Fakten zum Projekt

Land: Bosnien

Ort: Tuzla, Orasje, Maglaj und Svrake

Begünstigte: 41.049

Projektziel: Nothilfe für die Betroffenen der Fluten in Bosnien

Projektdauer: 17.05.-17.06.2014

Finanzierung: Islamic Relief Worldwide

Implementierungspartner: Islamic Relief Bosnien

Gesamtkosten: 302.904 Euro, davon 20.000 Euro von Islamic Relief Deutschland

Überblick

In Teilen von Bosnien und Serbien wurde der Notstand ausgerufen, nachdem die stärksten Regenfälle seit 120 Jahren niedergingen. Die Überschwemmungen hielten acht Tage an. 40 Prozent der Fläche Bosniens wurden überflutet, der hinterlassene Schaden ist enorm, zwischen 1 und 2 Millionen Menschen waren betroffen, darunter auch 600 von Islamic Relief betreute Waisenkinder.

Übertretende Flüsse haben Städte und Dörfer überschwemmt und ganze Gemeinden völlig isoliert. Viele Brücken wurden von der verheerenden Flut fortgerissen; Stromleitungen und die Wasserzufuhr wurden schwer beschädigt. Erdrutsche gefährdeten weite Teile des Landes. Hinzu kam die Gefahr von aufgeschwemmten Landminen aus dem Krieg sowie durch das Wasser verursachte Krankheiten.

Islamic Relief hat ein Nothilfeprojekt ins Leben gerufen, um den Betroffenen zügig zu helfen.

  • Am 17.05. hat Islamic Relief Bosnien mit der Nothilfe begonnen. Sie übergaben entsprechend des Bedarfs Trinkwasser, Lampen, Generatoren, Nothilfe-Kits, Baby-Kits, Handtücher und Utensilien für die Aufräumarbeiten an den bosnischen Bevölkerungsschutz, die dieser an die betroffenen Familien und die Helfer weitergab (Stand: 22.05.2014).
  • Islamic Relief Bosnien verteilte in Sarajevo und Maglaj Lebensmittel, Trinkwasser, Kleidung, Getreide und Hygieneartikel an betroffene Haushalte.
  • Insgesamt konnten mehr als 41.049 Betroffene erreicht werden.
  • Islamic Relief hält regelmäßig Kontakt mit den Familien von Waisenkindern in Tuzla, die durch eine Patenschaft unterstützt werden. Dieses Gebiet ist eines der am stärksten betroffenen.
Hilfsgüter Stückzahl Begünstigte
Flaschen mit Trinkwasser 61.560 l 20.520
Arbeitshandschuhe 300 Paar 300
Schaufeln 600 600
Schubkarre 55 55
Hacken 50 50
Gummistiefel 30 30
Regenjacken 30 30
Generatoren 3 75
Halogen-Flutlampen 3 75
Mehl 14.750 kg 14.750
Non-Food-Artikel 3.639 3,639
Baby-Kits 50 50
Lebensmittelpakete 175 875
Gesamt 41.049
  • Zwischen 1 und 2 Millionen Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen.
  • Etwa 950.000 Menschen mussten vor den Fluten aus ihren Häusern fliehen.
  • Mindestens 33 Menschen sind gestorben.
  • Mindestens 2.000 Erdrutsche haben zahlreiche Häuser, Straßen oder gar Dörfer unter sich begraben, so dass diese unbewohnbar geworden sind.
  • Schätzungsweise 100.000 Häuser und Gebäude, hunderte Kilometer von Haupt- und Landstraßen und 230 Schulen und Krankenhäuser sind zerstört oder schwer beschädigt.
  • Bis zu 10.000 Menschen konnten auch auch nach den Fluten nicht in ihre Häuser zurückkehren und benötigen dauerhaft eine neue Unterkunft.
  • Bestellte Ackerflächen wurden von den Fluten zerstört, so dass nichts mehr geerntet werden kann.
  • Zahlreiche Arbeitsplätze gingen durch die Überschwemmungen verloren, denn auch kleine und mittelständische Unternehmen wurden zerstört.

 

Bosnien-Herzegowina ist von Naturkatastrophen in besonderem Maße gefährdet. Erdrutsche beschädigten etliche Häuser, zahlreiche Familien mussten ihre Häuser verlassen. Auch viele der von Islamic Relief unterstützten Waisenkinder sind nun in einer schwierigen Situation – sie sind ohne Zugang zu Wasser und Nahrung in ihren Häusern eingeschlossen. Das Sicherheitsministerium hat internationale Organisationen um Hilfe gebeten, vor allem, um genügend Boote für die Evakuierung der Bevölkerung von überfluteten Gebieten bereitzustellen. Verschiedene Organisationen haben bereits auf diesen Appell reagiert.