Fakten zum Projekt

Land: Nepal

Orte: Dhading, Gorkha, Lamjung und Sindhupal sowie Kathmandu-Tal

Begünstigte: 750 gefährdete Haushalte, darunter insbesondere alleinerziehende Mütter, Familien mit Waisenkindern, ältere Menschen, Behinderte, Schwangere, stillende Mütter

Projektziel: Verteilung von Lebensmitteln und Non-Food-Artikeln an gefährdete Familien in Nepal

Projektdauer: 10.05.2015-09.08.2015

Projektpartner: Ram Parasad Seti Maya Foundation (Batas Foundation)

Gesamtkosten: 105.937 Euro

 

 

Überblick

Am Samstag, den 25.April, hat ein starkes Erdbeben von 7,9 auf der Richterskala die Region um Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, getroffen; es ist das schwerste Erdbeben dort seit 80 Jahren. Bisher gibt es mehr als 8.000 Todesopfer (Stand: 12.05.2015); viele davon in der Hauptstadt Kathmandu und deren Umgebung. Mindestens 14.000 Menschen wurden verletzt, etliche wurden verschüttet und sind noch nicht geborgen worden. Die Zahl der von den Folgen des Erdbebens insgesamt Betroffenen wird auf rund 8 Millionen geschätzt.

Zahlreiche Gemeinden in Nepal sind ohne Wasser und Nahrungsmittel, und viele Menschen - geschätzt 1,6 Millionen - sind obdachlos geworden, etwa 256.000 Häuser wurden zerstört und rund 214.000 beschädigt (Stand: 07.05.2015). Hunderttausende Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. Etwa 3 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, rund 24.000 leben in Notunterkünften. Das gesamte Ausmaß der Schäden kann noch nicht abschließend bemessen werden.

Das internationale Islamic Relief-Netzwerk leistet Hilfe für die Betroffenen. Islamic Relief Deutschland beteiligt sich an der Hilfe für die Erdbebenopfer. Islamic Relief führt Hilfslieferungen in den Bereichen Nahrungsmittel und Küchensets durch.

Am 12. Mai 2015 wurde einige Kilometer entfernt von der Hauptstadt Kathmandu ein zweites heftiges Erdbeben mit einer Stärke von 7,3 registriert. Die Erdstöße brachten erneut Häuser zum Einsturz. 17 Tote konnten bisher laut der Polizei in Nepal geborgen werden (Stand: 12.05.2015).


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Islamic Relief wird in den am stärksten betroffenen Bezirken Dhading, Gorkha, Lamjung, Sindhupal und Kathmandu-Tal Non-Food-Artikel an 750 Familien (dies entspricht etwa 3.750 Personen) verteilen. Ziel ist es, die Bedürfnisse von gefährdeten Gruppen unter den begünstigten Familien zu erfüllen, diese sind insbesondere alleinerziehende Mütter, Familien mit Waisenkindern, ältere Menschen, Behinderte und schwangere oder stillende Frauen.

Jede Familie wird die unten aufgeführten Artikel erhalten:

Küchenartikel: Kochtopf (1), Kochlöffel (1), Suppenlöffel (5), Teller (5), Becher (5), Bratpfanne (1), Messer (2)

Weitere Hilfsgüter: Kanister (2), Eimer mit Deckel (1), Decke (2), Schlafmatte (2), Plastikplane (1), Moskitonetz (2)

 

Die Infrastruktur ist stark beschädigt und mehr als 90 Prozent der Häuser sind entweder völlig zusammengebrochen oder unbewohnbar wegen schwerer Schäden. Die Menschen leben derzeit in eigens errichteten Notunterkünften aus Planen oder anderen Materialien. Viele Erdbebenopfer, die keine Mittel zur Errichtung von Notunterkünften haben, leben auf der Straße. Es wurde berichtet, dass die Menschen im engsten Raum meistens mit mehr als 15 Personen in einer Notunterkunft von 4x6 Quadratmeter miteinander leben müssen.

Betroffene Familien haben fast all ihre Haushaltsgegenstände (Wohnmöbeln, Küchenutensilien, Kleidung etc.) verloren. Die Überlebenden des Erdbebens versuchen ihr Hab und Gut aus den verschütteten Trümmern zu retten. Schätzungsweise 10 Prozent der täglichen Gebrauchsgüter konnten aus den Trümmern gerettet werden. Die Erdbebenopfer brauchen Gebrauchsgüter des täglichen Lebens, wie Küchenartikel, Wasserbehälter (Kanister und Eimer), Decken und Schlafmatten usw. Die täglichen Regenfälle und stehendes Wasser bergen ein hohes Risiko für die Erdbebenopfer, an Malaria und anderen ansteckenden Krankheiten zu erkranken. 

 

 

 

Der Abschlussbericht des Nothilfeprojektes über die Nothilfe für Erdbebenopfer bezieht sich auf den Zeitraum vom 10. Mai 2015 bis zum 09. August 2015. Islamic Relief hat in den vom Erdbeben am stärksten betroffenen Bezirken Dhading, Gorkha, Lamjung, Sindhupal und Kathmandu-Tal Non-Food-Artikel an 750 Familien verteilt. Davon profitierten 113 Familien mit einem weiblichen Familienoberhaupt mit Non-Food-Artikeln. Zudem profitierten von dem Projekt die besonders gefährdeten Gruppen, d.h. ältere Menschen (237), Schwangere (48) und Behinderte (13).

Pro Familie wurde ein Küchen- und Haushaltset verteilt, welches aus folgenden Hilfsgütern bestand:

Küchenset

Kochtopf (1), Kochlöffel (1), Suppenlöffel (5), Teller (5), Becher (5), Bratpfanne (1), Messer (2)

Haushaltsartikel

Kanister (2), Eimer mit Deckel (1),  Decke (2), Schlafmatte (2), Plastikplane (1), Moskitonetz (2)