Fakten zum Projekt

Land: Irak

Ort: Dohuk/Derabon

Begünstigte: 855 jesidische Familien; ursprünglich waren 780 Familien, hauptsächlich Jesiden und Christen, geplant

Projektziel: Lebensmittelhilfe

Projektdauer: 01.12.14-31.01.2015, zwei Monate

Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft

Implementierungspartner: Islamic Relief Irak

Gesamtkosten: 100.000 Euro

Finanzierung

Überblick

Seit Januar 2014 mussten 1,8 Millionen Menschen fliehen. Dies hat Einfluss auf die Gastgebergemeinden. Die Einheimischen und Flüchtlinge kämpfen nun um die vorhandenen, begrenzten Ressourcen und sozialen Dienstleistungen, die mit wirtschaftlichen Engpässen einhergehen. Viele Flüchtlinge suchen Zuflucht in unfertigen Gebäuden, unter freiem Himmel oder Schulen. Das Schuljahr musste dieses Jahr verschoben werden. Die kurdische Region ist am stärksten davon betroffen.

 

Im Juni 2014 eskalierte die Sicherheitslage in Zentral- und Nordirak zu einem gewaltsamen Konflikt, was zur Binnenflucht von Tausenden von Menschen führte, insbesondere in den kurdischen Gebieten. Etwa 200.000 Flüchtlinge flohen nach Dohuk; ihnen fehlt es an jeglicher Unterstützung. Diese Unterstützung möchte Islamic Relief durch Lebensmittelpakete leisten. Das zweimonatige Projekt wird in Kooperation mit UN-Instanzen, der kurdischen Regierung und internationalen sowie nationalen NGOs durchgeführt. Das Projekt adressiert etwa 780 jesidische gefährdete Familien in Dohuk, die bisher noch nicht von anderen Hilfsorganisationen erreicht wurden. Viele dieser Familien mussten ihre Häuser zügig und ohne ihr Hab und Gut verlassen. Sie haben alles verloren und haben keine Möglichkeit für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Es werden trockene sowie in Dosen verpackte Lebensmittel verteilt. Jede Familie (durchschnittlich sechs Personen) erhält ein Paket pro Monat, das den Hauptanteil der Ernährung ausmacht.

Ein Paket enthält folgende Lebensmittel:

• Hühnchen und Rind (in Dosen)
• Tomatenmark
• Pflanzenöl
• Reis
• Linsen
• Zucker
• Milchpulver
• Datteln
• Sesammus
• Tee
• Brot

 

Wegen der heftigen Kämpfe in Sindschar (Ninewa) mussten 200.000 Menschen im August ihre Häuser verlassen. Tausende Familien, hauptsächlich Jesiden, mussten unter anderem nach Duhok fliehen, die Flüchtlingslager platzen aus allen Nähten. Die humanitäre Situation ist landesweit extrem angespannt. Auch wenn die Bedürfnisse der Flüchtlinge Priorität haben, sind auch die Gastgebergemeinden und Menschen, die in Konfliktgebieten leben, dringend auf Nahrungsmittel und anderes angewiesen.

Daher muss der uneingeschränkte Zugang zu allen Hilfesuchenden im Irak, speziell im Nordirak, gewährleistet werden. Gerade bei den Menschen, die noch immer in Konfliktgebieten leben, ist der Zugang aber sehr erschwert, oft sind Märkte oder öffentliche Plätze sowie Infrastruktur Ziel der bewaffneten Truppen in Anbar, Ninewa und Salah al-Din.

Was Islamic Relief bisher leistete:

In der ersten Hälfte von 2014 hat Islamic Relief Irak mehr als zehn Projekte durchgeführt, insbesondere für etwa 125.500 Flüchtlinge in Anbar und Ninewa sowie syrische Flüchtlinge. Islamic Relief versorgte sie mit lebenswichtigen Hilfsgütern, darunter 25.000 Lebensmittelpaketen, 7.000 Hygiene-Kits, 1.200 Non-Food-Artikel sowie Wasser und sanitären Anlagen. Es wurde Menschen verschiedener Ethnien, Religionen und Nationalitäten geholfen (Christen, Turkmenen, arabische Schiiten und Sunniten und andere). Weitere zwei Projekte in Zusammenarbeit mit dem World Food Programme werden für 73.000 syrische Flüchtlinge im Flüchtlingslager Domiz durch Lebensmittelmarken bzw. Lebensmittelpaketen durchgeführt.

Mit dem einbrechenden Winter benötigen die Bedürftigen vor allem Matratzen und Decken
Die Notleidenden erhielten von Islamic Relief unter anderem Wasser und Lebensmittel
Vor allem Kinder leiden unter dem Konflikt
Kinder erhalten nun mit ihren Familien eine vorübergehende Unterkunft
Dieses Mädchen erhält Wasser von Islamic Relief
Zahlreiche Menschen erhalten Hilfsgüter von Islamic Relief
Dieser arme Mann musste fliehen
Die Menschen sind froh über jede Hilfe, die sie erhalten

 

Der Abschlussbericht des Nothilfeprojekts für jesidische und christliche Flüchtlingsfamilien im Irak bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. Dezember 2014 bis zum 31. Januar 2015.

Was Islamic Relief erreicht hat:

Verteilung von Lebensmittelpaketen für insgesamt 855 jesidische und christliche Flüchtlingsfamilien in Dohuk (Nord-Irak). Dies entspricht etwa 5.130 Flüchtlingen.