Liberia: Ebola-Projekt

Fakten zum Projekt

Land: Liberia

Orte: Bezirke Margibi und Bong, Zentral-Liberia und südliche Mitte Liberias

Begünstigte: 17 Gemeinden (8 im Bezirk Margibi, 9 im Bezirk Bong) und Schüler in 23 Schulen, insgesamt: 543.404 Personen

Projektziel: Bewusstseinsbildung zum Thema Ebola für gefährdete Gemeinden, Verbesserung des Zugangs der betroffenen Familien und Einzelpersonen zu öffentlichen Dienstleistungen und Einkommensmöglichkeiten, Steigerung der Rückkehr in die Schule von Schülern durch Bereitstellung von wichtigen Lernunterlagen und –materialen an Schüler und Schulen

Projektdauer: 01.02.2015 – 31.07.2015 (6 Monate)

Kooperationspartner: Einige Mitglieder von Aktion Deutschland Hilft (insg. 9)

Implementierungspartner: Adra Liberia

Gesamtkosten: ca. 202.500 Euro (230.098.05 Dollar); davon ursprünglich 10.000 Euro von Islamic Relief Deutschland, aktuell: 5.319,97 Euro von Islamic Relief Deutschland

Kooperationspartner

Implementierungspartner


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Überblick

Ziel des Projektes ist die Unterstützung von von Ebola Betroffenen und ihren Familien in Liberia, das am stärksten betroffen ist. Um dies zu erreichen werden Aufklärungsvorträge gehalten. Außerdem werden Gesundheitskommitees gegründet, die Aufklärungsmaterialien verteilen und die Bevölkerung bei Gesundheitsfragen begleiten. Es werden Handwaschstationen errichtet, darüber hinaus erhalten Betroffene und ihre Familien psychosoziale und materielle Unterstützung. 

 

Geplante Aktivitäten:

  • Durchführung von 20 audiovisuellen Aufklärungsvorträgen:

In 17 ausgewählten Gemeinden werden Präsentationen zum Thema Ebola vorgeführt. Anschließend gibt es genug Raum für Austausch.

In 17 Gemeinden werden Gesundheitskommitees bestehend aus insgesamt 85 Personen gegründet.  

  • Aufgaben der Gesundheitskommitees:

1. Verteilung von Aufklärungsmaterialien in ihrer Gemeinde

2. Unterstützung der Errichtung von Handwaschanlagen und Verteilung von Hygieneartikeln

3. Begleitung der Betroffenen in Gesundheitsangelegenheiten

  • 85 Handwaschstationen an stark frequentierten Orten werden errichtet (17 Gemeinden). Zudem sollen Dekontaminierungszentren errichtet und Häuser von Betroffenen desinfiziert werden.
  • 150 Ebola-Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhalten psychosoziale Unterstützung
  • 150 Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen erhalten Nahrungsmittelpakete und Hilfspakete (bestehend u.a. aus Moskitonetzen, Schlafmatten, Hygieneartikeln, Bettzeug und Desinfektionsmittel)
  • 7 Gesundheitseinrichtungen erhalten Ausrüstung zum Schutz der Mitarbeiter durch Atemschutzmasken, Schutzkleidung und Desinfektionsmaterial
  • Ausbildung lokaler Gesundheitsberater durch Sanitär- und Hygieneschulungen
  • 150 Landwirte erhalten notwendige Materialen zur Landwirtschaft und Gartenbau
  • 23 Schulen werden für Schüler (aus 500 Haushalten) Schulmaterialien bereitgestellt und Schulspeisungen durchgeführt

 

 

 

 

Projektziele  

1) Bewusstseinsbildung zum Thema Ebola an gefährdete Gemeinden

2)Verbesserung des Zugangs der betroffenen Familien und Einzelpersonen  zu öffentlichen Dienstleistungen und Einkommensmöglichkeiten

3) Steigerung der Rückkehr in die Schule von Schüler/innen durch Bereitstellung von wichtigen Lernunterlagen und –materialen an Schüler/innen und Schulen.

 

Knapp ein Jahr nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika mit mehr als 22.000 Infizierten und knapp 9.000 Toten ist die Zahl der Neuinfektionen erstmals leicht rückläufig. Dies gibt zwar Anlass zur Hoffnung, von einer Entwarnung kann dennoch nicht gesprochen werden. Besonders die Lage in entlegenen und dicht besiedelten Regionen bleibt unübersichtlich, ein wirksamer Impfstoff konnte bisher nicht gefunden werden. Viele mussten aufgrund von Zwangsevakuierungen ihre Ländereien aufgeben, was die Nahrungsmittelproduktion in manchen Gebieten fast vollständig zum Erliegen brachte. Reduzierte Importe, die Schließung von Märkten und steigende Lebensmittelpreise verschärfen das Problem einer angemessenen Versorgung der Bevölkerung.

Während in Guinea Schulen und Universitäten nach sieben Monaten wieder geöffnet werden konnten, sind sie in Sierra Leone weiterhin geschlossen und werden in Liberia gerade erst wieder geöffnet. Die flächendeckende medizinische Versorgung ist noch nicht wiederhergestellt. So können sich andere Krankheiten wie Malaria wieder vermehrt ausbreiten, der Zugang zu essentiell wichtigen Medikamenten ist stark eingeschränkt. Ein weiteres Problem stellen Langzeitfolgen wie Leberentzündungen oder ein Rückgang der Nierenfunktion für viele betroffene Menschen nach einer überlebten Infektion dar. Das persönliche Hab und Gut von Familien Betroffener wurde aus Hygienegründen vernichtet, daher ist auch hier der Bedarf nach Ersatz hoch.

Etliche haben ganze Familien durch die Krankheit verloren, viele Kinder sind verwaist. Die psychosoziale Unterstützung der Überlebenden ist daher essentiell und soll auch vor Stigmatisierung und Diskriminierung nach einer überstandenen Infektion schützen. (Quelle: www.aktion-deutschland-hilft.de)

 

Der Zwischenbericht des Gemeinschaftsprojekts zur Eindämmung des Ebola-Virus in Liberia bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 20.03.2015.

Berichtszeitraum: 01.02.2015-20.03.2015

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. 146 begünstigte Schüler in sieben Schulen in Monrovia haben Schulmaterialien erhalten. Die Sets mit Lernunterlagen und -materialien für bedürftige Schüler enthielten jeweils:

• Rucksack
• Geometrie-Set
• Stifte
• Schreibhefte

2. In 17 Gemeinden wurden Gesundheitskommitees bestehend aus insgesamt 85 Personen gegründet, davon zehn in Margibi und sieben in Bong 

3. Drei lokale Gesundheitsberater wurden von ADRA Liberia ausgebildet und stehen nun für Haushalte mit Ebola Überlebenden und Betroffenen psychosoziale Unterstützung an

4. Vier Schulen wurden bisher für die Errichtung von Handwaschstationen ausgewählt. Zwanzig Handwaschstationen wurden bereits an diesen Schulen installiert.

5. 23 Schulen wurden für die Schulspeisung mit Reis ausgewählt, die die Lieferung der Lebensmittel (sie werden mit dem Schiff nach Liberia transportiert) erwarten.

6. In vier begünstigten Schulen wurden bereits 20 Infrarot-Thermometer für eine berührungslose Temperaturmessung bereitgestellt

 

Der Zwischenbericht des Gemeinschaftsprojektes zur Eindämmung des Ebola-Virus II in Liberia bezieht sich auf den Zeitraum von 01.02.2015 bis zum 08.06.2015.

Berichtszeitraum: Februar 2015 bis zum 31. Mai 2015

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

  • In 22 Schulen wurden für 500 Schüler aus Margibi und Bong Schulmaterialien und Hygieneartikel bereitgestellt
  • Durchführung von 10 audiovisuellen Aufklärungsvorträgen für insgesamt 6.185 Begünstigte in Margibi und Bong 
  • Errichtung von Handwaschstationen an Schulen wurde nach der Erklärung der Weltgesundheitsorganisation, dass Liberia Ebola-frei sei, gestoppt. Die bereitgestellten finanziellen Mittel werden nach Überprüfung für die Reparatur und Bereitstellung von Stühlen für Schulen, zur Verbesserung der Lernumgebung der Schüler in Liberia eingesetzt.
  • In 22 Schulen sollen Schulspeisungen mir Reis-Auflauf stattfinden, jedoch werden aufgrund der mangelnden Kapazitäten in einigen Schulen die Lebensmittel an die Schüler zur eigenen Zubereitung zu Hause mitgegeben. Bisher wurden 975 Packungen Reis-Auflauf an 5388 Schüler in insgesamt 14 Schulen verteilt.
  • 7 Gesundheitseinrichtungen, die medizinische Materialien erhalten werden wurden bereits ausgesucht. ADRA Liberia plant die Verteilung der Hilfsgüter an die Gesundheitseinrichtungen ab Mitte Juni 2015 zu verteilen.
  • 150 Landwirte für den Erhalt notwendiger Materialen zur Landwirtschaft und Gartenbau wurden identifiziert
  • 150 Ebola-Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen, die psychologische Unterstützung erhalten sollten wurden identifiziert. Jedoch wird diese Aktivität nicht mehr durchgeführt, weil das Land Ebola-frei erklärt wurde. Die beantragten Mittel für diese Aktivität wird für die Umsetzung der dringendsten Bedürfnisse eingesetzt. Die Gemeinde schlägt diesbezüglich die Sanierung und Reparatur von Bohrlöchern in Schulen und Gemeinden vor, um die Zugänglichkeit von sauberem Wasser für die Schüler und den umliegenden Gemeinden zu gewährleisten.
  • In 17 Gemeinden wurden Gesundheitskommitees gegründet. Derzeit werden die Mitglieder des Gesundheitskommitees in kollektive Beteiligung der Gemeinschaft in Fragen der Gesundheit bis voraussichtlich Mitte Juni 2015 ausgebildet.

 

 

 

 

Der Abschlussbericht des Gemeinschaftsprojektes zur Eindämmung des Ebola-Virus II in Liberia bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.02.2015 bis zum 12.07.2015.

Berichtszeitraum: 01.02.2015-12.07.2015

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Im Rahmen des Einschulungsprogramms wurden in 23 Schulen für 500 Schüler/innen aus Margibi und Bong Schulmaterialien (Back-to-School package) und Hygieneartikel bereitgestellt

Die Sets mit Lernunterlagen und -materialien für bedürftige Schüler enthielten jeweils:

  • 1 Schultasche
  • 12 Schreibhefte
  • 12 Stifte
  • 12 Bleistifte
  • 2 Radiergummis
  • 1 Taschenrechner
  • 1 Geometrie-Set

Die Hygienesets für bedürftige Schüler enthielten jeweils:

  • 1 großer Eimer mit Hahn
  • 1 Eimerhalter
  • 1 Packung Pulverwaschmittel
  • 1 Packung Waschpulver
  • 15,14 Liter Chlorlösung

2. Durchführung von 10 audiovisuellen Aufklärungsvorträgen für insgesamt 6.185 Begünstigte in Margibi und Bong

3. Errichtung von Handwaschstationen an Schulen wurde nach der Erklärung der Weltgesundheitsorganisation, dass Liberia Ebola-frei sei, gestoppt. Die bereitgestellten finanziellen Mittel werden nach Überprüfung für die Reparatur und Bereitstellung von Stühlen für Schulen, zur Verbesserung der Lernumgebung der Schüler in Liberia eingesetzt.

4. In 22 Schulen sollen Schulspeisungen mir Reis-Auflauf stattfinden, jedoch werden aufgrund der mangelnden Kapazitäten in einigen Schulen die Lebensmittel an die Schüler zur eigenen Zubereitung zu Hause mitgegeben. Bisher wurden 975 Packungen Reis-Auflauf an 5.388 Schüler in insgesamt 14 Schulen verteilt.

5. Transport von 120 Patienten in Gesundheitseinrichtungen war nach der Erklärung, dass Liberia Ebola-frei sei gestoppt und zugunsten von Ebola-Patienten eingesetzt

6. 7 Gesundheitseinrichtungen, die medizinische Materialien erhalten werden wurden ausgesucht. ADRA Liberia plante die Verteilung der Hilfsgüter an die Gesundheitseinrichtungen ab Mitte Juni 2015 zu verteilen. Nach der Mitteilung, dass Liberia Ebola-frei sei, wurde dieses Projekt unterbrochen.

7. 150 Landwirte für den Erhalt notwendiger Materialen zur Landwirtschaft und Gartenbau wurden identifiziert. Nach der Mitteilung, dass Liberia Ebola-frei sei, wurde dieses Projekt unterbrochen.

8. 150 Ebola-Haushalte mit Ebola-Überlebenden und Betroffenen, die psychologische Unterstützung erhalten sollten wurden identifiziert. Jedoch wird diese Aktivität nicht mehr durchgeführt, weil das Land Ebola-frei erklärt wurde. Die beantragten Mittel für diese Aktivität wird für die Umsetzung der dringendsten Bedürfnisse eingesetzt. Die Gemeinde schlug diesbezüglich die Sanierung und Reparatur von Bohrlöchern in Schulen und Gemeinden vor, um die Zugänglichkeit von sauberem Wasser für die Schüler und den umliegenden Gemeinden zu gewährleisten.

9. In 17 Gemeinden wurden Gesundheitskommitees gegründet. Die Mitglieder des Gesundheitskommitees wurden in kollektiver Beteiligung der Gemeinschaft in Fragen der Gesundheit ausgebildet.