Fakten zum Projekt

Land: Liberia

Orte: Bomi, Cape Mount, Gbarpolu (West-Liberia)

Begünstigte: ursprünglich geplant: 87.099 Personen (19 Gemeinden), Ergebnis: 122.611 Personen

Projektziel: Unterstützung der von Ebola betroffenen Familien und Regionen durch Maßnahmen im Bereich Hygiene und Gesundheit, Verteilung von Lebensmitteln und Haushaltsgegenständen, psychologische Betreuung sowie Aufklärungsarbeit (Bewusstseinsbildung zum Thema Ebola-Virus)

Projektdauer: ursprünglich geplant: 17.11.2014-16.05.2015 (6 Monate), Ergebnis: 05.06.2015

Kofinanzierungspartner: Aktion Deutschland Hilft, ADRA, Johanniter Unfallhilfe, Global Medics-Canada

Implementierungspartner: ADRA

Gesamtkosten: 261.347,20 Euro; 45.000 Euro von Islamic Relief Deutschland

Kofinanzierung

Implementierungspartner

Überblick

Ziel des Projektes ist die Unterstützung von von Ebola Betroffenen und ihren Familien in Liberia, das am stärksten betroffen ist. Wichtig sind hier vor allem Aufklärungskampagnen, da noch viel Unwissen über das Virus herrscht und dadurch etwa Betroffene nicht in Krankenhäuser gehen. Zusätzlich dazu werden auch Lebensmittel und Haushaltsgegenstände verteilt, um die Familien auch in ihrem Alltag zu unterstützen.


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Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts erfolgen werden:

• Die Begünstigten erhalten Bewusstseins- und Aufklärungstrainigs  

• 98 Aufklärungskampagnen werden in den betroffenen Regionen abgehalten, Informationsmaterialen mit einer Auflage von 5.000 werden produziert und verteilt

• In 19 Gemeinden werden Gesundheitskommites gegründet und Trainings durchgeführt

• 190 Geräte zum Händewaschen mit Desinfektionslösung werden aufgestellt 

• 200 Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhalten Lebensmittelpakete und sogenannte "Solidarity Kits" (Inhalt dessen sind Haushaltsgegenstände etc.)

• 200 Ebola-Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhalten psychosoziale Unterstützung

• 8 Gesundheitseinrichtungen erhalten PPE-Kits

 

Liberia gehört zu den vom Ebola-Virus am meisten betroffenen Ländern weltweit. Laut Bericht der Gesundheitsbehörde in Liberia stieg die Zahl der registrierten Infizierten in der Zeit von Ende September 2014 bis Anfang November 2014 von 2.527 auf 6822. Gebiete mit den höchsten Infizierungsraten sind Montserrado (3.779), Margibi (1.192), Lofa (642), Bong (302), Nimba (324) und Bomi (199). Werden die Maßnahmen nicht verstärkt, kann man mit einem weiteren rasanten Anstieg der Betroffenen und auch mit einer Verbreitung der Krankheit in die anderen angrenzenden Länder rechnen.

Die Regierung rief einen 90-tägigen Notstand aus, um weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie einzuleiten. Nach wie vor herrscht viel Unwissen und Missverständnis im Bezug auf den Virus innerhalb der Bevölkerung. Auch kommt es zu diskriminierenden Verhalten gegenüber den Betroffenen. Zusätzlich dazu werden einige Fälle aus diesem Grund nicht gemeldet oder Krankenhäuser aus Angst vor einer Infektion erst gar nicht aufgesucht. Es besteht dringend Aufklärungsbedarf.

 

 

 

 

 

Der Zwischenbericht des Projekts Eindämmung des Ebola-Virus I in Liberia bezieht sich auf den Zeitraum vom November 2014 bis zum 28. Februar 2015.

Berichtszeitraum: November 2014 bis 28. Februar 2015

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

• 52 Aufklärungskampagnen wurden in den betroffenen Regionen abgehalten; davon haben 17.253 Betroffene in den begünstigten Gemeinden profitiert. Informationsmaterialien mit einer Auflage von 5.000 wurden produziert und 4.500 bisher verteilt

• In 18 Gemeinden wurden Gesundheitskommites gegründet und bisher 126 Personen ausgebildet

• 165 Geräte zum Händewaschen mit Desinfektionslösung wurden bisher in drei Gemeinden aufgestellt

• 200 Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen haben psychosoziale Unterstützung erhalten

• 18 Gesundheitseinrichtungen in 14 Gemeinden haben 730 Kartons PSA-Kits (Persönliche Schutzausrüstungen) erhalten

• Auswahl der begünstigten Ebola-Überlebenden und Betroffenen zur Verteilung von Lebensmittelpaketen und sogenannten "Solidarity Kits" (Inhalt dessen sind Haushaltsgegenstände etc.) ist bereits in Arbeit

 

Der Abschlussbericht des Nothilfeprojektes in Liberia zur Eindämmung des Ebola-Virus bezieht sich auf den Zeitraum vom 17. November 2014 bis zum 16. Mai 2015. Bis zum Ende des Projektes wurden 122.611 Personen von den Projektmaßnahmen begünstigt, darunter 1.500 Kinder, 5 Behinderte und 300 Personen über 60 Jahren. Es wurden u.a. verschiedene Kits verteilt sowie Aufklärungskampagnen und Trainings durchgeführt. Die 730 persönliche Schutzausrüstungskits enthielten u.a. Feuchttücher, Schutzkittel, Mundschutz, Gesichts- und Spritzschutzmasken. Weitere Kits bestanden aus folgenden Hilfsgütern: Matratzen, Bleichmittel, Waschseife, Küchenutensilien, Bettlaken, Damenbinden, Milch, Sardinen, Bohnen (in Dosen) und Gemüsemischung. 

Was Islamic Relief erreicht hat: 

• Die Begünstigten erhielten Bewusstseins- und Aufklärungstrainigs
• 115 Aufklärungskampagnen wurden in den betroffenen Regionen abgehalten, Informationsmaterialen mit einer Auflage von 5.000 wurden produziert und in drei Projektgemeinden verteilt
• In 19 Gemeinden wurden Gesundheitskommitees gegründet und Trainings durchgeführt (7 Kommiteemitglieder pro Gemeinde)
• 190 Händewaschanlagen mit Desinfektionslösung wurden aufgestellt
• 200 Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhielten Lebensmittelpakete und sogenannte "Solidarity Kits" (Inhalt dessen sind Haushaltsgegenstände etc.) in 19 Gemeinden
• 200 Ebola-Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhielten psychosoziale Unterstützung
• 19 Gesundheitseinrichtungen erhielten 730 persönliche Schutzausrüstungskits
• 171 Personen wurden zu grundlegenden Gesundheitsvorsorge und Hygienepraktiken in den 19 Projektgemeinden trainiert