Fakten zum Projekt

Land: Syrien

Orte: Idlib, Al Hama (Komponente 1), Aleppo, Deir Hafer, Deir ez-Zor, Al-Tabqa, Talbisah

Begünstigte: Patienten in 44 Krankenhäusern, zehn Dialysezentren und sechs Blutbanken (Komponente 1) sowie Personal und Patienten in weiteren sechs Krankenhäusern (Komponente 2), insgesamt  bis zu 177.150 Personen, davon  bis zu 73.150 Personen  bei Komponente 1 und  bis zu 100.000 bei Komponente 2.

Projektziel: Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in ausgewählten syrischen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen (Fortsetzung des ersten dazugehörigen Projekts, das vom 20.04.2013-31.05.2014 durchgeführt wurde)

Projektdauer: 15.06.2014 – 13.02.2015 (7,5 Monate), verlängert bis zum 15.03.2015

Kofinanzierung: Auswärtiges Amt

Projektpartner:  Islamic Relief Türkei (Syrien-Einsatzstab) (Komponente 1), Deutsch-Syrischer Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte e.V. (Komponente 2)

Gesamtkosten: Insgesamt 3.121.399,87 Euro; 2.972.821,24 Euro Auswärtiges Amt, 148.578,63 Euro Eigenanteil

 

 

Kofinanzierer

Implementierungspartner

Überblick

Das syrische Gesundheitssystem leidet stark unter den nun jahrelang andauernden Krieg. Infrastruktur und Einrichtungen sind großflächig zerstört. Die meisten Krankenhäuser haben den Betrieb ganz oder teilweise eingestellt. Durch den Mangel an Gesundheitspersonal und durch finanzielle Engpässe, können die meisten Krankenhäuser weder ein komplettes Arbeitsteam zur Gewährleistung der Basisgesundheitsversorgung noch medizinische Vorräte vorweisen, ganz zu schweigen vom Wiederaufbau zerstörter Krankenhausabschnitte.

Das Projekt beinhaltet zum einen die Unterstützung von Basisgesundheitseinrichtungen in mehreren Bereichen zur Aufrechterhaltung der Basisgesundheitsversorgung im Norden Syriens und zum anderen die Aufrechterhaltung des Betriebs von sechs Krankenhäusern innerhalb Syriens.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt mitfinanziert und vor Ort vom Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte e.V. und der Syrien-Mission von Islamic Relief umgesetzt. 

Neu hinzugekommen ist die medizinische Versorgung eines Krankenhauses in Latakia, wohin derzeit viele flüchtige Syrer ziehen. Hier wird das Projekt vom 01.10.2014 bis 13.02.2015 durchgeführt.

 

Das Projekt besteht aus zwei Komponenten - zum einen aus der Unterstützung von Basisgesundheitseinrichtungen in mehreren Bereichen zur Aufrechterhaltung der Basisgesundheitsversorgung im Norden Syriens und zum anderen aus der Aufrechterhaltung des Betriebs von sechs Krankenhäusern innerhalb Syriens.

Komponente 1: Unterstützung von Basisgesundheitseinrichtungen in mehreren Bereichen zur Aufrechterhaltung der Basisgesundheitsversorgung im Norden Syriens.

Komponente 2: Aufrechterhaltung des Betriebes von sechs Krankenhäusern innerhalb Syriens

 

 

 

 

Nach offiziellen Angaben von UN OCHA (Stand Februar 2014) sind rund 9,3 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem Syrien Konflikt auf externe Hilfe angewiesen. Davon allein eine Million in der Region Aleppo. 6,5 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Die öffentliche Grundversorgung ist seit Monaten zusammengebrochen. Die medizinische Versorgung kann kaum noch gewährleistet werden; es fehlen sowohl medizinische Materialien und Medikamente für die Krankenhäuser, als auch ausreichend Personal, das die Kranken und Verletzten angemessen behandeln könnte.

Nach Angaben der WHO können 73% der Krankenhäuser und 27% der Gesundheitsstationen keine Dienstleistungen mehr erbringen, da sie entweder zerstört oder keine personellen und materiellen Ressourcen vorhanden sind. Ebenso sind die Medizingerätehersteller, sowie die Pharmaindustrie schwer getroffen, sodass 65-70% der Firmen geschlossen haben. Die Kapazitäten der Gesundheitseinrichtungen sind vollkommen unzureichend. Daher sterben viele Menschen nicht nur an den Folgen von Kriegsverletzungen, sondern auch an Krankheiten, die unter anderen Umständen nicht lebensbedrohlich wären.

Alle Regionen, in denen Islamic Relief aktiv ist, haben gemeinsam, dass die öffentliche medizinische Versorgung zusammengebrochen ist. Weder gibt es Gehalt für die Angestellten noch ausreichend Medikamente und Verbandsmaterialien um Kranke und Verwundete zu versorgen. Die Angestellten arbeiten oft ehrenamtlich oder erhalten in seltenen Fällen Spenden.