte und Gemeinden, Selbsthilfegruppen, relevanten Regierungsinstanzen und verschiedenen Institutionen realisiert werden. Es sollen Einkommen für die Haushalte generiert, strukturelle Ursachen für extreme Armut und Nahrungsmittelunsicherheit beseitigt sowie Policies und Praktiken für eine Regierungsführung zugunsten der Armen gefördert werden.

Mittel- und langfristige Auswirkungen sollen durch die soziale und spirituelle Entwicklung der Haushalte und Gemeinden, ebenso wie durch die Ausbildung von Fähigkeiten, Capacity Building und Empowerment, dem Zugang zu Einkommen, Rechten und Dienstleistungen entstehen. 

Die konkreten Ziele des Projekts sind:

1. Mindestens 80 Prozent der 3.000 sehr armen Haushalte im Unterbezirk Tazumuddin sollen ihr Einkommen auf über 1 Pfund pro Tag bis Ende 2018 erhöht haben.

· 3.000 Haushalte erhalten Ausbildungen, um für den Lebensunterhalt zu sorgen.
· 3.000 Haushalte haben verbesserten Zugang zu Einkommensquellen, etwa Mikrofinanzen.
· Die Haushalte haben genügend nahrhafte Lebensmittel.
· Die begünstigten Gemeinden können klimatischen Veränderungen und Naturkatastrophen standhalten.

2. Die begünstigten Haushalte können die durch verunreinigtes Trinkwasser verursachten Krankheiten bis Ende 2018 erheblich verringern.

· Die Haushalte haben einen erhöhten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.
· Sie sind gegenüber Themen wie Hygiene und Sauberkeit sensibilisiert.

3. Die Rechte von Kindern und Frauen können bis Ende 2018 erheblich gestärkt werden.

· Kinder aus den begünstigten Haushalten erhalten Zugang zu schulischer Bildung.
· Die Haushalte haben sich Wissen zu Kinder- und Frauenrechten angeeignet.

 

 

Bangladesch ist eines der am dichtesten besiedelten und zugleich ärmsten Länder der Welt. Das vorgestellte Projekt ist im Flussbett Meghna angesiedelt, am Golf von Bengalen in Südbangladesch. Topografie und Klima stellen für das Gebiet eine ökologische Herausforderung bezüglich Klimawandel, Zyklonen, Flusserosion und Flutwellen, die immer häufiger und intensiver auftreten, dar. Die Küstenstreifen sind generell benachteiligte Regionen in Bezug auf Armut, Nahrungsunsicherheit, ökologische Verwundbarkeit und begrenzte Möglichkeit den Lebensunterhalt zu verdienen.

Nur ein kleiner Teil der betroffenen Bevölkerung besitzt Land; dazu kommt, dass trotz der zahlreichen Flüsse und dem Meer in der Gegend die Landwirtschaft durch Versalzung, von Gezeiten beeinflusste Flüsse und mangelnde Bewässerungsmöglichkeit erschwert wird und hierfür noch keine adäquaten Lösungen entwickelt wurden.

Das Projekt soll dieses Problem beheben, denn die Region hat Potenzial für Getreideanbau, Fischerei, Gartenbau, Viehzucht und Wertschöpfungsketten. Daneben soll auch der Mangel an Wasser, sanitären Anlagen, Gesundheit, Bildung und Hygiene behoben werden. 

Islamic Relief hat ein Bericht über den Ausgangszustand erstellt, der einen Überblick über die sozioökonomischen und ökologischen Bedingungen im Projektgebiet beinhaltet. Die Studie dauerte von März 2015 bis April 2015. Insgesamt wurden 340 begünstigte Haushalte aus dem Projektgebiet befragt.

Hauptergebnisse der Studie:

  • Die durchschnittliche Haushaltsgröße der befragten Familien liegt bei vier Personen. Neun Prozent der Befragten haben ein behindertes Familienmitglied. Nur 30 Prozent der Befragten können Lesen und Schreiben. Etwa ein Viertel der Befragten haben nur einen Familienmitglied, das die Grundschulausbildung abgeschlossen hat. Fast 85 Prozent der Haushalte haben Grundschulkinder in der Familie, in den sowohl Jungen als auch Mädchen die Schule besuchen. Nur ein Drittel der Grundschüler haben Zugang zu kostenlosen Büchern.
  • Alle Befragten haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, jedoch ist der Zugang nicht über das gesamte Jahr hinweg ausreichend gegeben. Im Projektgebiet haben mehr als die Hälfte der Bewohner (55 Prozent) keinen Zugang zu sanitären Anlagen.
  • Die Haushaltsmitglieder litten unter verschiedenen Arten von Wasser übertragenen Krankheiten: Durchfall, Gelbsucht, Ruhr, Hautkrankheit, Würmern, Typhus und Cholera sind die häufigsten Arten von Krankheiten in der Reihenfolge der Häufigkeit. Die meisten der Befragten (87 Prozent) gehen in das öffentliche Krankenhaus zur Behandlung von schweren Krankheiten. Gelegentlich gehen sie auch in die Gemeindeklinik, Gesundheitszentrum, in die Apotheke oder in eine Privatklinik.
  • Etwa 69 Prozent der Befragten haben eine eigene Wohnung. Die meisten der Menschen in dem Projektgebiet lebt in engen Wohnungen dicht beieinander mit einem Mindestmaß an Privatsphäre. Die meisten Wohnräume sind nicht in einem guten Zustand und reparaturbedürftig aufgrund von Wirbelstürmen und Tornados.
  • Das durchschnittliche Familieneinkommen liegt bei 1,30 Euro am Tag. Die meisten Haushalte haben mehr als eine Einnahmequelle. Die Ausgaben betragen in der Regel mehr als ihr monatliches Einkommen. Am meisten wird für Nahrungsmittel ausgegeben (62 Prozent ihres Gesamteinkommens).
  • Die Ernährungslage ist sehr alarmierend. Nur zwei Prozent der Befragten können das ganze Jahr über drei volle Mahlzeiten am Tag leisten. Fast 66 Prozent der Befragten lebt in dem letzten drei Monaten einen ganzen Tag mit weniger als drei Mahlzeiten am Tag oder ohne Nahrung. Nur 19 Prozent der Kinder unter 16 Jahren haben Normalgewicht. Nahezu 73 Prozent der unter 16-jährigen haben Untergewicht. 

 

 

 

Schulung von Frauen
Die Männern kümmern sich um den Lebensunterhalt ihrer Familien
Das Wohl der Kinder ist eines der Anliegen des Projektes
Die Viehwirtschaft trägt zum Lebensunterhalt der Haushalte bei
Schulbildung für die Kinder des Dorfes
Kinder und Frauen des Dorfes mit der Islamic Relief-Mitarbeiterin Simone Walter

 

Der Zwischenbericht des integrierten Entwicklungsprojektes in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. März 2015.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. 3.000 sehr arme Haushalte wurden für das Projekt bereits ausgesucht

2. 101 Selbsthilfegruppen wurden gegründet; jede Selbsthilfegruppe besteht aus 17-42 Mitgliedern

3. 2 Workshops zur Präsentation des ISD-Projektes für Regierungsmitglieder, Medien, Gelehrte, Lehrer, diverse NGO-Repräsentanten, Experten und die Zivilgesellschaft wurden durchgeführt

4. Alle 3.000 begünstigten Familien wurden mit Gemüsesaat wie Malabar- und Wasserspinat, Okraschoten, Amaranth, Schlangengurken und Spargelbohnen versorgt.

 

Der Zwischenbericht des integrierten Entwicklungsprojektes in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Visioning exercise für 3.000 Begünstigte : In dieser Übung formulieren die Teilnehmenden ihre Vision und ihre Wünsche für die eigene Zukunft bzw. auch für die der Gemeinschaft, in der sie leben

2. Einrichtung einer sogenannten Lebensmittelbank mit inzwischen 12.029 kg Reisvorrat. Die Teilnehmenden des Programms bringen überflüssigen Reis einmal pro Woche zu einem Treffen mit, bei dem sie gemeinschaftlich den Reis lagern und je nach Bedarf auch kurzfristig für Bedürftige austeilen.

3. Fertigstellung der Installation von 25 Tiefbrunnen 

4. Mit der Errichtung von Latrinen wurde begonnen

5. 298 Mitglieder der Selbsthilfegruppen wurden in einem 3-tägigen Training in den Bereichen Capacity Building und Empowerment (Gruppendynamik, Finanzmanagement, Entwicklung von Führungsqualitäten) geschult

6. 3.000 Begünstigte wurden mit Gemüsesaat wie Flaschenkürbis, Tomaten, Auberginen, Koriander, roter Amarant und Zuckerschoten versorgt.

7. Die finanzielle Lage der 1.231 begünstigten Familien wurde untersucht und für sie angemessene Businesspläne zur Verbesserung ihres Lebensunterhalts erstellt

8. Start einer Trainingsreihe zur Bewusstseinsbildung in den Bereichen Wasser, Sanitär, Hygiene (WASH) und Gesundheitsvorsorge für alle Mitglieder der Selbsthilfegruppen und Verteilung von entsprechendem Lehr- und Lernmaterial. Insgesamt werden 21 Themen aus vier Kategorien in 449 Sitzungen behandelt. Bisher wurden 101 Trainingstermine umgesetzt.

9. Die begünstigten 3.000 Familien haben Zugang zu zinslosen Darlehen (Qard-al-Hasana), welches ihnen den Zugang zu neuen Einkommensquellen, etwa Mikrofinanzen verbessert. Teilnehmende zahlen regelmäßig auf ein Gemeinschaftskonto ein und sparen so zusammen Geld für kurzfristig anstehende Ausgaben. Die Beiträge können individuell angepasst werden.

 

Der Zwischenbericht des integrierten Entwicklungsprojektes in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Oktober 2014 bis zum 31. März 2016.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Visioning Exercise für 2.700 Begünstigte: In dieser Maßnahme formulierten die Teilnehmenden ihre Vision und ihre Wünsche für die eigene Zukunft bzw. auch für die der Gemeinschaft, in der sie leben

2. Einrichtung einer sogenannten Lebensmittelbank mit Reisvorräten für 101 Selbsthilfegruppen: Die Teilnehmenden des Programms bringen ihren überschüssigen Reis einmal pro Woche zu einem Treffen mit, bei dem sie gemeinschaftlich den Reis lagern und je nach Bedarf auch kurzfristig für Bedürftige austeilen.

3. Die Installation von 50 Tiefbrunnen wurde beendet. Es wurden 50 Gemeindekomitees mit bestimmten Verantwortungsbereichen zur Betreibung der Brunnen gebildet. Alle 150 Mitglieder der 50 Komitees erhielten eine Schulung zur Betreibung und Wartung der Brunnen und ihrer Verwaltung.

4. Schulung von 50 Brunnenwarten, in dessen Rahmen spezifische Kenntnisse über Wartungs- und Betriebsarbeiten der Tiefbrunnen vermittelt wurden.

5. Errichtung von 945 Latrinen

6. Erstellung eines Business- und Risikomanagementplanes zur Verbesserung des Lebensunterhalts von 2.700 Haushalten

7. Training für 2.308 Haushalte zur Schaffung einkommensfördernder Maßnahmen sowie Einführung von Maßnahmen durch Cash-for-Work-Aktivitäten für 2.783 Familien zur Risikominimierung während einer mageren Saison oder des Fischfangverbots  

8. Finanzielle Unterstützung für 613 Haushalte zur Einkommensverbesserung

9. Entwicklung und Verteilung von Lehr- und Lernmaterial zu den Themen Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) an begünstigte Haushalte und Durchführung von 101 WASH-Seminaren

10. Durchführung von 101 Sitzungen zu Maßnahmen der Bewusstseinsbildung in den Bereichen Menschenrechte, Ansprüche und soziale Teilhabe für begünstigte Gemeindemitglieder

11. Durchführung von 12 Schulbesuchen zur Überwachung des regelmäßigen Schulbesuchs begünstigter Kinder sowie Einrichtung spezieller Lernklassen in sechs Orten der Region

12. Start einer Kampagne über die Rechte und speziellen Bedürfnisse von Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderungen

13. Durchführung eines Workshops mit Religionsgelehrten zu den Themen soziale Grundrechte, Gesundheit und Hygiene in den Unterbezirken der begünstigten Region

14. Durchführung eines Abfallwirtschaftsplans für 792 begünstigte Haushalte

15. Einmalige Verteilung von Baumsetzlingen an 3.000 Haushalte und Ausgabe von Samen für den Gemüsegarten für drei Jahreszeiten

 

Der Zwischenbericht des integrierten Entwicklungsprojektes in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Oktober 2014 bis zum 30. September 2016.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Visioning Exercise für 2.979 begünstigte Haushalte: In dieser Maßnahme formulierten die Teilnehmenden ihre Vision und ihre Wünsche für die eigene Zukunft bzw. auch für die Gemeinschaft, in der sie leben.  Ebenso wurden 2.979 Haushalte darin unterstütz, in der jeweiligen einkommensschaffenden Maßnahme ihrer Wahl eine Ausgaben- und Einnahmenplanung vorzunehmen.  

2. 2.938 begünstigte Frauen erhielten ein Training in der jeweiligen einkommensschaffenden Maßnahme ihrer Wahl. Bis zum Ende der Berichterstattung wurden 2.517 Frauen einmalig finanziell durch das Projekt unterstützt, um ihre einkommensschaffenden Aktivitäten aufzunehmen (Anschubfinanzierung).  

3. Die 3.000 begünstigten Frauen des Projektes sind in insgesamt 101 Selbsthilfegruppen organisiert und treffen sich dort regelmäßig. Sie wurden darin geschult, wie sie individuell in der Gruppe Geld für zukünftige Anschaffungen oder Investitionen ansparen und als Gruppe auch Mikrokredite an die eigenen Mitglieder vergeben können (gebührenfreies und zinsloses Darlehen).  

4. Einrichtung einer sogenannten Lebensmittelbank mit Reisvorräten für 101 Selbsthilfegruppen: Die Teilnehmenden des Programms bringen ihren überschüssigen Reis regelmäßig zu den wöchentlichen Treffen der jeweiligen Selbsthilfegruppen mit, bei dem sie gemeinschaftlich den Reis lagern und je nach Bedarf auch kurzfristig wieder entleihen oder für Bedürftige austeilen.  

5. Zweimalige Verteilung von Baumsetzlingen (z.B. Guave- & Papayabäume) und dreimalige Ausgabe von Saatgut für den Gemüsegarten für zwei Jahreszeiten an 3.000 Haushalte.  

6. Durchführung von Cash-for-Work-Aktivitäten zur Risikominimierung während einer mageren Saison oder des Fischfangverbots.  

7. Die Installation von 50 Tiefbrunnen wurde beendet. Es wurden 50 Brunnenkomitees zur Betreibung und Wartung der Brunnen gebildet. Alle 150 Mitglieder der 50 Komitees erhielten eine Schulung zur Betreibung und Wartung der Brunnen und ihrer Verwaltung.  

8. Errichtung von 2.920 Latrinen  

9. Training und Sensibilisierung der 101 Selbsthilfegruppen zu den Themen Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) und präventive Gesundheitsförderung    

10. Vorbereitungen für 48 Gesundheitscamps zur medizinischen Versorgung wurden getroffen. Sowohl Ärzte, Arzneimittel, medizinische Ausrüstung und ein Katarakt-Screener wurden organisiert. Der Screener ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die vom Grauen Starr Erblindeten zu identifizieren.  

11. Durchführung eines Workshops mit Religionsgelehrten zu den Themen soziale Grundrechte, Gesundheit und Hygiene in den Unterbezirken der begünstigten Region.  

12. Zweimalige Verteilung von Lernmaterialien an begünstigte Kinder.  

13. Durchführung von 53 Schulbesuchen zur Überprüfung des regelmäßigen Schulbesuchs und der Lernentwicklung der 2528 begünstigten Kinder sowie Einrichtung spezieller Förderklassen in 13 Orten der Region.  

14. Um die starke geschlechtsspezifische Diskriminierung von Frauen in der Region zu verringern, wurden 101 Sensibilisierungsveranstaltungen auf Gemeindeebene durchgeführt, damit die Menschen vor allem über Frauenrechte, soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung aufgeklärt werden. Dabei wurden auch speziell für das Projekt entwickelte Informations- und Bildungsmaterialien genutzt, um über die Rechte und speziellen Bedürfnisse von Kindern und Frauen aufzuklären.      

WASH-Schulung
Alphabetisierungskurse für Frauen
Schulung zur Katastrophenvorsorge
Begünstigte werden zum Thema Krankheitsprävention und Hygiene geschult
Kinder lernen grundlegende Hygiene wie das Händewaschen mit Wasser und Seife
Diese Begünstige konnte sich durch das zinslose Darlehen Ziegen und Enten kaufen und ihr Einkommen verbessern
Latrinen wurden zur Verbesserung der Hygiene errichtet

 

Der Zwischenbericht des integrierten Entwicklungsprojektes in Bangladesch bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Oktober 2014 bis zum 31. März 2017.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

  1. Visioning Exercise, Skillanalyse und Bedarfsermittlung für 2.993 begünstigte Haushalte: In dieser Maßnahme formulierten die Teilnehmenden ihre Vision und ihre Wünsche für die eigene Zukunft bzw. auch für die der Gemeinschaft, in der sie leben.

  2. 2.954 Begünstigte wurden einmalig finanziell durch das Projekt unterstützt, um ihre einkommensschaffenden Aktivitäten aufzunehmen (Anschubfinanzierung). 

  3. Die begünstigten Frauen des Projektes sind in insgesamt 101 Selbsthilfegruppen organisiert und treffen sich dort regelmäßig. Sie wurden darin geschult, wie sie individuell in der Gruppe Geld für zukünftige Anschaffungen oder Investitionen ansparen und als Gruppe auch Mikrokredite an die eigenen Mitglieder vergeben können (gebührenfreies und zinsloses Darlehen). 

  4. Einrichtung einer sogenannten Lebensmittelbank mit Reisvorräten für 101 Selbsthilfegruppen: Die Teilnehmenden des Programms bringen ihren überschüssigen Reis regelmäßig zu den wöchentlichen Treffen der jeweiligen Selbsthilfegruppen mit, bei dem sie gemeinschaftlich den Reis lagern und je nach Bedarf auch kurzfristig wieder entleihen oder für Bedürftige austeilen.  

  5. Viermalige Ausgabe von Saatgut für den Gemüsegarten für zwei Jahreszeiten an 3.000 Haushalte. 

  6. Durchführung von Cash-for-Work-Aktivitäten zur Risikominimierung während einer mageren Saison oder des Fischfangverbots  

  7. Errichtung von 52 Wasserbrunnen

  8. Durchführung von 6 ToT-Schulungen zugunsten von Mitgliedern des Katastrophenvorsorge-Komitees in Bezug auf ihre Rollen und Verantwortungen vor, während und nach einer Katastrophe

  9. Ausgabe von Setzlingen (Obstbäume) für 3.000 begünstigte Haushalte

  10. Errichtung von 2.981 Latrinen um den Begünstigten den Zugang zu sanitären Einrichtungen zu gewähren

  11. Durchführung eines Abfallwirtschaftsplans für 1.581 begünstigte Haushalte:

  12. Entwicklung und Verteilung von Lehr- und Lernmaterialien für Maßnahmen der Bewusstseinsbildung in den Bereichen Menschenrechte, Ansprüche und soziale Teilhabe, Viehzucht, Hygiene, Katastrophenvorsorge. Mitarbeiter und Freiwillige profitierten von diesen Sensibilisierungssitzungen auf Gemeinschaftsebene. Es wurden auch Beschwerde- und Rückmeldemanagements für die Selbsthilfegruppen etabliert.
     
  13. Durchführung von 148 Sitzungen zur Sensibilisierung der begünstigten Haushalte zu den Themen Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) und präventive Gesundheitsförderung

  14. 28 Gesundheitscamps wurden zur medizinischen Versorgung durchgeführt. Eine Ärztin leistet dabei medizinische Hilfe. Insgesamt wurden 41 Kataraktoperationen (Grauen Star) durchgeführt und Menschen vor einer Erblindung geschützt.

  15. Durchführung eines 4-tägigen Workshops mit Religionsgelehrten zu den Themen soziale Grundrechte, Gesundheit und Hygiene in den Unterbezirken der begünstigten Region

  16. Um die Mütter über die Bedeutung der Schule für ihre Kinder zu sensibilisieren, hat das Projekt 74 Elternversammlungen / Mütterversammlungen auf Gemeinschaftsebene organisiert

  17. Einrichtung 14 spezieller Lernklassen

  18. Das Projekt organisierte ein 3-tägiges Training für die Projektmitarbeiter und die relevanten Stakeholder zum Thema Kindesschutz. Das Training für die Sprecherinnen der Selbsthilfegruppen und weitere relevanten Akteure ist geplant und wird bald beginnen.

  19. Das Projekt führte 125 Sitzungen mit Kindern zu den Themen Kinderrechte, Schutz- und Hygienefragen der Kinder auf Gemeindesebene durch. Rund 7.000 begünstigte Kinder haben diese Sitzungen besucht.

  20. Um die starke geschlechtsspezifische Diskriminierung von Frauen in der Region zu verringern, wurden 101 Sensibilisierungsveranstaltungen auf Gemeindeebene durchgeführt, damit die Menschen vor allem über Frauenrechte, soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung aufgeklärt werden. Dabei wurden auch speziell für das Projekt entwickelte Informations- und Bildungsmaterialien genutzt, um über die Rechte und speziellen Bedürfnisse von Kindern und Frauen aufzuklären.