Fakten zum Projekt

Land: Nepal

Region: Distrikte Sindhupalchok und Nuwakot

Begünstigte: 898 Familien (4.146 Personen)

Projektziel: Bereitstellung von Notunterkünften, um zur Wiederherstellung der normalen Lebensumstände der Bevölkerung beitragen

Projektdauer: 15.07.2015 – 15.11.2015 (4 Monate)

Implementierungspartner: Islamic Relief Worldwide – Interim Head of Mission in Nepal, BATAS Foundation     

Gesamtkosten: 211.168 Euro

 

 

Überblick

Am 25. April 2015 gab es ein Erdbeben der Stärke 7,8 in Nepal, von dem 14 der 75 Bezirke des Landes betroffen waren. Mehr als 8.000 Menschen starben und mehr als 500.000 Häuser wurden zerstört. Am 12. Mai gab es ein weiteres Erdbeben der Stärke 7,3, das weitere Gebäude zum Einsturz brachte. Rund 150 Menschen wurden getötet und viele andere verletzt.

Stark betroffen sind unter anderem die Distrikte Sindhupalchok und Nuwakot, in denen dieses Projekt umgesetzt wird. 40 Prozent der Bevölkerung dieser Regionen besteht aus Kindern unter 18 Jahren und Senioren über 60 Jahre. Über 90 Prozent der Häuser sind in diesen beiden Regionen zerstört oder unbewohnbar. Lediglich 5 Prozent der Bevölkerung, deren Häuser völlig zerstört wurden, konnte bislang damit beginnen, beschädigte und zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Die Mehrheit lebt weiterhin in provisorischen Blechbauten und ähnlichen Behausungen aus Restmaterialien. Aufgrund der Monsunzeit stellen diese keine sicheren Unterkünfte dar.

Ziel des Projekts ist es, Hilfe beim Wiederaufbau zu leisten.  Zur Zielgruppe zählen:

 

- Vom Erdbeben betroffene Familien/Personen.

- Familien/Personen mit sehr stark beschädigten oder zerstörten Häusern oder solche, die keine ausreichende Hilfe aus anderen  Quellen erhalten haben

- Von Frauen geführte Haushalte

- Familien mit Waisenkindern, älteren Menschen oder Behinderten

- Benachteiligten und ausgegrenzten Gruppen u.ä,

 

Islamic Relief wird in den am stärksten betroffenen Distrikten Sindhupalchok und Nuwakot Shelter-Kits an 700 Familien (dies entspricht etwa 3.500 Personen) verteilen. Ziel ist es, Notunterkünfte in den betroffenen Distrikten zu verteilen und  Menschen mit Spenden zu unterstützen, damit Betroffene sich selbst in der Zukunft versorgen können, dies soll einen Anreiz geben und steigert das Selbstwertgefühl und die heimische Wirtschaft. Zur Zielgruppe zählen Erdbeben betroffene Familien/Personen, Frauen und Waisenkinder. 

 

Die Infrastruktur ist stark beschädigt und mehr als 90 Prozent der Häuser sind entweder völlig zusammengebrochen oder unbewohnbar wegen schwerer Schäden. Die Menschen leben derzeit in eigens errichteten Notunterkünften aus Planen oder anderen Materialien. Viele Erdbebenopfer, die keine Mittel zur Errichtung von Notunterkünften haben, leben auf der Straße. Es wurde berichtet, dass die Menschen im engsten Raum meistens mit mehr als 15 Personen in einer Notunterkunft von 4x6 Quadratmeter miteinander leben müssen.

Betroffene Familien haben fast all ihre Haushaltsgegenstände (Wohnmöbeln, Küchenutensilien, Kleidung etc.) verloren. Die Überlebenden des Erdbebens versuchen ihr Hab und Gut aus den verschütteten Trümmern zu retten. Schätzungsweise 10 Prozent der täglichen Gebrauchsgüter konnten aus den Trümmern gerettet werden. Die Erdbebenopfer brauchen Gebrauchsgüter des täglichen Lebens, wie Küchenartikel, Wasserbehälter (Kanister und Eimer), Decken und Schlafmatten usw. Die täglichen Regenfälle und stehendes Wasser bergen ein hohes Risiko für die Erdbebenopfer, an Malaria und anderen ansteckenden Krankheiten zu erkranken. 

 

 

 

Der Abschlussbericht des Nothilfeprojektes über die Bereitstellung von Notunterkünften für Erdbebenopfer bezieht sich auf den Zeitraum vom 15. Juli 2015 bis zum 15. November 2015. Insgesamt wurden 898 Fischerfamilien, dies entspricht insgesamt 4.146 Einzelpersonen, 898 Shelter-Kits verteilt. Die Kits enthalten folgende Artikel: Wellblechdach, Maschendraht, Zeltbahn und Nägel.